Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:22 Uhr
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    Action, Komödie, Western, Krimi | Frankreich / Mexiko / USA 2006
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      • | Salma interviewt Penélope

      • Erinnerst du dich daran, als wir das erste Mal über den Film gesprochen haben?
        Ich erinnere mich sehr gut: Wir wollten ja schon so lange einmal zusammen drehen. Ich habe ein Frühstück mit Luc Besson während der Dreharbeiten zu „Fanfan“ genutzt, um ihm den Vorschlag zu machen, einen Film mit uns beiden zu produzieren. Die Idee hat ihm gefallen und er sagte, er würde uns in den nächsten drei Monaten ein Drehbuch schicken – was er dann wirklich tat! Ich weiß noch, dass du ganz begeistert warst von dem Projekt, als ich dich anrief, um dir die Neuigkeit zu erzählen. Und dass wir noch begeisterter waren, als wir das Drehbuch in den Fingern hatten: von der ersten Seite an hatten wir das Gefühl, dass es sehr lustig sein würde, diesen Film zusammen zu machen.

        Dazu muss man sagen, dass das ein Moment war, auf den wir gewartet hatten ...
        Ja, ich erinnere mich noch an den Tag vor acht Jahren, als du mich vom Flughafen in Los Angeles abgeholt hast. Du hast dich so rührend um mich gekümmert: ich kannte damals kaum jemanden in L.A., und es war einfach toll, dich als Freundin zu haben, wo meine Familie und meine Lieben alle so weit weg waren.

        Du hattest bereits mit Luc Besson gearbeitet: Hat er etwas von dir in die Figur der Maria eingebracht?
        Ich würde sagen, das Feuer der Figur, ihr starker Charakter – was nicht heißt, dass er mich schon einmal richtig wütend erlebt hat. Ich glaube, Luc kennt mich gut, es gibt sicher Verbindungen zwischen Maria und mir, aber ich stelle mir diese Frage nie, wenn ich anfange, eine Rolle zu spielen. Wichtiger ist, glaube ich, die Motivation der Figur zu verstehen.

        Welches waren deine Lieblings-Western, bevor du BANDIDAS gemacht hast?
        Alle von Sergio Leone und einige von Clint Eastwood. Als Frau fühle ich mich besonders von „Viva Maria“ angesprochen: das ist einer der wenigen Western für Frauen, und Jeanne Moreau und Brigitte Bardot sind umwerfend!

        Deine schlimmste Erinnerung an den Dreh?
        Ich würde sagen, bestimmte Szenen mit Pferden, auch wenn ich sehr wohl reiten kann und auch schon einige Epochen-Filme gedreht habe. Aber manchmal mussten wir schnell, um nicht zu sagen in einem halsbrecherischen Tempo galoppieren. Ich erinnere mich an einen großen Schrecken am letzten Drehtag. Wir haben wirklich Risiken auf uns genommen bei diesen Dreharbeiten, haben die meisten Stunts selbst gemacht – das Publikum sieht also wirklich uns auf der Leinwand!

        Apropos Risiken: Du hast dich gut verteidigt in der Kirche ...
        Es war wirklich komisch, sich im Film mit dir zu prügeln, aber im wirklichen Leben würde das sicher nicht passieren. Es ist nicht meine Art, mich zu schlagen, so regle ich normalerweise nicht meine Probleme.

        Welche Szene hat dir am meisten Spaß gemacht?
        Alle Action-Szenen mit Sam Shepard: er ist ein echter Held! Wie ich seine Arbeit bewundere, sei es als Schauspieler oder Drehbuchautor! Es war genial, soviel Zeit mit ihm verbringen zu können, mitten in der Wüste, ihn zu bitten, sein Leben zu erzählen! Er ist sehr sanft und von unglaublich anregender Intelligenz.

        Du erwähnst nicht unsere große Prügel-Szene im Saloon?
        Oh ja, das war ein verrückter Drehtag, wie haben wir gelacht! Wenn man gezwungen ist, das Jahr mit Steve (Zahn) zu verbringen, zuerst mit „Sahara“ und dann mit BANDIDAS, hat man das am Ende gelernt! Er ist einer der lustigsten Menschen, die ich kenne, ein Schauspieler mit einem unglaublich komischen Talent, wie man es kaum findet. Als Freund ist er sehr integer, ein sehr wertvoller Mensch.

        Du hast gerade den neuen Film von Pedro Almodóvar beendet: Ist es wichtig für dich, weiterhin in Spanien zu arbeiten?
        Ja, es ist mir sehr wichtig, nicht nur in Spanien, sondern überhaupt in Europa zu drehen. Ich möchte meine Arbeit dort mit meinen Terminen in den Vereinigten Staaten verbinden. Auch wenn ich nicht glaube, dass es wirkliche Unterschiede gibt, was das Herangehen an eine Rolle betrifft, sei es in einem Film mit großem Budget oder einem Autorenfilm. Im Gegenteil, mein Ziel ist es, mit talentierten Regisseuren zu arbeiten, und Europa ist voll davon! Ich sehe nicht ein, warum ich bestimmte Filme nur aus Gründen der Nationalität nicht mehr machen sollte. Das ist vielmehr der Grund, warum ich versuche, verschiedene Sprachen zu lernen. Es ist zwar eine große zusätzliche Mühe, aber das liebe ich besonders an unserem Beruf.

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