Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:09 Uhr
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    Action, Science Fiction | USA 2007
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      • | Action & Stunts

      • „Ich habe nie gedacht, dass ich mich jemals in einem Actionfilm solcher Größe wieder finden würde”, sagt Shia LaBeouf. „Nicht dass ich mich loben will, aber 90 Prozent aller Schauspieler, die ich kenne, hätten das nicht hinbekommen, was Megan und ich in diesem Film gemacht haben. Es gibt viele Actionstars, die nicht so dumm gewesen wären“, lacht LaBeouf, „sich vom Dach eines 15stöckigen Hochhauses hängen zu lassen - nur mit einem Kabel gesichert, während unter einem der Asphalt wartet. Es war absoluter Irrsinn!“

        Bays Begeisterung für monströs große Stunts scheint jedes Mal in seinen Filmen auch die Besetzung anzustecken. Früher oder später lassen sich die Schauspieler auf Akrobatik und körperliche Herausforderungen ein, an die sie normalerweise nicht mal denken würden.

        Selbst der über 60 Jahre alte Jon Voight mochte die „körperliche Seite der Rolle.“ Wie der Rest der Besetzung rannte er los, wenn es sein musste, und ließ sich buchstäblich hinfallen, falls es auf dem Plan stand. In einer Szene, in der sein Part ernsthaft verletzt wird, schockte Voight die Crew als er sich so auf den Betonboden des Studioateliers schmiss als wäre er tatsächlich von einer verirrten Kugel getroffen worden.“
        „Er konnte mit allen 20jährigen in diesem Film mithalten“, sagt Michael Bay.

        „Ich denke, Jon wollte uns das Leben schwer machen“, sagt Anthony Anderson, „und dafür sorgen, dass wir Jüngeren schlecht aussehen. Michael hat dann Tyrese und mich angeschaut und gesagt: ‚Wenn Jon da runter rennen kann, dann könnt ihr da runter rennen!’“

        „Zu Jon habe ich gesagt“, witzelt Anderson, „er soll’ es langsamer angehen, sonst bricht er sich noch die Hüfte.“

        „Es ist wie Spielen in der Kindheit“, sagt Voight. „In meiner Kindheit habe ich Slapstick-Komödien geliebt, und ich bin immer noch beeindruckt, wenn Leute etwas Außergewöhnliches mit ihrem Körper anstellen. Schockierendweise bin ich so langsam doch etwas zu alt dafür. Aber ich mag es trotzdem. Wenn ich die Leute hörte, wie sie erstaunt riefen: ‚Hey, habt ihr das gesehen?’, habe ich geantwortet: ‚Jungs, noch kann ich mitspielen!’ Wir sind ja schließlich nicht im Cirque du Soleil.”

        LaBeouf bekam die Rolle von Sam Witwicky während der Dreharbeiten zum DreamWorks-Thriller „Disturbia”. Zu dieser Zeit wog er 65 Kilo und musste trotz der Anstrengungen beim Drehen des Thrillers seinen Körper noch weiter auf Vordermann bringen, um sich auf seinen Job bei Michael Bay vorzubereiten. Drei Monate trainierte er fünf Tage die Woche und hatte 12 Kilo reine Muskelmasse zugelegt, als er am Set in New Mexico erschien. An seinem ersten Nachmittag musste LaBeouf eine Szene drehen, in der er bei einer baufälligen Sägemühle von Wachenhunden gejagt wird. Und ihm wurde schmerzhaft klar, dass sein auf Muskelmasse ausgelegtes Training nicht das war, was er brauchte. Seine Rolle verlangte vielmehr nach Ausdauer und Schnelligkeit.

        „Es ging nur ums Rennen. Ich hätte lieber Gymnastik und kein Bodybuilding machen sollen. Und außerdem gab es ja auch noch die Schmerzgrenze, auf die man sich nicht vorbereiten kann“, lacht LaBeouf.

        Die Schauspielerin Megan Fox schwört, dass sie während der Dreharbeiten allein durch Rennen und Krafttraining, das die Rolle erforderte, fünf 5 Kilo Muskeln zulegte. Hochachtung hatte sie zudem vor dem Kamerateam, das bei dem enormen Tempo Schritt hielt „Sie verdienen großen Respekt allein dafür, dass sie uns immer wieder folgen konnten“, sagt Fox. „Sie gaben uns eine allgemeine Richtung und wir rannten los, aber bei einem Film dieser Größenordnung und aus vollem Lauf ist es fast unmöglich die exakten Markierungen zu treffen.“
        LaBeouf bezeichnet Ken Bates (Koproduzent/Stunt Coordinator/Second Unit Regisseur) als seinen Retter. „Er ist der einzige Grund, dass ich noch am Leben bin“, witzelt LaBeouf.

        Bates allerdings widerspricht: „Shia war extrem konzentriert. Er ist kräftig, sportlich und klug. Er passt auf und folgt den Anweisungen. Er hat Respekt vor unserer Arbeit, was ihm sehr dabei geholfen hat, seine eigenen Stunts besser durchzuführen.“

        Als Bay LaBeouf fragte, ob er einen Stunt auf dem Dach eines Gebäudes selbst machen wollte, wusste er schon vorher, dass der junge Star das Angebot niemals abschlagen würde. Um LaBeouf vorzubereiten, sicherte Bates ihn mit einem Kabel, um ihm ein Gefühl für das Sicherheitssystem zu geben, und ließ ihn auf einer schmalen Mauer laufen. Als sich der junge Schauspieler an die Kabel gewöhnt hatte, brachte Bates ihm bei, sich nur auf die Mauer vor ihm zu konzentrieren und auf nichts anderes zu achten. Und nachdem LaBeouf sicher auf einer Planke war, nahm ihn Bates mit aufs Dach.“

        „Alles was man auf dem Dach sieht ist Shia”, sagt Bates. „Inmitten der Explosionen durch ausgelöste Sprengladungen behielt er die Ruhe und konzentrierte sich. Es war eine persönliche Herausforderung von Bay an Shia und Shia ging als Gewinner daraus hervor.“

        „Aber im Grunde muss sich daraus einlassen, denn Michael ist immer sehr nah dran am Gesicht der Schauspieler“, sagt LaBeouf. „Wobei das Beste ist, dass die Kameras in diesen Szenen in kugelsicheren Boxen stecken, damit sie nicht beschädigt werden, und man sich fragt, ob das die richtigen Prioritäten sind: ‚Warum habe ich keine kugelsichere Box?’“ lacht er.

        Eine der gefährlichsten Sequenzen des Filmes waren die Dreharbeiten am Ende der Interstate-Autobahn 210, die im Augenblick noch den Namen Foothill Freeway trägt. Viele Film- und Fernsehproduktionen drehen auf diesem Teil des Freways in San Bernardino, nahe der 215 Abzweigung, weil dieser Teil noch immer nicht fertig gestellt ist. Diese Sequenz hatte Bay von Anfang an im Kopf – Roboter, die sich bei 120 Stundenkilometern verwandeln – und Bates und er arbeiteten unermüdlich an einem Stunt, der Bays Verfolgungsjagd über den MacArthur Causeway (die Verbindung von Miami und Miami Beach) in „Bad Boys II” noch übertreffen sollte.

        Im dritten Akt beginnt eine Verfolgungsjagd, als Megatron® klar wird, dass Sam, Mikaela und die Auobots® mit dem „Allspark” entkommen sind. Trotz genauer Planung hatte das Stunt-Team nur einen Tag, um die Verkabelung für den Bus-Stunt in dieser Sequenz tatsächlich zu testen.

        In dieser Sequenz fährt Stuntman Richard Epper den Bus und Bates folgt ihm mit einem Kamera-Auto, das von der Crew liebevoll auf den Namen „Bay Bomber” getauft wurde: ein kleiner, aufgemotzter Gokart, der so flach gebaut ist, dass man damit die Fahrt eines Autos aus der „Ich – Perspektive“ aufnehmen kann.

        „Richard wird durch Schleppen auf 90 km/h beschleunigt“, beschreibt Bates den Stunt. „Wenn er die Geschwindigkeit erreicht, stellt er den Bus quer, löst eine Sprengladung aus und kappt das Abschleppkabel. Bei der Explosion bricht der Bus in zwei Hälften und schliddert seitwärts über die Straße. Zu diesem Zeitpunkt zündet Richard eine weitere Sprengladung, die drei Kanonen im Ende des Busses auslöst und das Busheck in eine wilde Serie von Überschlägen schickt. Der vordere Teil des Busses trifft derweil auf die Leitplanke auf dem Mittelstreifen, springt hoch und stürzt wieder runter.“

        „So etwas wie diese Bussequenz auf der 210 hatten wir noch nie zuvor gemacht“, sagt Bates. „Und obwohl wir alles bis ins letzte Detail geplant hatten, wussten wir nicht, wie sich der Bus tatsächlich verhalten würde. Fraziers Leute xhatten einen separaten Satz Räder an der Front des Busses angebracht, um Richard beim Auseinander brechen des Busses das Bremsen zu ermöglichen und ihm eine gewisse Kontrolle zu bieten. Niemand wusste genau, was passieren würde, aber die Effektjungs haben uns gut aussehen lassen.“

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