Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:30 Uhr
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    Komödie, Animation | USA 2007
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      • | Ein "A"-Team für ein "Bee Movi

      • Der CG-Animations-Veteran und Regisseur Simon J. Smith fand Seinfelds Idee, die Welten von Bienen und Menschen zusammenzubringen, höchst unkonventionell. „Mein erster Gedanke beim Lesen des Drehbuchs war: ‚Das ist Wahnsinn. Das ist eine verrückte Idee.’“, erinnert sich Smith. „Das meine ich allerdings im besten Sinn. Je länger man die Story liest und die Entwicklung der Figuren beobachtet, desto fantastischer wird es. Großartig dabei ist, dass wir den Humor von Jerry Seinfeld durch die Figur einer Biene erleben, was in dieser Form noch nie zu sehen war. Besonders gefällt mir, dass diese Story von uns allen handelt. Es geht um unsere Gesellschaft, unser Verhalten – und darum, wie lächerlich wir uns meistens dabei machen.“
        Der anerkannte Animations-Regisseur Steve Hickner fand die Idee einer Verbindung von Seinfeld mit Bienen gleichfalls inspirierend: „Jerry ist der König der beobachtenden Komik“, erläutert er. „Komödie ist eine grandiose Möglichkeit, den Menschen ihre Marotten und Eigenheiten so vorzuführen, dass sie darüber lachen können. Jerry ist definitiv ein Teil von Barry Benson, zugleich ist die Figur ganz anders als man sie von seiner Show kennt. Im Fernsehen wird der dramaturgische Bogen von Figuren naturgemäß nicht bis zum Abschluss gebracht, sonst wäre die Sendung ja zu Ende. Beim Film funktioniert das anders. Deshalb können wir durch Barry ganz neue Seiten von Jerry Seinfeld sehen, die uns bislang unbekannt waren.“
        Für Produzentin Christina Steinberg („Das Vermächtnis der Tempelritter”) war es wie ein grandioses Geschenk, Seinfeld an Bord zu haben. „Es hat sicher einen Moment gegeben, wo Jerry dachte, er gibt uns das Drehbuch, lässt uns dann den Film alleine drehen und erscheint erst wieder zur Premiere“, erläutert sie. „Aber dann wohnte er regelrecht im Studio und beschäftigt sich mindestens acht Stunden am Tag mit dem Projekt. Die Animationskünstler bekamen auf diese Weise einen Zugang zu Jerry, sowohl als Autor wie auch als Hauptfigur. Er sprach sämtliche Dialoge für sie und gab ihnen zweimal am Tag eine private Standup-Show. In diesen dreistündigen Vorstellungen konnten die Zeichner nicht nur die Mimik ausführlich studieren. Sie bekamen zudem einen exzellenten Einblick in Jerrys Art des Schauspielens, in seinen Stil und das Timing seiner Komik.“

        Das Drehbuch entstand als kreativer Gemeinschaftsprozess, eine Methode, mit der Seinfeld schon bei seinen Serien überaus erfolgreich war. Zu der Gruppe gehörten diesmal Hickner, Steinberg und Seinfeld, die sich gegenseitig sehr schätzten. „Wir waren eine starke Truppe“, erklärt Smith. „Steve, Christina, Jerry und ich – dazu noch unser Cutter Nick Fletcher – verbrachten jeden Tag dreieinhalb Stunden gemeinsam in einem Raum, um an diesem Film zu arbeiten – und das alles vier Jahre lang. Es war fantastisch. Ich hatte zuvor mit Steve Hickner bei ein paar anderen Sachen gearbeitet und wir kamen schon immer gut miteinander aus. Er ist ein großartiger Kollege mit viel Energie und einer Menge Erfahrung. Es war wunderbar, erneut mit ihm bei diesem Projekt zu arbeiten und dabei von einer so großartigen Gruppe unterstützt zu werden.“
        Hickner erwidert diese Gefühle. „Simon ist ein sehr talentierter Regisseur, der jedem Projekt seine ganz besondere Handschrift verleiht. So auch bei ‚Shrek 4-D', den er gerade für den Universal Themenpark gemacht hatte. Dieser 11 Minuten lange Film sorgt nicht nur für ganz großes Staunen, was man bei einem Themenpark erwartet, sondern bietet zudem eine großartige Geschichte voller Gefühle. Er war der ideale Partner für mich für diesen Film.“

        Produzentin Steinberg, die zum ersten Mal mit den beiden Regisseuren arbeitete, sagt über ihre Erfahrung: „Wenn man über Jahre hinweg an einem Film arbeitet, kommt man sich naturgemäß ziemlich nahe und ich hatte eine großartige Zeit mit den beiden. Steve ist ein Veteran in der Animation, er wuchs mit DreamWorks auf und ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Er kennt sich bei DreamWorks bestens aus und weiß, wie man Story und Figuren so verbindet, dass alles funktioniert. Simon ist ein großartiger Filmemacher. Er hat ein gutes Auge, einen souveränen Stil und sehr viel Humor. Er arbeitet wunderbar mit den Animationskünstlern zusammen. Er kennt das Filmemachen auf jeder Ebene. Für mich war die Arbeit mit beiden eine fabelhafte Erfahrung, sie ergänzen sich auf perfekte Weise.“

        Seinfeld ergänzt: „Sie waren fantastisch. Simon, Steinberg, Steve und Seinfeld haben nicht nur das “S” gemeinsam, wir sind bei diesem Projekt zu einer echten Einheit verschmolzen. Wir wurden diese verschworene Gruppe, die alles gemeinsam macht. Es war großartig, wir haben uns blendend verstanden und konnten gemeinsam viele gute Ideen entwickeln. Unsere grandiose Gruppe werde ich am meisten vermissen.“

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