In THE CONTRACT stehen die legendären Schauspieler John Cusack und Oscar®-Gewinner Morgan Freeman erstmals gemeinsam vor der Kamera. Ihre gegenseitige Bewunderung und der Respekt für die Leistungen des Anderen machten den Film überhaupt erst möglich. Und es war ein Glücksgriff: Ihre gemeinsamen Szenen gaben den ohnehin packenden Szenen eine besondere Intensität. In einer Kleinstadt mitten in Amerika leidet ein Junge unter dem Verlust seiner Mutter. Sein Vater nimmt ihn mit auf einen Campingausflug, wo sie in ungeahnte Schwierigkeiten geraten, als sie auf einen gefährlichen Auftragskiller stoßen. Die Familienbande zwischen dem Jungen und seinem Vater und ihr Umgang mit dem Killer Frank Carden stehen im Mittelpunkt von THE CONTRACT, einem actiongeladenen Survival-Thriller.
Dieses zentrale Thema war es auch, was den mehrfach prämierten Filmemacher Bruce Beresford auf den Stoff aufmerksam werden ließ. „Auf der einen Seite handelt es sich bei dem Film um einen aufregenden Thriller und eine ziemlich wilde Verfolgungsgeschichte, andererseits erzählt er aber auch die berührende Story der Beziehung zwischen drei Menschen“, meint Beresford. Der Regisseur ist bekannt für seine intensive und unmittelbare Arbeit mit Schauspielern. Line-Producer Les Weldon war höchst beeindruckt davon, Beresford bei der Arbeit zuzusehen. Er sagt: „Bruce ist ein Schauspieler-Regisseur. Er kommt an das Set und arbeitet wirklich mit den Darstellern. Er ist der einzige Regisseur, den ich kenne, der sich bei einer Klappe nicht hinter einem Monitor verschanzt, sondern so nah wie möglich bei seinen Schauspielern ist, um sicherzustellen, dass ihre Leistungen seinen Vorstellungen entsprechen.“
Morgan Freeman wurde gegen seinen Typ als bösartiger Killer besetzt, ein krasser Gegensatz zu den Rollen, für die er bekannt ist. Freeman sah das als große Herausforderung, betont aber, dass er mit diesem Part nicht wirklich Neuland betritt: Seinen Durchbruch – und seine erste Oscar®-Nominierung – sicherte er sich 1987 mit der Darstellung eines unberechenbaren Zuhälters in STREET SMART („Glitzernder Asphalt“). Freeman erzählt: „Schwere Jungs sind für Schauspieler meistens interessanter zu spielen. Man muss mehr machen, ein Bösewicht hat meistens mehr Schattierungen als ein Held. Die guten Jungs sind vor allem das – gut.“
Cusack nahm die Rolle des kleinstädtischen Sportlehrers Ray Keene an, um sich die Gelegenheit nicht nehmen zu lassen, mit Morgan Freeman, einem seiner großen Vorbilder, vor der Kamera zu stehen. Cusack sagt: „Er ist einer meiner Lieblingsschauspieler, also ist es eine große Ehre, mit ihm gemeinsam zu spielen.“ Freeman ist ein wahrer Hollywoodprofi, und Cast und Crew genossen seine Professionalität und Großzügigkeit. „Morgan Freeman ist womöglich der beste Schauspieler, den es zurzeit gibt. Er ist professionell, aufregend, ein durch und durch toller Mensch“, sagt Danny Lerner. Stephen Katz und John Darrouzet, die auch als ausführende Koproduzenten auftreten, schrieben das Drehbuch. Nach ein paar vergeblichen Anläufen fand der Stoff sein Zuhause bei Millennium Films, eine Tochterfirma von Nu Image, für die Bruce Beresford und Morgan Freeman bereits in der Vergangenheit gearbeitet hatten. Nu-Image-Gründer und Produzent Avi Lerner setzte große Erwartungen in den Film – eben aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller. THE CONTRACT wurde im Sommer 2005 in Bulgarien und dem US-Bundesstaat Washington gedreht. Zum Glück hatte die Produktion durchgehend ansprechendes und wunderbares Wetter. Dabei handelte es sich um eine wahrhaft internationale Produktion. Besetzung und Stab setzten sich aus Menschen aus der ganzen Welt zusammen. So sind Regisseur Beresford, Cutter Mark Warner und Ausstatter Herbert Pinter allesamt aus Australien, Freeman und Cusack sind Amerikaner, Kameramann Dante Spinotti (Oscar®- Nominierung für „L.A. Confidential“ und „The Insider“) kommt aus Italien, und der Rest der Crew stammt aus dem ehemaligen Ostblock.
Der Film markiert das Schauspieldebüt des jungen Darstellers Jamie Anderson. Ihm gefiel die Rolle des mit Problemen belasteten Jungen – und natürlich die Gelegenheit, mit solch großartigen Kollegen zu arbeiten. Beresford meint: „Zum ersten Mal sah ich ihn beim Vorsprechtermin, bei dem sich etwa 40 Jungs vorstellten. Er war gut, sehr natürlich, und er sah John Cusack ein bisschen ähnlich. Er verfügte über keinerlei Ausbildung, aber er machte instinktiv alles richtig. Und er ist ziemlich smart und versteht sehr schnell, was man von ihm will.“
Herbert Pinter zeichnet für das Szenenbild verantwortlich. Gerade die große Anzahl von Außenmotiven empfand er als große Herausforderung. Er hatte dabei die Aufgabe, das im Drehbuch nur grob beschriebene Terrain zu finden und für den Dreh kameragerecht herzurichten. Er erklärt: „Im Drehbuch heißt es in einer Szene, dass sie eine Schlucht über einen umgestürzten Baum überqueren. Wir mussten also eine passende Schlucht finden, hatten aber kein Glück. Dafür stießen wir auf eine Felsmoräne, die sehr ungewöhnlich war. Wir konnten Bruce dafür begeistern, und dann hatten wir die Herausforderung zu bewältigen, eine Brücke darüber zu bauen.“
Kameramann Dante Spinotti drehte die zahlreichen Nachtaufnahmen des Films tagsüber und setzte dabei eine experimentelle Technik mit extremer Ausleuchtung ein. Bei der Nachbearbeitung entstanden so Bilder, die trotz ihrer Dunkelheit eine enorme Tiefe aufwiesen. Spinotti ist bekannt für seinen innovativen und professionellen Stil, der bei jedem Film, den er dreht, zum Einsatz kommt. Beresford sagt: „Ich habe vor THE CONTRACT schon zweimal mit ihm gearbeitet. Er hat ein unvergleichliches Talent, meine Storyboards und Ideen in seinen Einstellungen so umzusetzen, dass sowohl die Figuren herausgearbeitet werden als auch die visuelle Wirkung ihre maximale Wucht erfährt.“ Mark Warner, der mit Beresford zuvor bereits an DOUBLE JEOPARDY („Doppelmord“, 1999) und dem Oscar®-prämierten DRIVING MISS DAISY („Miss Daisy und ihr Chauffeur“, 1989) gearbeitet hatte, war Cutter des Films.
THE CONTRACT ist ein aufregender Thriller, ein wilder Ritt voller emotionaler Relevanz und mit exzellenten Leistungen von Cusack, Freeman und Newcomer Jamie Anderson. Spinotti meint dazu: „Der Film funktioniert auf drei Ebenen, die menschlichen Beziehungen zwischen den drei Hauptfiguren sind wunderbar, dazu kommt die Natur, die eigentlich eine weitere Hauptrolle spielt, weil die Handlung in ihr eingebettet ist. Und es gibt viel Action zu sehen.“ „Der Film macht einfach Spaß“, meint Lerner abschließend.