FILMDETAILS | Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie
Komödie,
Liebesfilm
| USA 2005
WERBUNG
| Eine große Familie
„Wenn wir dies alles hinter uns haben, kannst Du sogar Jay Z mit nach Hause bringen.”
-David zu seiner kleinen Schwester Dinah
Da Ben Younger vor seiner Regiekarriere mehrere Jahre lang in den unterschiedlichsten Funktionen an New Yorker Film- und Videoproduktionen mitgewirkt hatte, engagierte er viele seiner ehemaligen Kollegen als Mitarbeiter für COUCHGEFLÜSTER. „Ich fühlte mich während der Dreharbeiten eigentlich zu keiner Zeit wie der Chef des Ganzen“, so der Regisseur, „sondern wie einer unter vielen, die diesen Film alle irgendwie als ihren eigenen betrachteten. Genauso sollte es eigentlich auch sein. Der einzige Nachteil dessen war, dass ich natürlich andauernd von meinen Ex-Kollegen auf den Arm genommen wurde. So wurde ich zum Beispiel ständig ermahnt, gefälligst hier und dort mit anzufassen, anstatt die ganze Zeit über nur faul herumzusitzen, worauf ich fast immer hereingefallen bin. Das sorgte natürlich für allerhand Gelächter. Aber ich mag es, wenn es innerhalb der Crew zugeht wie in einer großen Familie.“ Eine familiäre Stimmung herrschte auch deshalb, weil Younger es bevorzugt, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die er bereits kennt. So waren viele Angehörige der COUCHGEFLÜSTER-Crew bereits an anderen Filmprojekten des Regisseurs beteiligt: Jennifer und Suzanne Todd produzierten auch schon Youngers Kinoerstling RI$IKO – DER SCHNELLSTE WEG ZUM REICHTUM (Boiler Room, 2000), Szenenbildner Mark Ricker hatte bereits vor zehn Jahren einen seiner Kurzfilme ausgestattet, und William Rexer stand im Verlauf der letzten fünf Jahre für jeden Werbefilm Youngers hinter der Kamera.
Ben Youngers klare Vorstellung davon, wie der Film einmal aussehen sollte - eine Sicherheit, die aus seiner großen Vertrautheit mit dem Stoff resultierte - trugen wesentlich zu der entspannten, ruhigen, aber sehr konzentrierten Stimmung bei, die auf dem Set herrschte. „Ben war sich seiner Sache so sicher“, sagt Jennifer Todd, „dass auch bei allen anderen keine Nervosität oder Hektik aufkam. Er konnte jederzeit jede Frage, die an ihn gestellt wurde, ganz genau beantworten, weil er sich zuvor so lange und intensiv mit dem Projekt beschäftigt hatte. Vor allem die Darsteller profitierten sehr davon, dass der Regisseur gleichzeitig auch der Drehbuchautor war. Diese Personalunion bringt immer große Vorteile mit sich.“ „Ben weiß immer ganz genau, was er will“, meint auch Bryan Greenberg. „Aber er lässt seinen Mitarbeitern, vor allem den Darstellern, gleichzeitig auch Freiräume und ist offen für Ideen und Vorschläge. Daneben hat er ein sehr großes Herz, er ist im Grunde genommen ein Riesensoftie.“
Auch Meryl Streep und Uma Thurman finden nur lobende Worte für ihren Regisseur. „Ben ist einfach wundervoll“, begeistert sich Thurman. „Seine Klugheit und Weitsicht imponieren mir.“ Und Streep fügt hinzu: „Ben ist zwar noch sehr jung, verfügt aber über eine große innere Reife. Außerdem ließ er uns bei der Interpretation unserer Rollen große Freiheiten. Das ist für Schauspieler sehr angenehm.“ Für Ben Younger ist laut eigener Aussage ein Traum in Erfüllung gegangen, und zwar dadurch, dass er gleichzeitig mit sehr vertrauten Menschen und absoluten Weltklassestars zusammenarbeiten durfte. „Die Dreharbeiten sind mir noch nie so leicht gefallen wie bei diesem Film“, schwärmt er. „Es hat einfach alles gestimmt.“ Jetzt bleibt ihm nur noch zu hoffen, dass das Kinopublikum sich durch den Film unterhalten und angeregt fühlt: „Wenn einige Zuschauer mit einer veränderten, offeneren Haltung gegenüber unkonventionellen Liebesbeziehungen aus dem Kinosaal gehen, dann würde mich das sicher nicht stören. Ich wäre aber auch damit zufrieden, wenn die Leute einfach nur lachen oder vielleicht am Ende ein paar Tränen verdrücken. Die Hauptsache ist, dass sie auf den Film reagieren, dass der Film sie nicht ungerührt lässt.“