FILMDETAILS | Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Action,
Abenteuer,
Fantasy
| Großbritannien / USA / Ungarn 2006
WERBUNG
| Saphira
Die berühmten Darsteller von ERAGON – DAS VERMÄCHTNIS DER DRACHENREITER beeindrucken, aber die Filmemacher mussten zugeben, dass der „größte“ und teuerste Star der Drache Saphira ist. Christopher Paolini sagte, Saphira solle „die beste Freundin sein, die man je haben könnte.“ Um einen solchen Charakter erstellen zu können, benötigten die Filmemacher ein „Herrchen“ für Saphira, eine Person, bei der alle kreativen und technischen Fäden zusammenlaufen würden.
Diese Person wurde der Visual Effects Supervisor Michael McAlister, der so zum Gebieter über den Drachen wurde. „Saphira zum Leben zu erwecken, war eine riesige Aufgabe, die mir vollen Einsatz abverlangte – so, wie eine echte Figur es von einem Schauspieler verlangt,“ sagt McAlister. „Es gab Abertausende von Detailentscheidungen zu treffen darüber, wie sie aussehen, sich verhalten, sich fühlen oder fliegen sollte. Ich habe sie weder erfunden noch ihren Charakter definiert, aber ich war dafür verantwortlich, dass man sie versteht – und wie wir das erreichen könnten.“
Der Schlüssel dazu war die Kommunikation zwischen den Filmemachern und den Effektstudios. McAlister vergleicht seine Position mit der dünnen Stelle einer Sanduhr. „Mit den riesigen Erwartungen von oben und einer Truppe eifriger und begabter Künstler unter mir, versuchte ich die vielfältigen Vorgaben des Produktionsteams umzusetzen und sie so zu fokussieren, dass jeder einzelne von meinen Mitarbeitern damit arbeiten konnte. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte es, spezifische Entscheidungen über Saphira zu treffen und alle Beteiligten ständig darüber informiert zu halten, so dass der Einsatz Hunderter Künstler in ständigem Einklang mit den Wünschen der Filmemacher stand.“
Unter der Aufsicht von McAlister haben die Künstler der vielgerühmten Effektstudios Industrial Light & Magic und WETA Digital nichts weniger als den dynamischsten, ausdrucksstärksten Drachen der Filmgeschichte geschaffen.
Bei ILM fungierten Samir Hoon als Visual Effects Supervisor und Glen McIntosh als Animationschef. McIntosh, der bereits an Yoda und General Grievous in STAR WARS – EPISODE III: REVENGE OF THE SITH („Star Wars Episode III: Die Rache der Sith“, 2005) arbeitete, koordinierte das Animationsteam bei ILM. „Der schwierige Teil an Saphiras Gestaltung war, dass sie nie ein Monster oder nur eine Kreatur werden sollte,“ bemerkt McIntosh. „Sie ist ein vollwertiger Charakter und einer der Stars des Films. Sie brauchte eine nuancierte, vielschichtige Darstellung.“
Der WETA Digital-Animation-Supervisor David Clayton Johnson, der mit den WETA Visual Effects Supervisoren George Murphy und Guy Williams zusammen arbeitete, gab dem Charakter zusätzliche Feinheiten, vor allem für die finale Schlachtenszene, in der Saphira agiert wie ein geschmeidiger, kraftvoller Düsenjet.
Die Vielschichtigkeit von Saphiras Charakter und Aussehen entstammt einer „evolutionären“ Entwicklung – vom stilisierten Artwork des Buchcovers über die ersten Filmskizzen bis zu den endgültigen Bildern, die wir im Film sehen. Samir Hoon von ILM bemerkt: „Die entscheidende Frage, die sich uns stellte, war: ‚Wie entwickeln wir einen Drachen, den die Zuschauer noch nie zuvor gesehen haben, der aber gleichzeitig mit Christopher Paolinis Vorstellungen dieses Charakters übereinstimmt?’’’
„Wir entwickelten Saphiras Gestalt, indem wir ihren Charakter nach und nach über die Farbe der Flügel, die Größe ihres Kopfes und die Länge ihres Halses herausarbeiteten. Wir sehen wie sie aus dem Ei schlüpft, gerade mal 25 Zentimeter groß. Am Ende des Films wiegt sie vier Tonnen, hat eine Größe von 4,5 Meter, eine Flügelspannweite von 6 bis 9 Metern und ist 10 Meter lang.“
Nach vielen Überarbeitungen und Tests verpassten die Visual Effects-Leute dem Drachen eine schlankes und anmutiges Aussehen, das zu den femininen und hoheitsvollen Eigenschaften des Charakters passte. „Sie geht und bewegt sich wie ein Löwe, die Vorderbeine sind fast genauso lang wie die Hinterbeine“, sagt McIntosh und erklärt, dass er und die ILM-Animatoren viel Zeit damit verbrachten, die Bewegungen von Löwen zu studieren.
Saphiras Flügel ähneln den Flügeln der Adler. Aber statt der eher klassischen Federn (im Englischen: feathers), sind Saphiras Flügel eine Kombination aus Schuppen (im Englischen: scales) und Federn, die das IML-Team „scethers“ oder „Schedern“ nannte.
Saphira ist zuerst ein Drachenjunges, das die Filmemacher so liebenswert wie möglich machen wollten. Dazu studierten Hoon und sein Team Gnu-, Löwen- und Wolfsjunge.