FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Die Rückkehr der O'Connells
Zu den Filmen bei denen Rob Cohen Regie führte, gehören u.a. Action-Blockbuster wie „xXx – Triple X“ und „The Fast and the Furious“ – aber nur wenige Zuschauer wissen, dass dieser Filmemacher ein Student der Anthropologie ist, der sich schon lange für Asien interessiert und zeitweise sogar dort lebte. Als man ihn darauf ansprach, die Regie eines Abenteuer-Epos zu übernehmen, das „Die Mumie“ nach Fernost bringen sollte, war Cohen auf Anhieb bewusst, dass er hiermit zwei seiner größten Leidenschaften würde vereinen können: groß angelegtes Kino und China.
Sein lebenslanges Interesse an diesem Land erläutert Rob Cohen im Vorwort des Begleitbuches zu „„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“: „Ich hege eine tiefe Zuneigung zur chinesischen Kultur und bin von der turbulenten, über 5000-jährigen Geschichte des Landes vollkommen fasziniert. Seit ich auf der High School war – das Hobby meiner Mutter waren damals chinesische Aquarelle -, hat China meine Phantasie angeregt und ich habe viel darüber gelesen. Besonders interessiert haben mich die verschiedenen Dynastien, vor allem die Tang und die Ming, mit ihren frühen Entdeckungsreisen nach Indonesien und Afrika, sowie die gigantischen Schatzsegler, die wohl lange vor Magellan die Welt umsegelten und wahrscheinlich sogar vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent erreicht haben.“
Als er das Drehbuch zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ – aus der Feder von Alfred Gough und Miles Millar – las, war Cohen vom Humor sowie von dem epischen Abenteuer der O’Connells sehr beeindruckt. Mehrmals hatte er sich bereits auf der Suche nach Quellenmaterial nach Fernost hin orientiert; er war davon überzeugt, dass dieses Projekt sich wunderbar in seine Wissbegierde und Recherchen zu China einfügen würde. Cohen erklärt: „Ich bin ein Geschichts-Fanatiker und hatte bereits sehr viel zur chinesischen Geschichte gelesen, bevor ich für dieses Projekt an Bord kam. Seit meiner Regie an „Dragon: Die Bruce Lee Story“ und der Miniserie „Vanishing Son“ – über zwei chinesische Brüder, die in die USA auswandern - liebe ich die chinesische Kultur.“
Es war ein Glücksfall für alle Beteiligten, dass die Produzenten der Erfolgsfilme, die diese Serie lancierten – „Die Mumie“ (1999) und „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) – der Fortsetzung nun eine neue Wendung geben wollten und Gough und Millar damit beauftragten, die Franchise aufzupeppen. Die Produzenten waren der Meinung, Ägypten sei als Schauplatz ausgiebig genutzt worden; man suchte nach einem Filmemacher, der die abenteuerlustigen O’Connells bei neuen Unternehmungen in Asien begleiten könnte. Zum anhaltenden Interesse der Zuschauer an den Film-Eskapaden der O’Connells meint Produzent Stephen Sommers: „Meiner Meinung nach waren sie so erfolgreich, weil es sich um romantische Abenteuer in exotischer Umgebung handelt. Die Leute lieben das.“
Bei „„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ sind die Produzenten James Jacks und Sean Daniel zum dritten Mal mit von der „Mumie“-Partie; hinzugekommen sind für den dritten Teil die Produzenten Bob Ducsay und Stephen Sommers. Gemeinsam hatten alle vier schon für die Erschaffung der ersten zwei „Mumie“-Folgen zusammengearbeitet: Sommers führte Regie, Ducsay übernahm bei beiden Teilen den Schnitt und fungierte in „Die Mumie 2“ außerdem als ausführender Produzent.
In Rob Cohen fanden die Produzenten einen Regisseur, der über ausreichend Erfahrung verfügte, um einen Film in der Dimension, die ihnen vorschwebte, realisieren zu können. „Dankenswerterweise wollte Rob diesen Film übernehmen, denn er war genau der richtige Mann dafür“, fasst Ducsay zusammen. „Er hat die Fähigkeiten, um eine gigantische Produktion auf zwei verschiedenen Kontinenten aufzustellen, ist großartig bezüglich der Action und der Schauspieler und verfügt über einen tollen Sinn für Humor. All das sind essentielle Zutaten für die DNA eines „Mumie“-Films.“
„Die Vorstellung, dass die Terrakotta-Krieger von Hi’an eigentlich die Mumien sind, hat mir sehr gefallen“, erzählt Cohen. „Es ging darum, die wahre Geschichte Chinas in zwei unterschiedlichen Epochen auszuloten: um 200 vor Christus und die Nachkriegszeit um 1946. Das sollte auf ungewöhnliche Weise gezeigt werden und viel Spaß bringen. Außerdem bot es die Gelegenheit, sämtliche Ressourcen von „Die Mumie“ und die wundervollen Figuren, die Stephen Sommers eingeführt hat, zu nutzen. Sämtliche großartigen Elemente sind darin enthalten, aber ich wollte die Story auf einen neuen Kurs bringen: weg von Ägypten, hin nach Asien. Es ist ein brandneues Abenteuer für unsere Helden, es ist spektakulär, farbenfroh und vollkommen asiatisch.“
Zu seinem Interesse daran, erneut für „Die Mumie“-Serie zu arbeiten, gibt Produzent Sean Daniel unumwunden zu, dass seine Faszination für das Genre schon im Kindesalter begann und bis heute nicht nachgelassen hat: „Als Kind habe ich mir jede Boris Karloff-Version (der Mumien-Filme), die ich finden konnte, angeschaut, außerdem alle weiteren folgenden Mumien-Filme“, erinnert sich Daniel. „Ich habe mir aus Famous Monsters of Filmland Fotos der Mumie ausgeschnitten und an die Wand geklebt. Als ich dann zu Universal ging, habe ich sofort damit begonnen, über eine neue Mumien-Produktion zu reden – denn es sind meine persönlichen Lieblingsfilme.“
Produzent Jacks fügt hinzu: „Seit fast einem Jahrzehnt gehören wir bereits zur O’Connell-Familie. Jetzt dazu beitragen zu können, dass ihre Abenteuer fortgesetzt und Rick und Evy ihr Erbe an den gemeinsamen Sohn Alex weitergeben, macht uns alle sehr stolz. Ich gebe es zu: Man fühlt sich, als seien die eigenen Kinder erwachsen geworden.“
Nachdem Regisseur Cohen mit an Bord war, um der Serie den richtigen asiatischen Dreh zu verpassen, die Produzenten aus den ersten beiden Teilen aktiv wurden und Gough und Millar das Drehbuch aufgepeppt hatten, war es an der Zeit, einen Drachenkaiser und Gestaltwandler sowie die streitlustige O’Connell-Familie zu besetzen – ganz zu schweigen von den vielen Stunden, die dafür aufgewendet werden mussten, um Schlachten und Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagden zu kreieren. Die Welt um 200 vor Christus und um 1946 sollte sich als ziemliche Herausforderung erweisen.