Wenn man eine Botschaft für „Bee Movie – Das Honigkomplott“ finden müsste, würde sie wohl „Thinking Bee“ lauten. Man kann es als Hinweis verstehen, dass das Wohl der Allgemeinheit vor dem Eigeninteresse steht.
„Ich glaube, es gibt mehrere Botschaften“, erläutert Produzentin Steinberg. „Sehr wichtig für Jerry war die Idee, dass jeder Beruf, wenn er gut gemacht wird, eine Bedeutung hat und jeder von uns seinen Wert hat. Das Konzept „Thinking Bee“ besteht darin, gemeinsam zu arbeiten und seinen Job gut zu erledigen. Darauf kommt es an und das ist der Weg, der zur Verbesserung der Verhältnisse führt. Jerry hat oft darauf verwiesen, dass wir auch bei DreamWorks wie in einem Bienenstock funktionieren – alle arbeiten hart und funktionieren nur zusammen gut. Und wir produzieren etwas, das die Menschen hoffentlich mögen.”
Hickner fügt hinzu: „‚Thinking Bee’ ist das Mantra der Bienen, davon hat das Drehbuch von Anfang an gehandelt. Adam sagte einmal zu Barry, dass er einfach wie eine Biene denken soll, wenn er Zweifel hat, in der Honigproduktion zu arbeiten. Im Verlauf des Films lernt Barry dann tatsächlich, wie wichtig es ist, wie eine Biene zu denken und zu leben.“
Smith erläutert: „Die Effekte von ‚Thinking Bee’ sind unglaublich. Sechs Monate nach Beginn der Dreharbeiten haben wir uns alle schuldig gefühlt, dass wir Honig essen, weil wir gelernt hatten, welcher Aufwand für die Bienen dabei nötig ist. Sie arbeiten sehr, sehr hart dafür. Darüber denkt man nach, wenn man im Supermarkt einkauft. Und später, wenn man den Honig in seinen Tee tut. Und plötzlich siehst du Streifen überall und Sechsecke. Es ist sehr, sehr seltsam.“
Für Jerry Seinfeld war die Produktion von „Bee Movie – Das Honigkomplott” eine lehrreiche Erfahrung, die über die üblichen Hürden von Produktion, Drehbuch und Schauspiel in einem Animationsfilm hinausgeht. Er hat eine unschätzbare Lektion von diesen Typen in schwarz und gelb gelernt. „Was man von dem Film lernen kann ist die Tatsache, dass alle Bienen sterben, wenn sie gestochen haben“, erklärt Seinfeld. „Du stichst, und dein Leben ist vorbei. Das ist also ein großer Schritt. Du musst deinen Ärger kontrollieren. Du kannst nicht einfach jemanden stechen, nur weil er dich stört. Du musst dich unter Kontrolle halten. Das erinnert einen doch sofort an Wut-Management, oder nicht?“
Abschließend stellt Seinfeld fest: „Für mich war das ein vier Jahre langer Prozess. Inzwischen verstehe ich das als ein wundervolles Geschenk an Kinder – und ich habe Kinder – woran ich vorher ehrlich nie gedacht habe. Ursprünglich war es für mich ein sehr interessantes Medium, in dem ich einmal arbeiten wollte. Es ist so anders, kreativ und einzigartig – das hatte mich daran fasziniert. Ich hatte überhaupt nicht an Kinder gedacht, aber inzwischen denke ich an sie. Ich stelle mir vor, dass ich ein Geschenk mit einer großen Schleife für Kinder in der ganzen Welt eingepackt habe. Und das finde ich aufregend.“