FILMDETAILS | Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Action,
Abenteuer,
Fantasy
| Großbritannien / USA / Ungarn 2006
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| Die Darsteller
Die größte Herausforderung für die Filmemacher war es, den richtigen Darsteller für den jungen Drachenreiter Eragon zu finden. Aus einer monatelangen, weltweiten Suche ging schließlich Newcomer Ed Speleers als erste Wahl hervor. „Ed betrat den Raum [beim Casting], wir sahen einander an und wussten, ‚Das ist Eragon, das ist der Junge aus dem Buch’“ sagt Regisseur Stefen Fangmeier: „Ich hatte gleich eine Vorstellung von Eds Talent und seiner Zukunft. Manchmal weiß man einfach, dass jemand zum Filmstar geboren ist.“
Speleers bekam die Zusage zu einer Zeit, als er gerade seinen Text für eine Schulaufführung von „Hamlet“ lernte. Die Arbeit bei seinem Debüt als professioneller Schauspieler flößte ihm Ehrfurcht ein. „Während der Dreharbeiten in der Slowakei flogen wir im Helikopter auf einen Berggipfel, ringsum atemberaubende Landschaft,“ erinnert er sich. „Ich stand am Rand des Gipfels und fragte mich ‚Was passiert gerade eigentlich? Eigentlich müsste ich an der Schule meine Klausuren schreiben, dafür bin ich jetzt hier und genieße die schönste Zeit meines Lebens.’ Wenn ich weiter Filme drehen werde – und das würde ich wirklich gern – kann ich mir nicht vorstellen, dieses unglaubliche Gefühl noch einmal zu erleben.“
Der junge Darsteller fand sich leicht in seine Rolle ein. Tatsächlich sieht Speleers sogar Parallelen zwischen seinen Erfahrungen bei den Dreharbeiten und der Reise seines Alter Egos auf der Leinwand. „Ich erlebte ein neues Abenteuer, so wie Eragon,“ erklärt er. „Mein Leben war gut durchstrukturiert, ich habe regelmäßig die gleichen, normalen Dinge getan, und dann wurde ich plötzlich in diese unglaubliche, neue Welt geworfen und spielte in einem Kinofilm mit. Es war eine perfekte Möglichkeit, zu mir selbst zu finden (so wie Eragon es tut), neue Menschen zu treffen und neue Erfahrungen zu machen.“
Zu den Höhepunkten gehörte für Speleers die Arbeit mit Jeremy Irons, der Eragons Mentor Brom spielt. Das Verhältnis der Schauspieler hinter der Kamera ähnelte dem ihrer beiden Figuren. „Jeremy stand mir immer mit einem Rat zur Seite, ich konnte viel von ihm lernen,“ erinnert sich Speleers. „Er tat das aus purer Freundlichkeit, aber man konnte auch viel von Brom in ihm erkennen.“
Irons sagt, er sei bereit gewesen, sich an einem großen, actiongeladenen Abenteuerfilm zu versuchen. „Mit ERAGON – DAS VERMÄCHTNIS DER DRACHENREITER kann ich ein anderes Publikum als mit den meisten meiner anderen Filme erreichen,“ sagt er. „Aber genauso wichtig war, dass Brom mir am Herzen lag; er hat etwas Linkisches und Wildes, ist aber gleichzeitig ein guter Mann.“
Zur Vorbereitung auf seine Rolle las Irons Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter und übte sich in der Kunst des Schwertkampfes, wie sie dort beschrieben ist. „Es ist ein besonderer Kampfstil,“ bemerkt Irons. „Es ist wie fernöstliche Kampfkunst, esoterischer als etwa die Art des Kampfes Stil im mittelalterlichen England. Ich habe beinahe jeden Tag trainiert, um die nötige Kraft im Handgelenk aufzubauen, damit ich die Kampfszenen realistisch spielen konnte.“ Die vielen Szenen auf dem Rücken eines Pferdes forderten den erfahrenen Reiter Irons weniger heraus.
Die Schicksale von Brom und Eragon sind eng verbunden mit dem bösen König Galbatorix, den der Oscar-nominierte John Malkovich spielt. Galbatorix ist ein zentraler Charakter des Films, dessen Präsenz und Gefährlichkeit auch spürbar sind, wenn er selbst gerade nicht auftritt.
Obwohl Malkovich keine gemeinsamen Szenen mit Ed Speleers hat, war er doch von dem jungen Schauspieler und dessen wachsender Anhängerschaft beeindruckt. „Bevor ich nach Budapest flog, sagte mir ein Freund, er habe ein paar Kinder, die ein Autogramm von Ed wollten,“ erinnert er sich. „Das hatte ich nicht mehr erlebt, seit ich mit Leonardo DiCaprio [in „Der Mann in der eisernen Maske“] gedreht habe.“
Der engste „Berater“ von Malkovichs Galbatorix ist Durza, ein Zauberer, der von dämonischen Geistern besessen ist. Durza ist groß, blass, aber gutaussehend, mit rotem Haar und kastanienbraunen Augen. Sein Auftreten ist nobel, doch hinter dieser Kultiviertheit verbirgt er etwas Unnatürliches.
BAFTA-Gewinner Robert Carlyle machte als Durza einen starken Eindruck auf Ed Speleers. „Unsere erste Begegnung war sehr spannend,“ sagt Speleers. „Robert trug eine lange Perücke, farbige Kontaktlinsen und sein komplettes, wallendes Kostüm. Ich brauchte mich nicht an meine Rolle zu erinnern, um auf Robert als Durza zu reagieren,“ lacht Speleers. „Er WAR Durza!“
„Robert hatte großes Interesse an dem Film, und sein Ansatz war, Durza nicht offensichtlich und übertrieben in seiner Bosheit auszustellen,“ sagt Wyck Godfrey. „Durza hat finstere Pläne und mit seinen roten Augen, seinen Haaren und seiner blassen Haut gibt es genug Auffälliges an seiner Erscheinung; man muss als Schauspieler nicht noch hart daran arbeiten, ihn böse zu präsentieren.“
Zu Beginn der Geschichte setzt Durza seine magischen Kräfte ein, um die Kriegerin Arya aufzuhalten, die auf der Suche nach dem neuen Drachenreiter ist. „Arya wurde ein Drachenei anvertraut, das man Galbatorix gestohlen hat. Nur trägt sie es durch Alagaesia auf der Suche nach dem Besitzer“, sagt Sienna Guillory, die Arya darstellt. „Als Kriegerin benutzt sie einen Zen-ähnlichen Kampfstil. Sie ist eine Elfe, also versteht sie die Natur um sie herum – die Bäume, das Licht, den Wind – und kann Gefahren vorhersehen, noch bevor sie eintreten.“
„Es ist toll, als Frau eine Action-Rolle zu spielen, die nicht nur heroisch ist und nicht rau und unweiblich,“ fährt sie fort. „Ich liebe Pferde, und in diesem Film konnte ich reiten und mit einem Schwert kämpfen – Klasse!“
Guillory ist die Arbeit von Kostümdesignerin Kym Barrett eine besondere Erwähnung wert, die eine „wundervolle Note und Modernität“ in den Film bringe. „Kyms Arbeit reflektiert die Zeitlosigkeit des Films,“ führt Guillory aus. „Es geht nicht ums Mittelalter oder ein anderes, lang vergangenes Zeitalter. Kyms Designs für Arya befassen sich mit der Umwelt, mit Ökologie. Arya ist eine Art Öko-Kriegerin, auf einer Wellenlänge mit der Natur. Alles was sie anhat, sieht weich aus und getragen und fühlt sich auch so an. Kym achtet besonders gut auf die Abstimmung ihrer Kostüme mit Bewegung.“
Im letzten Kampf bei Farthen Dûr nehmen Arya und Eragon es mit Galbatorix, Durza und deren Schergen auf. Anführer dieser Festung der aufständischen Varden-Armee ist Ajihad, der vom Oscar-nominierten Djimon Hounsou gespielt wird. „Mich reizte an ERAGON einfach, dass es ein riesiges Abenteuer ist,“ erklärt der Schauspieler. „Alles daran ist ‚bigger than life’.“
Bei Farthen Dûr kämpft auch Murtagh, der von Garrett Hedlund gespielt wird, einer der wenigen Amerikaner in der Riege der Darsteller. Wie viele seiner Kollegen unterzog Hedlund sich einem intensivem körperlichen Training, das Boxen und die Bedienung eines Langbogens mit einschloss. Aber Hedlund legt Wert darauf, dass das Interessante an seiner Figur unter deren Haut zu finden sei. „Es gibt etwas, das Murtagh unter der Oberfläche verborgen hält,“ erklärt er. „Murtagh hat eine geheime Vergangenheit, auf die er nicht unbedingt stolz ist.“