Am Ende der Produktion von MONSTER HOUSE stand ein komplexer, vielschichtiger Job, in dem das komplette Talent und Teamwork von Imageworks, einer preisgekrönten digitalen Produktionsfirma, gefragt war. „Imageworks übernahm die kreativen Elemente, die der Regisseur zusammengefügt hatte und verschmolz die Kunst und die Performances zu vollständig ausgeleuchteten und präzise gerenderten Bildern“, erklärt der ausführende Produzent Clark.
Troy Saliba, Animation Supervisor und T. Dan Hofstedt, Lead Character Animator von Imageworks, arbeiteten eng mit dem Regisseur Kenan und dem Visual Effects Supervisor Redd zusammen, um die finale Animation für den Film zu schaffen. „Wir wussten, dass wir im Motion-Capture-Verfahren arbeiten, aber wir wollten etwas Neues erzielen“, sagt Redd. „Uns war klar, dass unsere Welt – um einen überstrapazierten Begriff zu benutzen – sehr stilisiert ist. Wir haben Menschen, aber wir haben auch ein Haus, das durch die Nachbarschaft spaziert. Es war mein Job herauszufinden, wie man das mit dramatischen visuellen Effekten erzielen kann und dann ein Team von Experten zusammenzustellen, das all das, was wir brauchen, erschaffen konnte – von den Modellen, den Texturen, vom Motion-Capture über die Animation, bis zur Beleuchtung und den Kompositionen.“
„Zuerst fertigten wir Zeichnungen aller Figuren an“, sagt Hofstedt. „Wir nahmen die Character Designs von Chris Appelhans und wir zeichneten, um die physischen und emotionalen Entwicklungen zu illustrieren, die sie im Verlauf der Geschichte brauchen. Dabei haben wir darauf verzichtet, Eins-zu-eins-Look-alikes der Schauspieler als animierte Figuren anzufertigen. Wir mussten Dinge interpretieren, damit die Ausdrücke funktionieren, also nahmen wir uns emotionale Momente, die wir uns entweder selbst ausdachten oder die von den Schauspielern kamen. Wir pickten uns ein Einzelbild heraus, auf dem der Schauspieler ärgerlich, glücklich oder erschreckt schaut. Dann versuchten wir, diesen Gesichtsausdruck manuell im Computer zu erzeugen. Von da an kam unser digitales Animationswerkzeug zum Einsatz, und wir haben mit den Programmierern und den CG-Modellierern zusammengearbeitet, bis wir die ganze emotionale Bandbreite dupliziert hatten.“
„Die ‚Mo-Cap‘-Performance passte wunderbar zu dem, das wir zu tun in der Lage waren“, ergänzt Saliba, „aber wir konnten unsere Möglichkeiten auch etwas erweitern. Die erste Herausforderung, der wir uns stellen mussten, waren die Rüstungen, die wir nutzten – also die CG-Marionetten. Die sollten nämlich so spielen wie wir es brauchten. Sie mussten zusammen mit ‚Mo-Cap‘ arbeiten, aber wir mussten sie auch noch zu etwas mehr bringen, sie mussten etwas grafischer agieren.“
„Das war die Basis, auf der wir unsere Arbeit einen Schritt weiter als die Live-Action bringen konnten“, ergänzt Hofstedt. „Wir haben die karikaturhaften und animierten Facetten ergänzt.“
„MONSTER HOUSE wurde für die Motion-Capture-Technik entwickelt, weil die uns in die Lage versetzte, eine Geschichte aus einem Paralleluniversum zu erzählen“, sagt Clark. „Die Zuschauer werden erkennen, dass sie in traditionellen Vorstadtstraßen in einer ganz normalen Nachbarschaft spielt, aber sie werden sie hoffentlich gleichzeitig so unwirklich finden, dass sie uns den dritten Akt abnehmen – wenn nämlich das Haus durch die Gegend wütet und die Kinder verfolgt.“