Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:30 Uhr
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    Komödie, Animation | USA 2007
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      • | Der richtige Stich

      • Ein weiterer entscheidender Mitarbeiter im Team um Seinfeld, Smith, Hickner und Steinberg war der Cutter Nick Fletcher, der von Anfang an beteiligt war und zuvor für DreamWorks an einigen der eindrucksvollsten Animationsfilme gearbeitet hatte. Dazu erläutert Christina Steinberg: „Nick war ein großer Pluspunkt für diesen Film. Und er ist ein echter Profi. Er versteht den Humor von Jerry. Er wurde zum integralen Bestandteil unseres kreativen Prozesses, weil unser Halo System in seinem Büro steht und wir dort täglich eingefallen sind. Wir haben ihn also mehr oder weniger gezwungen, ein sehr enges Mitglied unseres Teams zu werden. Er war bei allen Story-Anmerkungen und Schreib-Prozessen beteiligt und kannte dadurch den Film in- und auswendig.“

        Als er das Drehbuch zum ersten Mal las, war Fletcher von dessen Frische begeistert, die er sich auch damit erklärte, dass Seinfeld ein Newcomer beim Animationsfilm ist. „Mir gefiel besonders, dass Jerry diese eine Vision hatte, gleichzeitig aber auch großen Wert auf Zusammenarbeit legte“, sagt Fletcher. „Er war vom ersten Tag eine Inspiration für den Film.“
        Die Arbeit des Cutters begann gleich am Anfang des Projektes und dauerte bis zur Fertigstellung. Zunächst wurden Rohfassungen der Dialoge aufgenommen und an die Zeichnungen des Storyboards angepasst, um so eine erste Vorstellung des Ablaufs zu bekommen. Diese Arbeit wurde immer weiter verfeinert und diente unter anderem dazu, dass überflüssige Zeichnungen gar nicht erst angefertigt wurden. Im Unterschied zum Spielfilm gibt es bei der Animation eine Phase des Vorschnitts, durch den die genaue Länge der Sequenzen festgelegt werden kann, was eine große Zeitersparnis während der Produktion ermöglicht.
        Ein weiterer grundlegender Unterschied zum Spielfilm besteht darin, dass die Story auch während der Produktion noch ständig weiter entwickelt werden kann – Dialoge werden geändert, Gags hinzugefügt oder gestrichen und neue Entdeckungen gemacht. Dieser ständige Prozess der Überarbeitung beschäftigte Fletcher und sein Team während der gesamten Herstellungszeit.

        Verantwortlich für die musikalische Gestaltung waren Rupert Gregson-Williams als Komponist und Hans Zimmer als ausführender Musikproduzent. Für Gregson-Williams, der schon die Soundtracks zu so unterschiedlichen Projekten wie „Ab durch die Hecke“ und „Hotel Ruanda“ schrieb, bestand die Aufgabe darin, mit seiner Musik die Einfachheit der Story zu unterstreichen und gleichzeitig dem trockenen und markanten Humor gerecht zu werden.
        Ein perfektes Beispiel für die grandiose Verbindung aus Musik und Inhalt ist die Cover-Version der Beatles von „Here Comes the Sun”, die Barry und die „Pollen Crew” zum Finale beim Flug über den Central Park begleitet.

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