„Ich habe noch nie erlebt, dass sich jemand so sehr bei einem Animationsfilm engagiert hat wie Jerry“, erläutert Simon Smith. „Er hat sich um jedes kleine Detail gekümmert, deswegen kann man in jedem einzelnen Bild die Seinfeld-Handschrift erkennen.“
Steinberg ergänzt: „Es ist eine interessante Kombination. Zum einen legt Jerry ganz großen Wert auf Zusammenarbeit. Zugleich weiß er sehr genau, was er möchte. Es hat wohl mit seiner Vergangenheit mit ‚Seinfeld’ zu tun, wo er immer gerne mit einem Team von Autoren gearbeitet hat. Auf diese Weise hat er das Schreiben für ‚Bee Movie – Das Honigkomplott’ begonnen, wobei einige der Autoren bereits bei ‚Seinfeld’ dabei waren. Jerry gab ihnen seine Ideen als Vorgaben, auf deren Grundlage die Pointen und verschiedenen Story-Ideen entwickelt wurden.“
Um eine enge Zusammenarbeit zu ermöglichen, musste DreamWorks Animation den überzeugten New Yorker Seinfeld täglich auf den DreamWorks Campus im kalifornischen Glendale bringen – die Magie von Hewlett-Packard machte es möglich. Auch bei DreamWorks selbst waren das Produktionsteam und die Technologie-Crew gut 500 Kilometer von einander getrennt, die einen in Glendale, die anderen in Redwood City. Durch das Halo Collaboration Studio von HP konnten sich beide Teams so problemlos verständigen als wären sie im gleichen Konferenzraum. Zudem konnte Seinfeld aus seinem Büro in Manhattan mit beiden DreamWorks Teams täglich acht Stunden lang seine Ideen besprechen und jeden Schritt des Projekts gemeinsam bearbeiten.
Produzent Steinberg erläutert: „Wir haben Halo wirklich lieben gelernt. Wir haben damit jeden Tag acht oder neun Stunden gearbeitet. Wir haben darauf geschrieben. Wir haben gemeinsam die neuen Szenen angeschaut und den Schnitt vorbereitet. Wir hatten dort unsere Entwicklungsbesprechungen und Layout-Meetings. Dieser Film wäre ohne dieses System nicht möglich gewesen.“
Smith erläutert dazu: „Das Besondere bei dieser Videokonferenz war die Bild-im-Bild-Funktion. Wir hatten eine große Leinwand, an der sich oben eine Kamera befand, durch die Jerry uns sehen konnte. Zugleich konnten wir umgekehrt auch ihn sehen. Auf diese Weise konnten wir gemeinsam die neuen Szenen ansehen und den Schnitt machen. Es war ein völlig nahtloser Prozess, bei dem man nie spürte, dass Jerry sich weit weg in New York befand, sondern er war immer ganz präsent. Wir haben also buchstäblich jeden Tag in den letzten vier Jahren zusammen verbracht. Ohne die Videokonferenz hätten wir sechs Stunden im Flugzeug sitzen müssen, um Jerry zu treffen und ihm die neusten Szenen zu zeigen. Ohne diese HP-Nabelschnur hätten wir diesen Film nie so machen können. Alles hätte dreimal so lange gedauert und wir wären inzwischen wohl alle schon tot.“
Seinfeld hat seine eigene Meinung zu dieser Methode: „Jeffrey entschied, dass er keine Reisekosten zahlen wollte, wenn ich mich mit dem Team in Los Angeles treffe. Also kaufte er jedem eine billige Einweg-Kamera, mit denen sie alles fotografieren sollten. Die entwickelten Bilder sollten an mich geschickt werden. Alle drei Wochen bekäme ich Post mit den neusten Schnappschüssen und sollte als Antwort meine neuen Bilder zurückschicken – aber das hat alles nicht so gut funktioniert. Also sind wir zu HP gegangen und haben uns dieses Millionen Dollar teure Halo Videokonferenz-System besorgt. Das Team konnte damit mit mir sprechen und ich konnte antworten. Es ist genau wie beim Telefon, nur sehr viel teurer. Es hat alle Annehmlichkeiten eines Telefons, allerdings ohne diesen Makel, billig zu sein.“ Und er fügt hinzu: „Mit diesem System kann man schauspielern, gestikulieren und sprechen. Man erlebt eine Menge nonverbaler Kommunikation – man sieht die Gesichter und die Haltung. Der Austausch von Ideen ist also viel effektiver als durch ein Telefon.“