| Die Definition von „S.H.I.T. - Die Highschool GmbH
Zu Beginn der Produktion machten sich sowohl die Darsteller als auch das Team Gedanken über das Konzept, in die eine oder andere Schublade gepackt zu werden. Für Produzent Tom Shadyac liegt es auf der Hand, dass sich das Hochschulwesen zu sehr an die Vergangenheit orientiert. „Ein College ist ein Dienstleistungsunternehmen. Man ist nicht dort, um den Lehrern zu dienen. Man ist nicht dort, um in deren Formen gepresst zu werden. Das System sollte für einen selbst arbeiten. Die Jugend von heute wächst mit der Einstellung auf, einer Erfolgsvorgabe entsprechen zu müssen: Sei gut in der Highschool, geh’ auf ein gutes College und schnapp’ dir einen lukrativen Job – aus und Ende“.
Shadyac weiß wie jeder andere, wie sich Einschränkungen durch das System anfühlen. „Wenn man einen Schritt verpasst oder einen Moment aussetzt, kann man gleich einpacken“, fährt er fort. „Das Leben besteht aber nun mal aus Fehlern. Daher ist diese Einstellung einfach nicht haltbar, und die Geschichte hat uns gezeigt, dass es viele Wege zum Erfolg gibt. Ich habe auf dem College das Hauptfach Staatsregierung belegt, weil es angeboten wurde. Niemand hat mich gefragt: ‚ Was willst du studieren?’. “ In „S.H.I.T. - Die Highschool GmbH“ und an Bs South Harmon Institute of Technology wird aber genau diese Frage gestellt.
Regisseur Pink machte sich Gedanken über die Definition: „Akzeptanz muss zunächst einmal bedeuten, dass man sich selbst akzeptiert. Danach sollte es keine Bedeutung mehr spielen, ob das eigene Selbst oder das eigene Streben mit den Erwartungen der Gesellschaft und den Institutionen, die für die Bildung verantwortlich sind, konform gehen.“ Er gibt zu, dass diese Definition von Akzeptanz in Konflikt mit dem gesamten Bildungssystem steht, das der durchschnittliche Jugendliche durchläuft. „Ich hoffe, dass die Leute sich in erster Linie mit der Idee identifizieren, dass man Erfolg haben kann, indem man das College an die eigenen Bedürfnisse anpasst, anstatt den umgekehrten Weg zu gehen.“
Bostick ist der Meinung, das „S.H.I.T. - Die Highschool GmbH” eben nicht eine dieser Teenager-Komödien ist, die nur von Besäufnissen und grotesken Szenen handeln. „In ‚S.H.I.T. - Die Highschool GmbH’ geht es tatsächlich um den Sieg der Außenseiter. Diese Story verbreitet Optimismus. Wir nennen unseren Film eine Konzept-Komödie, die an die Befindlichkeiten der Menschen appelliert.“ Dazu Justin Long: „Diese einfache Botschaft der Akzeptanz verdeutlicht, was es bedeutet, andere und sich selbst zu akzeptieren. Es ist nicht einfach eine Teenager-Komödie. Der Film besitzt Herz und trägt eine Botschaft.“ Thayer, ehemalige Musik- und Theaterschülerin an der Juilliard School, scherte aus ihrem geplanten Kursprogramm aus und stieg bei der von Comedy Central produzierten TV-Show „Strangers With Candy“ ein. Genauso wie ihre Figur Rory aus der um B gescharrten Truppe abgelehnter College-Bewerber, hat auch Thayer ihre Nische gefunden und sucht den Erfolg auf einem alternativen Weg. Ebenso gibt es Parallelen bezüglich der misslichen Lage, in der sich ihre Figur befindet: „Nichts in meinem Leben ist so gelaufen, wie ich es geplant hatte. In dieser Beziehung bin ich wie Rory. Ich dachte immer, ich wüsste, was ich machen will.“
Das Leben ist ein Abbild der Kunst, und so traf es auch Onkel Ben selbst. Denn Lewis Black bewarb sich während seiner letzten Jahre an der Highschool bei sieben Universitäten und wurde sechsmal abgelehnt. Obwohl sein eigenes Bildungsprogramm während seiner Zeit an der Highschool gut funktioniert hatte, wurden ihm Notendurchschnittsforderungen und der schlechte Rat eines wohlmeinenden Beraters zum Verhängnis. Schließlich wechselte er an die UNC Chapel Hill, die damals den Ruf hatte, eine Schule zu sein, in der man ständig Party machen kann. Dort fand er ein Zuhause, wo er endlich an seinen Begabungen arbeiten konnte.