FILMDETAILS | Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Komödie,
Liebesfilm
| USA 2005
WERBUNG
| Der richtige Mann
„Was Du Dir, mal ganz nebenbei gesagt, übrigens abgewöhnen solltest: Sätze, die mit ‘Meine Mom sagt immer ...’ anfangen.“ - Rafi zu David
Wo eine kontrollsüchtige Mutter ist, da gibt es auf jeden Fall auch einen überwachten und davon in der Regel ziemlich genervten Sohn. Nachdem man die weiblichen Hauptrollen mit zwei absoluten Topstars besetzt hatte, machten sich Ben Younger und die Todd-Schwestern auf die Suche nach einem geeigneten Darsteller für die Rolle Davids. Diese Suche gestaltete sich gar nicht so einfach, denn, so Jennifer Todd, „der betreffende Schauspieler musste gleich mehreren, zum Teil etwas widersprüchlichen Ansprüchen genügen. Es sollte sehr jung sein, also jugendliche Naivität glaubhaft verkörpern können, zugleich aber auch sehr professionell und charismatisch, so dass er neben solchen Größen wie Meryl und Uma bestehen konnte.“ „Unser David“, ergänzt Younger, „sollte einerseits über eine reife männliche Ausstrahlung verfügen und andererseits über eine gewisse unverfälschte jungenhafte Unbedarftheit.“ Mit anderen Worten, man verlangte die Quadratur des Kreises. Umso erstaunlicher, dass man jemanden ausfindig machte, der all diesen Kriterien entsprach, nämlich den jungen, noch relativ unbekannten Bryan Greenberg, der bis dahin, abgesehen von einigen Gastauftritten in diversen TV-Produktionen, lediglich zwei feste Rollen in den Serien „One Tree Hill“ und „Unscripted“ aufzuweisen hatte. „Er war, ganz ehrlich gesagt, sicher nicht der erste, an den ich gedacht hatte“, gibt Regisseur Younger unumwunden zu. „Doch als ich ihn Uma vorstellte, merkte ich sofort, dass zwischen den beiden die Chemie stimmte. Das hat mich echt umgehauen. Es stimmte einfach alles.“
Als David Greenberg das Skript zum ersten Mal las, war er bass erstaunt über die Ähnlichkeiten Davids mit ihm selbst. Und die Schnittmenge zwischen dem Darsteller und seinem Charakter ist wirklich erstaunlich groß, denn Greenberg ist selbst streng jüdisch erzogen worden, lebte selbst, während er an der dortigen Universität studierte, fünf Jahre lang in New York, und seine Eltern arbeiten beide als Psychologen.
„Bryan hat uns von Anfang an gefallen“, erinnert sich die Produzentin. „Bei den Leseproben sagte er immer wieder, ‚Ich kenne diesen Typen, ich kenne ihn ganz genau.’ Er war sehr glücklich mit dieser Rolle.“ Greenbergs Zuversicht zahlte sich aus: Er bekam die Rolle. „Ich wäre dafür durch einen brennenden Reifen gesprungen“, gesteht er. „Als man mir mitteilte, dass ich dabei sein würde, hätte ich vor Freude am liebsten Purzelbäume geschlagen. Das erste, das ich dann aber getan habe, war, meine Mutter anzurufen. ‚Mom’, sagte ich zu ihr, ‚ich habe den Job tatsächlich in der Tasche, und Dich spielt Meryl Streep.’ Und sie antwortete nur mit einem lauten ‚O mein Gott.’“ Im Anschluss daran reiste Greenberg nach New York, um sich dort auf seine Rolle vorzubereiten. „Ben“, so erklärt er diesen Schritt, „wollte, dass ich New Yorker Luft schnuppere und mit ihm und seiner Familie gemeinsam einige Tage im Big Apple verbringe. Ich sollte auch den „New Yorker“ lesen und sogar einige Malversuche unternehmen, denn David ist im Film ja ein sehr talentierter Künstler.“
Bryan Greenberg sah den gemeinsamen Szenen mit der Schauspiellegende Meryl Streep etwas furchtsam entgegen. Im Nachhinein jedoch beschreibt er die Zusammenarbeit mit ihr als „überraschend bequem. Ich ging in die Szene hinein und musste eigentlich gar nicht viel machen, da sie mir fast die ganze Arbeit abnahm. Ich konnte mich eigentlich vollkommen treiben lassen.“ Auch Meryl Streep hat die Arbeit mit ihrem jungen Kollegen durchaus genossen. „Bryan ist ein sehr offener Typ“, erklärt sie. „Er reagiert sehr spontan und instinktiv und hat ein wunderbares Gespür für Timing.“ Und sie fügt lachend hinzu: „Manchmal fühlte ich mich übrigens tatsächlich ein wenig wie seine Mutter. Ich wollte ihn vor allen Schattenseiten unseres Business warnen. Ich hoffe, ihm ist das nicht auf die Nerven gegangen.“ Greenberg bedankt sich bei seinen Co-Stars dafür, das sie ihm den Weg auf die große Leinwand so leicht gemacht haben: „Es ist ein unglaubliches Privileg, mit zwei so herausragenden Darstellerinnen wie Meryl Streep und Uma Thurman arbeiten zu dürfen. Ich habe beide sehr aufmerksam beobachtet und dabei eine Menge gelernt. Ich glaube, mein Spiel hat sich durch diese Erfahrungen entschieden weiterentwickelt.“