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    Action, Krimi | USA 2007
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      • | Produktionsnotizen

      • DAS FEURIGE TRIO: JUNGLE JULIA, SHANNA und ARLENE ...

        Die Produktion von DEATH PROOF – TODSICHER begann an einem heißen Sommertag in Austin, Texas. Drei begabte junge Schauspielerinnen – Sydney Tamiia Poitier, Jordan Ladd und Vanessa Ferlito – quetschten sich in einen kleinen roten Honda Civic mit Fließheck und kurvten über Austins Congress Avenue.

        Sydney Tamiia Poitier, die wunderschöne Tochter des Schauspielers und Oscar®-Preisträgers Sidney Poitier, spielt Jungle Julia, die hinreißende, amazonenhafte Anführerin der Truppe.

        Wie die anderen Mädels im Civic, musste Poitier einen strengen, aber fairen Casting-Prozess durchlaufen. Nach einem ersten erfolgreichen
        Vorsprechen in Los Angeles wurde Poitier nach
        Austin geflogen, um dort Tarantino zu treffen
        und bei ihm vorzusprechen.


        „Jungle Julia weiß, was sie will – und wie sie es bekommt.“(Sydney Tamiia Poitier) ...

        Poitier hatte in Jordan Ladd, die Shanna spielt, eine Fürsprecherin. Denn beide Schauspielerinnen
        waren sich schon oft auf Castings begegnet und waren durch gemeinsame Bekannte längst miteinander befreundet. Beide haben sogar schon vor DEATH PROOF – TODSICHER einmal für ein Tarantino-Projekt vorgesprochen.

        Ladd erinnert sich: „Wir wollten in Quentins ‚CSI’-Episode mitspielen, sind aber beide leer ausgegangen.“ Und weiter: „Jungle Julia wird im Drehbuch als 1,80m große Amazonen-Göttin’ beschrieben.“ Ladd nutzte daraufhin ihren Vorsprechtermin, um Poitiers Chancen zu verbessern. „Ich sagte zu ihm, ‘Hast du Sydney Poitier für die Rolle schon getestet? Julias Beschreibung passt haargenau’.“

        „Jungle Julia ist DJane für den Austin-Radiosender
        Hot Wax 505“, sagt Poitier über ihre Rolle. Sie weiß so unglaublich viel über Musik und spielt nur ihre eigenen Platten, denn sie hat über die Jahre eine gigantische Sammlung zusammengetragen. Doch sie pfeift auf Senderstatuten – sie spielt nur, was sie will und wann sie es will. So wird sie eine Berühmtheit in Austin inkl. kleiner Fangemeinde. Sie genießt es, erkannt zu werden und sucht die Aufmerksamkeit. Julia ist eine starke Persönlichkeit – eine energiegeladene Frau, die weiß, was sie will – und wie sie es bekommt.“


        „Shanna ist ein ‘Badass Party Animal’.“(Jordan Ladd)...

        Ladd ergatterte schließlich den Part von Shanna, die gelbe Rose von Texas: „Ich spiele ein Mädchen
        aus Austin, das gerne feiert“, sagt Ladd über Shanna. „Ich wurde als ‘Badass Party Animal’ beschrieben.“ Für diese Rolle musste sich Ladd, die gebürtige Kalifornierin ist, den texanischen
        Akzent aneignen. Diesen konnte sie dann auch sofort an ihrer Austin-Filmcrew testen: „Das war der ultimative Test. Niemand der Texaner fand meinen Akzent schlecht. Sie sagten Dinge wie ‘Du klingst genau wie meine Schwester’.“ Dabei musste Ladd für den Akzent gar nicht lange recherchieren: „Es gab eine Fahrerin am Set namens Peggy. Sie ist
        eine klasse Frau mit einem unglaublichen Lachen – und einem unglaublichen Akzent. Den habe ich immer imitiert, wenn Shanna betrunken wurde, das war perfekt.“

        Die Dritte im Bunde neben Ladd und Poitier ist Vanessa Ferlito, die Arlene aus Brooklyn spielt.
        Tarantino war ein Fan von ihr, seit er sie in dem mutigen Independentfilm ON_LINE (On Line) gesehen hat. Ferlito traf sich mit Tarantino, während sie in Austin MAN OF THE HOUSE (Der Herr des Hauses) drehte.

        Der Regisseur war beeindruckt: Mit ihr im Hinterkopf schrieb Tarantino das Drehbuch zu DEATH PROOF – TODSICHER. „Die Rolle wurde für mich geschrieben. Als ich das Drehbuch gelesen habe,
        fragte ich ihn ‘Machst du Witze?’. So was hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Wir haben uns zufällig getroffen und plötzlich sagte er ‘Ich habe hier diese Rolle für dich’. Das toppt alles, was man
        sich als Schauspielerin wünschen kann.“


        „Arlene führt mit Stuntman Mike eine heiße Tanznummer auf.“ (Vanessa Ferlito)...

        „Arlene trifft sich nach etlichen Jahren mit ihren
        ehemaligen College-Freundinnen“, erzählt Ferlito
        über Arlenes Beziehung zu Julia und Shanna. „Sie testen diese Freundschaft neu aus. Es ist schwierig, wenn man so viele Jahre getrennt war. Erst standen sie sich so nah, dann haben sie sich aus den Augen verloren und zu völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten entwickelt.

        Wir wollen in dieser einen Nacht herausfinden,
        was noch geblieben ist, welche Dynamik noch zwischen den Girls herrscht und wie sehr sie sich verändert haben.“ Die Rolle gab Ferlito außerdem
        die Gelegenheit, für Kurt Russells Stuntman Mike eine intime Tanznummer aufzuführen.

        Russell erinnert sich: „Ich würde nicht sagen, dass sie nervös war. Sie wollte nur nichts
        falsch machen, alles sollte richtig gut aussehen.“ Schon vor ihrem ersten Drehtag auf der Congress Avenue waren die drei Mädels eng miteinander befreundet. Denn sie hatten bereits eine zweiwöchige Probe- und Kennlernphase hinter sich.

        „Es ist mittlerweile wirklich die Ausnahme, dass man für einen Film überhaupt noch probt. Aber dass wir drei uns dann so sagenhaft gut verstanden haben, kam unseren Rollen erst recht zugute.“, sagt Poitier. „Ich glaube, es war von vornherein Quentins Masterplan, uns drei zusammen zu stecken.“

        Tatsächlich bestand der kreative Prozess bestand
        darin, die Dialoge durchzuspielen und über die
        Figuren zu diskutieren: „Wir kamen uns vor wie zu Collegezeiten, wo man bis fünf Uhr morgens gemeinsam auf dem Zimmer saß und quatschte. Das hat uns zusammengeschweißt und dieses Gefühl ist dann auch in die Rollen eingeflossen. Als der Dreh losging, war uns alles so vertraut. Normalerweise ist man am ersten Drehtag nervös und muss mit seinen Schauspielkollegen erst einmal eine gemeinsame Ebene finden.

        Diesmal war alles von Anfang an da, weil wir zwei Wochen Zeit hatten, abzuhängen, zu reden und uns richtig gut kennenzulernen.“ Ladd wurde zum Pausenclown auserkoren: „Wir haben uns gegenseitig blendend die Zeit vertrieben, soviel steht fest“, sagt Ferlito. „Wir wussten genau, wie wir uns bei Laune halten konnten. Ich sagte so was wie ‘Jordan, bring mich bitte, bitte zum Lachen’. Und sie antwortete: ‚Bin ich hier etwa der Zirkusaffe?’“


        FESSELNDE, HÖCHST VERGNÜGLICHE DIALOGE – TARANTINO - STYLE...

        Aber der Blick auf die alltäglichen Einzelheiten dient nicht nur der Unterhaltung des Publikums.
        DEATH PROOF – TODSICHER lebt von diesen Details. Tarantinos fesselnde, höchst vergnügliche Dialoge sind so lebensecht, dass man sich als Zuschauer quasi mit den Frauenfiguren identifiziert. Dawson bezieht sich auf eine der interessantesten Szenen des Films, um diesen Effekt näher zu erläutern: „Niemand sonst würde zeigen, wie ein Haufen Leute um einen Tisch herum sitzen und sich über einen
        Zeitungsartikel unterhalten“, sagt sie. „Diese Szene scheint extrem unbedeutend, doch auf diese subtile Weise macht er den Zuschauer mit einigen Schlüsselmomenten der Story vertraut.

        Man wird förmlich hineingezogen, während man einfach nur den Figuren zuhört. In Dialog-Szenen wie dieser lernt man viel über die Personen. Das finde ich beachtlich, wunderbar und es ist toll, dabei zuzusehen.“

        Dawson bringt es ganz einfach auf den Punkt: „Wir haben die besten Verfolgungsjagden, die verdorbendsten Chicks, die es jemals gab, den
        düstersten, furchteinflößendsten Killer aller Zeiten. Und der Film macht verdammt viel Spaß. Quentin hat sich selbst übertroffen.“ „Er nimmt dieses ganze Grindhouse-Konzept und untergräbt es mit seinem ausgeklügelten, künstlerischen Anspruch“, sagt Sydney Poitier, die Jungle Julia spielt. „Er hebt alles auf eine ganz andere Ebene. Es ist ein Grindhouse-Film, aber genauso eine unbeschreibliche, künstlerische Vision. Quentin ist Quentin – und er ist so, weil er die Grindhouse-Ära wirklich voll mitbekommen hat.

        Wir haben uns die Filme angesehen, die ihn beeinflusst haben. Da ist uns bewusst geworden, wie viel davon in DEATH PROOF – TODSICHER, PULP FICTION (Pulp Fiction) und KILL BILL (Kill Bill) steckt.“

        Tracie Thoms, die Kim spielt, fügt an: „Es ist ein Serialkiller-, Auto-, Action- und Quentin- Tarantino-Film – und das alles auf einmal. Der Film steckt voller brillanter Dialoge, für die
        Quentin so berühmt ist. Dann gibt es diesen verrückten Killer, der hinter dir her ist und diese irren Verfolgungsjagden und Auto-Crashs. Und
        keine Computereffekte – einfach zwei Wagen, die sich gegenseitig jagen und immer wieder rammen. Der Film hat wirklich eine Menge Action.“


        STUNTMAN MIKE...

        Quentin Tarantino verkündete wenige Wochen vor Drehbeginn auf der jährlichen Comic- und Genrefilm-Convention (Comic-Con) in San Diego, dass er Stuntman Mike mit Kurt Russell besetzen werde. Russells Fans, die ihn seit John Carpenters ESCAPE FROM NEW YORK (Die Klapperschlange) und THE THING (Das Ding aus einer anderen Welt) verehren, jubelten und feierten diese Nachricht frenetisch.

        Warum die Wahl auf Russell fiel, begründete Tarantino mit dem gemeinsamen Vertrieb von DEATH
        PROOF – TODSICHER mit PLANET TERROR: „Es wirkte alles so symmetrisch. Während ich Robert zusah, wie er seinen Film drehte, wie das Footage entstand und zusammengebastelt wurde, dachte ich, das ist zweifellos der Carpenter-Film, den er zwischen ESCAPE FROM NEW YORK (Die Klapperschlange) und THE THING (Das Ding aus einer anderen Welt) hätte drehen sollen. Es war einfach unverkennbar.“

        Aber Russells Besetzung ging weit über eine reine Wertschätzung seiner Arbeit mit Carpenter hinaus. Seit seiner Zeit als Kinderdarsteller hat Russell eine enorme Bandbreite bewiesen. In DEATH PROOF – TODSICHER kann er nun eine Auszeit vom Leading-Man-Status nehmen, um einen durch und durch bösen und verschlagenen Wahnsinnigen zu spielen.

        Russell erinnert sich an ein Gespräch mit Tarantino über die Rolle: „Quentin sagte zu mir, ‘Ich möchte, dass du diesen Typen in deine Schurken-Galerie aufnimmst’. Ich antwortete, ‘Mit
        dem allergrößten Vergnügen’.“ „Stuntman Mike ist ziemlich radikal.“... (Kurt Russell)

        Anfangs ist Stuntman Mike charmant, schmeichelnd
        und flirtet, was das Zeug hält. Doch dann legt er den Schalter um und zeigt seine manische, Furcht erregende Seite. Eine Figur mit einer so großen emotionalen Bandbreite zu spielen, die so verhaltensgestört ist, war für Russell eine große Herausforderung: „Am meisten Spaß hat es mir gemacht, diese Figur gemeinsam mit Quentin zum Leben zu erwecken.

        Stuntman Mike ist wirklich anders als alles, was ich bisher gespielt habe. Bei dem Gespräch fielen einige Schlagworte, die ich mir wirklich zu Herzen genommen habe. Außerdem fand ich es gut, dass man nicht ahnt, welche Richtung der Film letztlich einschlägt, zumindest, was meinen Part angeht. Auf jeden Fall bleibt die Figur sich treu, und das bedeutet, sie ist ziemlich radikal.“

        Zur Freude seiner Co-Stars legte Russell die Rolle während der Drehpausen ab. „Er kam jeden Tag mit einem fetten Grinsen ans Set, lachte die ganze Zeit und hatte soviel Spaß mit dem, was er hier machte“, sagt Sydney Poitier.

        „Er hat so eine warmherzige Set-Atmosphäre geschaffen. Jedesmal, wenn er und Quentin zusammen waren, herrschte Bombenstimmung. Sie haben ja beide dieses kräftige Lachen. Von Kurt könnte ich stundenlang weiterschwärmen.“


        DAS TROTTELIGE TRIO: DOV, OMAR und NATE...

        Zu den drei Schauspielerinnen gehören die passenden Verehrer: Eli Roth, Michael Bacall und Omar Doom. Ladd genoss es, sich im Film an Autor und Regisseur Eli Roth ranzumachen, für den sie bei seinem furiosen Durchbruch, dem Horrorfilm CABIN FEVER (Cabin Fever) vor der Kamera gestanden hatte. „Wir wussten ja damals nicht, dass CABIN FEVER so ein großes Publikum finden würde und haben so zusammen diese großartige Erfahrung mit dem Horror-Genre und seinen Fans gemacht. Und
        jetzt sind wir hier wiedervereint“, sagt Ladd.

        „Eli spielt den Typen, der mir im Texas Chili Parlor an die Wäsche will. Es war total spaßig mit ihm. Wir haben uns gegenseitig die ganze Zeit gekniffen, weil wir einfach nicht glauben konnten, dass wir hier zusammen an Quentins Set waren. Ich bin so lange mit Eli befreundet, es war einfach toll, dass kreativ zu nutzen. Er steht auch Quentin sehr nah, wir sprechen alle irgendwie dieselbe Sprache.“

        Tarantino hat Roths immens erfolgreichen Horrorfilm HOSTEL (Hostel) produziert. Roth
        wiederum opferte extra eine Woche der Vorproduktionszeit von HOSTEL 2, um bei DEATH
        PROOF – TODSICHER dabei sein zu können. „Ich dachte, wenn ich jemals schauspielern sollte, dann nur für Quentin Tarantino. Wenn Tarantino anruft, lässt man einfach alles stehen und liegen.“

        „Dov ist ein ziemlich dämlicher, jüdischer Kerl,
        der nicht mal eine Frau ins Bett kriegen würde, wenn’s um sein Leben ginge“, scherzt Roth. „Erstaunlicherweise hat Quentin mir diesen
        Part zugedacht. Es kommt mir auch so vor, als
        hätte ich mich 34 Jahre lang auf diese Rolle
        vorbereitet. Wir sitzen in dieser Bar, versuchen
        vor den Mädels cool zu sein, aber das geht total in die Hose.“

        Michael Bacall, ein Schauspieler und Autor, spielt Omar, das Objekt von Julias Desinteresse: „Michael ist mein Toy-Boy, was ich irre finde, denn wir geben ein ziemlich sonderbares Paar ab“, lacht Poitier. „Er ist etwa 30 Zentimeter kleiner als ich. Dann wurde er in Klamotten gesteckt, in denen er lammfromm aussieht, und in die Ecke gestellt. Julia missbraucht ihn richtiggehend. Er hat nicht viel zu sagen, kaum Dialog, dafür spricht sein Gesichtsausdruck Bände.“

        „Omar ist relativ entspannt, verglichen mit seinen
        Kumpels“, sagt Bacall. „Er spielt Gitarre in einigen Bands aus Austin. In diesem speziellen
        Moment seines Lebens bemüht er sich sehr um Anschluss, stellt sich dabei aber ziemlich dämlich
        an. Dennoch sieht es so aus, als ob er zum Zuge kommt, allerdings nicht so, wie er sich das vorgestellt hat.“

        Bacall, der mittlerweile als Schriftsteller arbeitet, hat schon in Tarantinos für den Emmy
        nominierter „CSI“-Episode mitgespielt. Außerdem war er als Kinderdarsteller in einigen TVSerien dabei und hatte neben Faye Dunaway eine Hauptrolle in WAIT UNTIL SPRING, BANDINI (Warte bis zum Frühling, Bandini).

        Der Musiker Omar Doom von der New Yorker
        Band Doomington gibt in DEATH PROOF – TODSICHER sein Kinodebüt als Nate. „Nate ist der einzige, der tatsächlich eins der Mädchen kriegt“, sagt Doom. „Alle anderen geben sich die größte Mühe, aber es gelingt keinem. Ich habe Glück.“

        Rose McGowan, die Cherry in PLANET TERROR spielt, hat in DEATH PROOF – TODSICHER eine kleine Rolle als Pam, ein Hippie-Girl, das ihr angekratztes Ego mit Alkohol aufpoliert. McGowan wollte unbedingt in beiden Filmen dabei sein: „Tarantino und Rodriguez, das ist eine Superpower-Kombi. Da fliegt einem anständig was um die Ohren für’s Geld.“

        Monica Staggs, Daryl Hannahs Stunt-Double in KILL BILL (Kill Bill), spielt Lanna-Frank. Elise und Electra Avellan sind hier wie in PLANET TERROR als The Babysitter Twins zu sehen.

        Tarantino selbst spielt Warren, den Besitzer des
        Texas Chili Parlor. Doch auch die schönsten Dreharbeiten müssen mal ein Ende haben. Und das dicke Ende kam tatsächlich. Eine düstere Wolke zog über der Produktion auf, denn die Mädchentruppe
        wusste natürlich, dass ihr Schicksal in einer schrecklichen Crash-Sequenz besiegelt werden würde. So ist nun mal das Leben, wenn man einen Serialkiller-Film dreht.


        „Überlasst es Quentin Tarantino, dieses Genre komplett neu zu erfinden!“ (Eli Roth)...

        „Der Film ist witzig, schnell und sehr, sehr
        beängstigend“, sagt Roth über DEATH PROOF – TODSICHER. „Beim Lesen des Drehbuchs lief es mir eiskalt den Rücken herunter. Horrorfans wissen, dass der Serialkiller-Film – Entschuldigung für das Wortspiel – zu Tode gefilmt wurde. Ich sage nur: Überlasst es Quentin Tarantino, dieses Genre komplett neu zu erfinden, so wie er auch den Gangsterfilm neu erfunden hat, und mit KILL BILL den Karate- und Martial-Arts-Film. Jetzt ist der Serialkiller- Film dran. Quentin hat die Messlatte verdammt hoch gehängt und neue Maßstäbe gesetzt.“

        Zu diesen Maßstäben gehört auch die clevere Erzählweise, die das Publikum mit den persönlichen Dramen einlullt, um es dann umso gewaltiger Krachen zu lassen. Seitenweise Dialoge, Kämpfe, Pläne und persönliche Eigenheiten werden in einem Alkohol berauschten, trüben, gewalttätigen Augenblick zunichte gemacht.

        Um die blutigen Details kümmerten sich der Meister der Spezialeffekte und Make-Up-Künstler Greg Nicotero und sein Team von KNB. Nicotero hat schon bei KILL BILL (Kill Bill), FROM DUSK TILL DAWN (From Dusk Till Dawn) und PULP FICTION (Pulp Fiction) mit Tarantino zusammengearbeitet. Von den Opfern im Film wurden Ganzkörperabdrücke gemacht, was den Schauspielern einen morbiden Blick auf das Schicksal ihrer Figuren erlaubte und KNBs ganz eigentümliche Art der Filmmagie entfalten ließ.

        „Mit KNB zu arbeiten war großartig“, sagt Poitier. „Zuerst hatte ich ein bisschen Angst, weil ich wusste, dass sie eine komplette Gesichtsmaske herstellen würden. Ich dachte, ich bekäme Platzangst, aber sie haben sich sehr bemüht, um es wie eine wunderbare Spa-Erfahrung erscheinen zu lassen. Das war es zwar nicht wirklich“, witzelt
        sie, „aber sehr interessant. Sie nehmen einen auf eine Studio-Tour mit und zeigen einem alles, was sie dort herstellen. Ihr Zeug wirkt so realistisch und ist so cool! Die Dummies entpuppten sich als absolut großartig. Nach dem Blutbad mochte ich sie mir aber nicht mehr ansehen, weil sie so echt aussahen. Das wäre wirklich zu abgefahren und fürchterlich gewesen.“

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