Das Sounddesign des Films erwies sich als entscheidend für die Charakterisierung und den Realismus der animierten Sequenzen. Der Film enthielt so viele Sounds und so viel Musik und die Toncrew war so klein (freiwillig auf höchstens fünf Personen beschränkt), dass es 18 Monate dauerte, den Ton für ARTHUR UND DIE MINIMOYS fertig zustellen – verglichen mit durchschnittlich 15 Wochen bei einem gewöhnlichen Spielfilm.
Die erste Schwierigkeit, die der Sound Supervisor überkommen musste, war die Frage des Maßstabs. Guillaume Bouchateau, der leitende Sound Supervisor, sagt: „Wir mussten daran denken, was Da Vinci mal gesagt hat: ‚ein kleines Geräusch aus der Nähe gehört ist viel lauter als ein großes Geräusch, das man von weit weg hört.’ Das Problem war also herauszufinden, wie sensibel dein Gehör ist, wenn du nur ein paar Millimeter groß bist. Bei der Größe muss sich ein fallender Zahnstocher wohl anhören wie ein Baum, der zu Boden stürzt.“
Eine andere Baustelle der Ton-Crew war die Unterscheidung der unterschiedlichen Umgebungen des Films, was vom einfachen, beinahe klischeehaft organischen Klang der menschlichen Welt über die klangreiche Welt der Minimoys, „in der es von verzerrten Dschungelgeräuschen nur so wimmelte“, bis hin zur eher metallischen Stimmung in Nekropolis reichte.
Zu guter Letzt brauchte es einige Fantasie, um sich die Sprache der verschiedenen Kreaturen im Film auszudenken. Wie brüllt ein Tausendfüßler? Wie klingt ein Erdwurm oder ein Mul-Mul? Sounddesigner Alexis Place schenkte den Klängen der Mosquitos in der Schlachtszene besondere Beachtung. „Zunächst dachten wir daran, Instrumente aufzunehmen, die klingen wie wenn man auf einem Blatt bläst“, erzählt er. „Doch das Ergebnis war nicht besonders überzeugend. Deswegen fügten wir den Klang von Auto- oder Flugzeugmotoren hinzu, den wir bearbeiteten und in kleine Bestandteile auflösten. Dann ergänzten wir es noch um die Geräusche einer Hummel, die unter einer Glasglocke gefangen war. Wir mussten daraus die dynamischste Kombination finden und dabei immer etwas Neues schaffen. Generell haben wir so viele Geräusche wie möglich selbst aufgenommen statt uns auf Ton-Archive zu verlassen.“