FILMDETAILS | Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Komödie,
Liebesfilm
| USA 2005
WERBUNG
| Mutter und Therapeutin
„Sie können jetzt sehen, dass Ihre Therapeutin auch eine total verrückte Familie hat.“ - Lisa
Nichts ist komischer als die gute alte Therapiesitzung. Aus diesem Grund finden die witzigsten Szenen des Films in Lisas Behandlungszimmer statt. „Die Therapiesitzungen markieren die Höhepunkte des Films“, findet auch die Produzentin Jennifer Todd. „Damit diese Szenen auch tatsächlich als Höhepunkte funktionieren, wollten wir die beiden weiblichen Hauptrollen mit den besten Schauspielerinnen besetzten, die wir bekommen konnten. Und wir hatten das Glück, die allerbesten zu bekommen. Und dennoch, meine ich, ist es Ben Younger mit seinem Film gelungen, ihn genau auf der Mitte zwischen einem Hollywood-Hochglanz-Blockbuster und einer New Yorker Independent-Produktion anzusiedeln.“
„Es klingt allmählich sicherlich etwas abgeschmackt, wenn man über Meryl Streep in Superlativen spricht“, gibt Ben Younger zu. „Aber es ist doch unglaublich beeindruckend, ihrem grandiosen Spiel zuzusehen. Was sie einem anbietet, ist vom ersten Moment an perfekt. Es ist genau auf den Punkt gebracht. Es ist genauso, wie man es sich beim Schreiben des Drehbuchs vorgestellt hat. Das, was andere Darstellerinnen erst nach ungefähr zehn Takes annähernd schaffen, liefert sie sofort ab – und dann noch eine elaboriertere Version davon, an die man noch gar nicht zu denken wagte. Erstaunlich!“
Für Streep bot sich mit der Rolle der Dr. Lisa Metzger eine willkommene Gelegenheit, einmal wieder ihren komödiantischen Muskel zu trainieren. Nichtsdestoweniger verständigte sie sich mit ihrem Regisseur darauf, ihre Darstellung nicht konsequent auf Lacher anzulegen, um den durchaus ernsten Konflikt, den die Therapeutin in sich austrägt, nicht vollends zu denunzieren. Die Komik sollte sich nicht durch den Einsatz der Brechstange einstellen, sondern vielmehr wie von selbst aus der Situation erwachsen. Lisa ist eine Frau, die in ihrem Leben zwei ganz unterschiedliche Rollen zu spielen hat. „Als Therapeutin“, so Streep, „muss sie sich wirklich in ihre Patienten hineinversetzen, sie muss versuchen, deren Sorgen und Nöte zu verstehen, und sie muss sich gleichzeitig darüber im Klaren sein, dass sie zu ihnen eine intime Beziehung unterhält, für die sie die Verantwortung trägt. Ihre Mutterrolle liegt dazu manchmal ziemlich quer. Als Mutter sieht man die eigenen Kinder oft immer noch als Kinder, obwohl sie offensichtlich keine mehr sind. Man läuft somit Gefahr, ihre Bedürfnisse zu verkennen.“ „Lisa muss im Verlauf der Geschichte manchmal auf durchaus schmerzhafte Weise erfahren“, so ergänzt Jennifer Todd, „dass sie das Leben ihres erwachsenen Sohnes nicht mehr kontrollieren kann und darf. Sie lernt schließlich zu akzeptieren, dass er zuweilen Entscheidungen trifft, die mit ihren eigenen Vorstellungen ganz und gar nicht übereinstimmen.“
„Bevor ich am Set mit Meryl zusammentraf, war ich unglaublich nervös“, gibt Uma Thurman zu. „Denn sie war für mich immer ein Vorbild, ihre Filme haben mich dazu inspiriert, Schauspielerin zu werden. Meine Nervosität ist dann aber relativ schnell verflogen, denn Meryl ist eine so freundliche, warmherzige, unprätentiöse und auch äußerst humorvolle Person.“ Regisseur Ben Younger kann es noch immer nicht fassen, dass er für seinen Film eine so hochkarätige Besetzung verpflichten konnte: „Als Filmemacher denkt man, dass man erst eine Menge Lorbeeren ernten muss, bevor man mit jemandem wie Meryl Streep, der, wie ich finde, größten lebenden Schauspielerin, zusammenarbeiten darf. Die einzige Schattenseite meines großen Glücks besteht darin, dass es in dieser Hinsicht nun keine Steigerungsmöglichkeit mehr gibt. Ich muss also irgendwie versuchen, Meryl für jedes meiner kommenden Projekte zu gewinnen.“