FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Neue Kreaturen erschaffen
Jet Li ist nicht nur die Verkörperung des Terrakotta-Kaisers; er ist auch ein Gestaltwandler und kann die Form anderer Kreaturen annehmen, insbesondere die eines dreiköpfigen Drachen, eine Mischung aus westlichen und chinesischen Mythen. Image Matrix übertrug Lis Darstellung auf eine computergenerierte Kreatur, die Feuer spuckt, ein Opfer packt und davonfliegt.
„Der Kaiser wählte als erste Reinkarnation die Form eines zehn Meter langen, dreiköpfigen Drachen“, erklärt Rhythm & Hues-Leiter Bob Mercier. „Also mussten wir entscheiden, wie sehr das Gesicht dem von Jet Li oder dem eines Reptils ähneln sollte. Jets Geist sollte sichtbar bleiben, aber der Charakter der Mumie musste mittels einer beseelten Schlange sichtbar werden bleiben. Das Antlitz der Kreatur wollten wir asiatisch wirken lassen. Man kann Jet Li darin schon erkennen, und doch ist es eine ganz andere Kreatur.“
Eine weitere Reinkarnation des Kaisers ist Nian, eine Kreatur, die halb Löwe, halb Hund ist, basierend auf dem Foo-Hund, Tempelwächter im alten China. Cohen erläutert: „Diese Kreatur haben wir weitaus bestialischer gestaltet; es ist ein sehr großes Wesen, dass ein Flugzeug von Himmel pflücken kann. Jets Figur ist ja ein Gestaltwandler, und Nian ist eine seiner Verkörperungen.“
Für jede Kreatur erschuf Rhythm & Hues ein dreidimensionales computergeneriertes Modell inklusive Muskeltonus und Hauttextur. Diese Modelle wurden den Filmemachern gezeigt. „Nachdem alle zugestimmt hatten, begannen wir mit der Animation“, erklärt Animations-Regisseur Talmy. „Die Modelle durchliefen die Pipeline, angefangen bei der Rigging-Abteilung, wo die Modelle mit den Mechanismen ausgestattet werden, um die gewünschten Bewegungen zu erzeugen.“
Da noch nie jemand einen Yeti aus nächster Nähe gesehen und das überlebt hat, um darüber zu berichten, wurde auch diese Figur computergeneriert – und das Team für die visuellen Effekte hatte freie Fahrt beim Design des Schneemenschen. „Der Yeti lag uns Filmemachern besonders am Herzen“, meint Produzent Daniel. „Wir fanden es sehr cool, den Yeti und Shangri-La in diesem Film zu zeigen. Der Yeti ist, genau wie die Mumie, eine Kreatur, zu der Menschen aller Kulturen einen Bezug haben.“
Cohen wünschte sich für seinen abscheulichen Schneemenschen ganz einmalige Persönlichkeitsmerkmale. Da der Yeti keine Dialoge hat - abgesehen von Grunzen und lautem Knurren –, musste das Animationsteam alles über dessen Körpersprache vermitteln. Talmy lacht: „Wir mussten einen Weg finden, unsere Figur wie ein Charakterdarsteller wirken zu lassen – und das in einer Szene, wo er lediglich einen Hügel hinunterlaufen und einem Typen mitten ins Gesicht schlagen muss.“
Der Yeti wurde als Zwitter aus Mensch, Eisbär und Schneeleopard konzipiert. Im Laufe der Zeit legten die Animations-Spezialisten den Schwerpunkt jedoch auf die menschlichen Merkmale. Ihnen gefiel der Ansatz, dass die Kreatur – wenn sie der enigmatischen Lin gehorcht – einen Feind ergreifen, ihm einen rasiermesserscharfen Blick der Verachtung zuwerfen und diesen dann in die vereiste Wildnis schleudern kann.