FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Die Kaiser-Mumie erwacht
Für die Kaisermumie und die Terrakotta-Armee entwickelte das Spezialeffekte-Team eine Reihe von „flüssig-festen“ Kriegern aus Ton, die man nach Belieben verbiegen kann. Sobald sie sich bewegen, bilden sich Risse, die sich jedoch sofort wieder zu schließen beginnen.
Vor Beginn der Arbeit an der Kaisermumie wurde Jet Li mithilfe von mehreren dreidimensionalen Kameras einem Cyberscan unterzogen; es entstand ein dreidimensionales, digitales Modell des Schauspielers. Digital Domain versetzte dieses Körpermodell in Bewegung und animierte es in einem „Staccato“, um den Eindruck einer Terrakotta-Statue zu erwecken.
Cohen erläutert: „Statt Makeup einzusetzen haben wir ein dreidimensionales Abbild von Jet Lis Gesicht erschaffen, nachdem sehr komplizierte Messungen genommen worden wahren, während er die Rolle spielte. Daraus entstand eine computeranimierte Version, die sprechen kann – die Essenz eines Schauspielers aus Fleisch und Blut. Dann wurden neue Algorithmen geschrieben, um die Geometrien darzustellen, wenn etwas zerbricht und dann wieder repariert wird. Jedes Mal, wenn er spricht, bröckelt er, es ist ein konstanter Prozess.“
Da der Drachenkaiser sämtliche irdischen Elemente (Erde, Feuer, Luft, Wasser und Holz) kontrolliert, ist er ein sehr gefährlicher Gegner. Um alles noch schlimmer zu machen beherrscht er auch noch die Kunst, auf der Stelle zu heilen. Joel Hynek von Digital Domain erklärt: „Er ist von Magma erfüllt, und wenn er zerbröselt, fallen Stückchen herunter. Das Magma tritt an die Oberfläche und härtet sofort aus – so wird er wieder ein vollständiger Terrakotta-Kaiser.“
Der Trick des für die visuellen Effekte zuständigen Teams lag darin, den Kaiser in Bewegung zu setzen, ohne dass er dabei aussah wie ein Mensch, der eine Gummimaske trägt. Digital Domain führte dazu etliche wissenschaftliche Belastungstests mit Terrakotta durch. Man wollte wissen, was mit dem Material geschieht, wenn es sich ausdehnt, bröckelt und eingedrückt wird; die Ergebnisse dieser Studien wurden auf die computergenerierte Mumie und die Armee des Schreckens übertragen. Hynek sagt: „Die Terrakotta-Krieger können nicht heilen, außer sie schaffen es auf die andere Seite der Mauer; sie werden nach und nach zerfallen. Wenn sie aber die Mauer überwinden sollten, werden sie unsterblich.“