Von Anfang an war es eines der zentralen Ziele des Films, das Haus zu vermenschlichen, ihm Ausdruck zu verleihen und Leben in die kalten Steine und die Mauern zu hauchen. Die hochmoderne Technik, die in MONSTER HOUSE genutzt wurde, versetzte die Filmemacher in die Situation, diese zentrale Figur so realisieren zu können, wie sie es sich erträumt hatten. Das Design des Hauses zu entwerfen, war ein langer, schwieriger Prozess. „Es war sehr schwer, ein Haus zu gestalten, das gruselig und gleichzeitig nicht so Angst einflößend wirkt, so dass man es sich als Zuschauer unauffällig in der eigenen Nachbarschaft vorstellen kann“, erklärt der Layout- und Konzept-Künstler Chris Appelhans. „Zuerst einmal musste es wie ein einfaches altes Haus aussehen und dann, wenn sich die Beleuchtung ändert, sollte es auf einmal monströs und bedrohlich wirken.“
„Einer der Vorteile bei der Animation von MONSTER HOUSE ist, dass wir das Haus so konstruieren konnten, als hätte es zwei Augen und einen Mund“, ergänzt Produzent Starkey. „Sie waren sogar in der Lage, ihm menschliche Ausdrucksformen zu verleihen.“
Diese Aufgabe fiel letztlich Kathleen Turner zu. „Die Art und Weise, wie sich ein Schauspieler bewegt und wie er sich selbst tragen kann – mit all den unsichtbaren Signalen – ob sie vorsichtig oder ärgerlich sind…all das spiegelt sich in seinem Körper wider“, sagt Turner. „Wenn eine Kamera dies direkt in einen Computer übertragen kann ist das eine wunderbare und effektive Art, eine Performance zu speichern.“
Neben der rein physischen Performance ihrer Figur war Kathleen Turner auch das wichtigste Instrument bei der Erschaffung der furiosen Soundkulisse, mit der das Haus wütet. Turner und Regisseur Kenan trafen sich in New York im berühmten Brill Building, um sowohl ihre Dialoge als auch ihre non-verbale Performance für das monströse Haus aufzunehmen. Ein Band dieser Performance wurde an Skywalker Sound geschickt, eine Abteilung von George Lucas’ Skywalker-Ranch in Nordkalifornien, und dort mit den natürlichen Geräuschen von knarrendem Holz und knackenden Dielen vermischt. Das Sound-Team des Films machte eine alte hölzerne Scheune in den Hügeln nahe Marin Country ausfindig und brachte Aufnahmegeräte an den inneren Wänden an. So konnten das natürliche Stöhnen und Ächzen des Hauses aufgenommen und in eine Soundkulisse für MONSTER HOUSE verwandelt werden, die gleichermaßen geheimnisvoll und überraschend menschlich wirkt.