FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Legionen von Kriegern
Obwohl nur ein kleiner Teil der Terrakotta-Armee aus den Tiefen der chinesischen Erde geborgen wurde, sollten die Filmemacher alle wieder zum Leben erwecken. Digital Domain war dafür verantwortlich, sowohl die riesige Terrakotta-Armee des Drachenkaisers als auch die Foundation Army, bestehend aus den vom Kaiser getöteten Feinden, auferstehen zu lassen: insgesamt 2.5000 Foundation-Soldaten und 4.800 Terrakotta-Krieger.
„Die Foundation Army sind die guten Jungs“, erklärt Butler. „Es sind die Arbeiter, die über Jahrtausende unter der Großen Chinesischen Mauer begraben lagen. Sie erwachen als ausgemergelte Kreaturen, die wirklich beängstigend aussehen. Wie haben sie nicht einfach als Skelette dargestellt, sondern in vielen unterschiedlichen Stadien des Verfalls – von „gesunden Kerlen“ bis hin zu vollständigen „Klappergerüsten“. Das war wirklich hart, denn es ist schwer, solchen Kreaturen glaubwürdig einen guten Charakter zu verleihen.“
Das Team nahm Quellenmaterial mit antiken, einbalsamierten Körpern sowie manchmal makabres Anatomie- und Pathologiematerial zu Hilfe und analysierte Bewegungs- und Muskelaufbausysteme. „Mit diesen Recherchen“, sagt Butler, „konnten wir Werkzeuge erschaffen, die es uns erlauben, einen Körper in den verschiedensten Phasen darzustellen - angefangen von einer unverletzten, aber gealterten Form bis zu sichtbaren Muskeln oder nackten Knochen.“
Damit jede Figur sich unabhängig bewegen konnte, setzte Digital Domain eine Software namens „Massive“ ein - entwickelt von Stephen Regelous und bereits in etlichen Filmen für Schlachten verwendet, darunter auch in der „Herr der Ringe“-Trilogie. „Stephen hat hier eine Software entwickelt, die es ermöglicht, tausende lebendige Wesen darzustellen, seien sie Menschen oder andere Kreaturen“, erklärt Butler. „Jede Figur kann individuelle Entscheidungen treffen. Er nennt diese unterschiedlichen Charaktere ‚Agenten’. Jeder Agent kann, gemäß eines vom Künstler festgelegten Regelwerks, unabhängig von den anderen agieren. Der Künstler steuert also buchstäblich das Gehirn der Figur.“
Die Original-Terrakotta-Krieger waren dazu die Vorlage, denn jeder einzelne der echten Soldaten wurde mit einem individuellen Gesicht, einer eigenen Haartracht und besonderem Körperbau ausgestattet. Nachdem man Abbilder einiger dieser Krieger eingescannt hatte, fand das Team eine clevere Lösung, mit der einzelne digitale Körperteile untereinander ausgetauscht werden konnten – so sieht der Zuschauer nie zwei gleiche Krieger auf dem Schlachtfeld. Nachdem man eine geometrische Krieger-Datei mit einer Auswahl von Terrakotta-Strukturen, Beleuchtungswinkeln und Schattenwürfen verbunden hatte, waren tausende einzigartige Soldaten geboren.
Jetzt musste das Team die Armee nur noch in Bewegung setzen, wobei die Soldaten wieder und wieder in Stücke zerfielen. Keine leichte Aufgabe, denn man musste von leblosen Objekten ausgehen und sie mit Bewegung und Kampfszenen ausstatten. „Vor allem anderen haben wir ein Schlachtfeld-Actionmuster gedreht“, berichtet Hynek. „Vic Armstrong, Matt Butler und ich haben uns um unterschiedliche Schlachtenereignisse gekümmert; dann haben Matt und Vic in Montreal das gedreht, was wir brauchten.“
„Für Rob war es wichtig, dass die Soldaten echt aussehen und nicht wie Computerklone“, erklärt Armstrong. „Es sind grandiose, epische Schlachten, und glücklicherweise ist uns die Technologie des 21. Jahrhunderts dabei eine große Hilfe. Ich habe eng mit den für die visuellen Effekte Verantwortlichen zusammengearbeitet, um jede Einstellung festzulegen. Ich habe viele Stop-Motion-Tricks mit einer Mischung aus lebendigen Darstellern genutzt, um die zwei Armeen darzustellen – blaue Gewänder für die Terrakotta-Krieger und grüne für die Foundation Army. Sie kämpfen wirklich, also sieht alles sehr echt aus. Der Computer übernahm die Bewegungen einer realen Person und ersetzte diese dann durch die computergenerierten Terrakotta- und Skelett-Krieger. Auch die Inszenierung der Schlacht ist wichtig. Es muss genug Humor enthalten sein, um die Spannung zu lösen, aber gleichzeitig brutal und realistisch wirken.“