Thriller,
Drama
| Frankreich / Großbritannien / Südafrika / USA 2006
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| Historischer Überblick zum ANC und zum Bewaff
Der African National Congress (ANC) wurde 1912 von verschiedenen Stammes-, politischen und religiösen Gruppen gegründet als Reaktion auf die zunehmende Unterdrückung durch die Gesetze der südafrikanischen Regierung, die die schwarze Bevölkerung ihrer Rechte, ihres Landes und ihrer Freiheit beraubten.
Durch die ANC-Jugendliga, angeführt von Nelson Mandela und Walter Sisulu, schlug die Organisation ab 1949 eine radikalere Richtung ein. Im Juni 1952 startete die Jugendliga die sogenannte “Defiance Campaign”, eine nicht gewalttätige Kampagne des zivilen Ungehorsams gegen das Apartheid-Regime. Die Regierung, kontrolliert durch die rechtsnationale Partei Afrikaner National Party, reagierte mit Massenverhaftungen – wodurch dem ANC noch mehr Mitglieder zuströmten.
1961, nach dem Massaker von Sharpeville und dem darauffolgenden brutalen Ausnahmezustand, gab der ANC seine Politik des friedlichen Widerstandes auf und entschied sich für den bewaffneten Kampf: der bewaffnete Flügel (MK) wurde unter dem Namen “Mkhonto we Sizwe” – “Der Speer der Nation” – gegründet. Mandela wurde zum Oberbefehlshaber des MK ernannt. Nach einer Reihe von Sabotage-Akten gegen Regierungseinrichtungen wurde Mandela 1962 verhaftet und gemeinsam mit anderen ANC-Führern zu lebenslanger Haft auf Robben Island verurteilt. Innerhalb Südafrikas war der ANC somit – zumindest vorerst – besiegt.
Die ANC-Bewegung wurde jedoch im Exil und von Aktivisten am Leben gehalten; sie initiierten eine internationale Kampagne, um Südafrika politisch zu isolieren, und betätigten sich mit militärischen Angriffen aus dem Untergrund auch im Land selbst. 1978 gründete Joe Slovo als Chef des MK nach einer Reise nach Vietnam die “Special Ops” genannte Einheit, die sich der bewaffneten Propaganda widmen sollte. Diese Spezialeinheit führte dramatische Sabotage-Akte aus, um die weiße Bevölkerung zu demoralisieren und das Renommee des ANC unter der schwarzen Bevölkerung zu steigern.
Slovos Handverlesene Elite-Truppe hatte ihr Hauptquartier in Maputo, der Hauptstadt von Mozambique. Sie griffen die staatlichen Ölraffinerien an, die Südafrika - trotz der von den Vereinten Nationen auferlegten Sanktionen – durch die Gewinnung von Rohöl aus Kohle das Überleben ermöglichten und als Symbol der Unnachgiebigkeit der National Party galten.
Nach verschiedenen Versuchen kommandierte Motso “Obadi” Mokgabudi eine Operation, der es am 31. Mai 1980 gelang, verschiedene Ölindustrieanlagen zu bombardieren – ausgerechnet am Nationalfeiertag. Bei dem Angriff starb niemand, doch eines der getroffenen Ziele war eine große Raffinerie in der im Nordosten gelegenen Stadt Secunda. Die Explosionen und Brände sowie die Presseberichte dazu waren für den MK ein großer Propaganda-Coup; es war der erfolgreichste Sabotage-Akt in der Geschichte des bewaffneten Flügels des ANC. Die Sicherheitsbehörden der südafrikanischen Regierung schlugen zurück, indem sie auf illegale Weise die Staatsgrenze überschritten und auf die in Matola, einem Vorort von Maputo, lebenden ANC-Mitglieder zugriffen, von denen zwölf – darunter auch Obadi – getötet wurden.
Die Aktionen des MK wurden dennoch im Verlauf der folgenden zehn Jahre in Südafrika entschlossen fortgesetzt. Der bewaffnete Flügel löste sich im August 1990 formell auf, nachdem der ANC wieder zugelassen worden war. Viele der Befehlshaber des MK dienen heute in der South African Defence Force, darunter in den Streitkräften der nationalen Armee, Marine, Luftwaffe und im medizinischen Dienst.