„Runways Büroräume mussten Mirandas Geschmack und ihr Beharren auf Eleganz und Perfektion ausdrücken, sie mussten sehr feminin und heimelig sein, mit hellen Farbtönen“, erklärt Gonchor. Streep und Gonchor stellten die Ausstattung von Mirandas Büro zusammen.
„Es war wichtig, Fotos aufzuhängen und teure Kunstwerke aufzustellen, die Miranda gesammelt hat, da es bei ihr immer um die Frage des Außergewöhnlichen geht, egal was es kostet“, sagt Frankel.
In diesen Räumen steht es außer Frage, wer der Boss ist. „Es gibt nicht viel, das
Mirandas Büro von den anderen trennt. Sie kann immer sehen, wer kommt und wer geht“, sagt Gonchor.
Miranda wirft ein Adlerauge auf ihre Assistenten und involviert sie oft, ohne sie vorher zu warnen, in harte Auseinandersetzungen. „David [Frankel] war diesbezüglich unerbittlich“, sagt Gonchor. Das Interior von Runway – Mirandas Büro und der Konferenzraum – wurden peinlich genau mit viel Glas und rechten Winkeln entworfen, um die gewünschte Perfektion zu versinnbildlichen. Gonchor, Frankel und Finerman brüteten über Fashion- und Architektur-Magazinen sowie über Layouts und Plänen von vergleichbaren, echten Büroräumen. Gonchor erzählt:
„Wir haben ein Modell gebaut und es dann mit einer Mini-Kamera angeschaut, um zu sehen, wie die Winkel wirkten. Dann fingen wir an, real zu bauen. Nach drei Monaten war Mirandas Büro fertig.“
Andys Apartement hat keine klaren Linien und keine teuren Kunstwerke, wie die, die Mirandas Büro schmücken. Gonchor beschreibt: „Andys Appartement ist mit Sachen von Flohmärkten ausgestattet. Ein paar Dinge hatte ich auch im Lager. Nichts passt zusammen. Wir haben die Wände alt aussehen lassen, so dass das Appartement einen etwas heruntergekommenen Eindruck macht.“ DER TEUFEL TRÄGT PRADA kommt genau zur richtigen Zeit. „Fashion ist jetzt von universellem Interesse“, sagt Produzentin Wendy Finerman. „Die neuen Kollektionen aus Paris sind nur wenige Stunden nach ihrer Präsentation im Internet anzusehen. Dann werden sie kopiert und auf der ganzen Welt angeboten.“
Regisseur David Frankel: „Mode ist ein dauerndes Jagen nach dem letzten Schrei.
Das macht sie so fantastisch und gleichzeitig so schrecklich. Wenn wir alle meinen, dass wir nichts Anständiges zum Anziehen im Kleiderschrank haben, dann ist die Fashionwelt erfolgreich.“
Meryl Streep: „Die Leute lieben Mode. Sie schauen sich die Magazine und Werbeplakate an. Es ist interessant, hinter die Kulissen zu schauen und zu sehen, wo der Spaß in dieser Branche anfängt und wo er aufhört.“
Die Geschäftsleute machen sich da keine Illusionen. Das Mode-Business ist harte Arbeit und die Vermarktung neuer Trends verlangt nicht nur Visionen, sondern auch sehr viel Ambitionen. „Unser Film urteilt nicht über die Fashion-Welt“, sagt die Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna, die Lauren Weisbergers Bestseller-Roman für die Leinwand adaptierte. „Fashion ist ein ernst zu nehmendes Geschäft und wir zeigen die Realität.“