Der Animationsüberwacher Chris Bailey und das Effekte-Team der Rhythm & Hues Studios, die schon bei GARFIELD, DR. DOLITTLE und DR. DOLITTLE 2 („Dr. Dolittle 2“, 2001) zusammengearbeitet haben, erweckten hier Garfield erneut zum Leben und versahen ihn mit seinen typischen Merkmalen: Bauchumfang, Schlafzimmerblick und breites Grinsen.
Um den CG-Garfield zum Leben zu erwecken, arbeiteten die Filmemacher zunächst mit einer ausgestopften Garfield-Puppe. So wusste der Kameramann, an welchen Stellen genau Garfield später einkopiert werden würde, während die Schauspieler die Möglichkeit erhielten, mit diesem Dummy zu proben. Nach diesen Vorbereitungen wurden die Szenen dann ohne Puppe gedreht. Schließlich, im einem dritten Schritt, wurde der computergenerierte Garfield in die entsprechenden Szenen eingebaut. Der letzte Schritt für die Animatoren bestand darin, Garfield ins „rechte Licht“ zu rücken, Schatten zu setzen, die Augen mit Reflektionen zu versehen und seinem Fell Struktur zu verleihen.
Rhythm & Hues schufen zunächst einen „anatomischen“ Garfield, einen aus Haut und Knochen, Muskeln und Sehnen, Augen und Haaren. Die Effekte-Künstler scannten dieses Material in den Computer ein und setzten aus diesen Informationen ihre CG-Figur zusammen, die sie dann mit Bewegung versahen. So konnte sich Garfield endlich in der Welt natürlich bewegen.
Dreißig Animatoren halfen Bailey dabei, Garfield und Prince zum Leben zu erwecken. Dank der technischen Neuerungen, die Rhythm & Hues im Laufe der Jahre gelungen sind, geriet der „neue“ Garfield viel perfekter als sein Vorgänger. Bailey ist sich sicher, dass die Zuschauer von den Verbesserungen, auch wenn sie sie nicht bewusst bemerken, begeistert sein werden.
Bailey erklärt: „Vor allem Garfields Fell sieht dieses Mal viel realistischer aus und auch sein Körperbau wirkt wesentlich überzeugender. Außerdem haben wir der Figur mehr Tiefe verliehen, mehr Dreidimensionalität. Sie sieht ‚echter’ aus, weil sie mehr auf ihren Hinterbeinen geht, wie ein Mensch. Im ersten Film war Garfield eher noch eine richtige Katze, die sich primär auf vier Pfoten fortbewegt. Diese Optimierungen machen wirklich viel aus!“
Die beiden Katzen sind nahezu identisch, haben aber verschiedene Stimmen, Persönlichkeiten und Verhaltensweisen. Sie lächeln und benehmen sich auf verschiedene Weise. „Prince schreitet eleganter als Garfield, er trägt seine Nase hoch in der Luft, er ist ein Upperclass-Snob.“, sagt Bailey. Charakteristisch sind auch die verschiedenen Stimmen, ganz klar, denn Prince wird von Tim Curry, Garfield von Bill Murray gesprochen. Garfield scheint ein bisschen tollpatschiger, ein bisschen schwerfälliger in der Bewegung. Prince ist eher eine elegante Katze, Garfield eher ein behäbiger Köter.