FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Die Besetzung
Unser Abenteuer beginnt mit dem Erwachen der Kaiser-Mumie - der junge Forscher Alex O’Connell, gerade 21 Jahre alt, wird dazu verleitet, sie wieder zum Leben zu erwecken. Der blutrünstigste Krieger, den China jemals gesehen hat, musste einst die Pläne zur Eroberung der Weltherrschaft aufgeben, als er vor tausenden von Jahren von der Zauberin Zi Yuan mit einem Fluch belegt wurde. Frisch erwacht, weiß der Drachenkaiser nur zu gut, dass es eine ganze Welt zu erobern gilt. Zuvor muss er aber das ewige Leben erlangen – und dafür das sagenumwobene Shangri-La aufspüren. Wenn er dort aus der Quelle des ewigen Lebens trinken kann, wird er in der Lage sein, eine Armee aufmarschieren zu lassen, die seit Jahrtausenden unterirdisch begraben liegt… es sei denn, Rick, Evy und Alex können ihn doch noch aufhalten.
Brendan Fraser erneut für die Rolle des wagemutigen Abenteurers Rick O’Connell engagieren zu können war ausschlaggebend für das Projekt; alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass er einer der wenigen Schauspieler ist, die Action und leichte Komödie so gelungen vereinbaren können. Ducsay meint: „Wir könnten uns keinen „Mumie“-Film ohne Rick O’Connell vorstellen. Brendan ist die Verkörperung dieser Figur. Er sieht toll aus und ist noch besser in Form als im ersten Teil; außerdem absolviert er diese unglaublichen Stunts selbst.“
Fraser wusste es zu schätzen, dass die seit dem vorangegangenen „Mumie“-Teil verstrichene Zeit auch in seiner Leinwandfamilie widergespiegelt wurde. Der Schauspieler meint: „Die Familie konnte sich weiterentwickeln und die Geschichte hat einen schauspielerischen Bogen bekommen: man hatte sich auseinander gelebt und wird nun wieder vereint. Wir sehen einen Ehemann und eine Ehefrau, die sich – gelinde gesagt – als Rentner langweilen, und einen Sohn, der sich nach Anerkennung sehnt. Alex will seinem Vater zwar gefallen, ist aber doch eher ein Muttersöhnchen, macht ein paar Fehler und stolpert über den Größten aller Schurken: ein Kaiser in seinem Grab, der ein schlimmer Despot war. Durch eine ganze Reihe von Missgeschicken – ganz in der Tradition dieser Filme – geht alles wieder los. Eine neue Mumie wird auf die Welt losgelassen, und die O’Connells müssen den Untoten aufhalten.“
In der Vorstellung von Regisseur Cohen gab es nicht den geringsten Zweifel daran, wer die Rolle des Drachenkaisers spielen sollte: „Jet Li war die erste und einzige Wahl“, berichtet der Regisseur. „Er sollte auch in „Sindbad“ für mich den Schurken spielen, also kannten wir uns bereits.“
Da der internationale Action-Star Jet Li nicht für die gesamte Dauer der Dreharbeiten zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ zur Verfügung stehen konnte, schlug Cohen vor, das Drehbuch solle erklären, dass der Kaiser mit einem Fluch belegt und in einen Terrakotta-Krieger verwandelt worden sei. Cohen erinnert sich: „Wir hatten den Plan, dass ein computeranimierter Terrakotta-Krieger genau wie Jet Li laufen und sprechen sollte – und ab einem gewissen Zeitpunkt tritt er dann als Jet Li aus Fleisch und Blut auf. Er mochte diese Idee – und das Studio auch.“
Jet Li war seinerseits sehr von Regisseur Cohen und dessen tiefer Liebe zur und Verständnis der chinesischen Kultur beeindruckt; beide sind Buddhisten. Li gefiel Cohens Ansatz bei diesem Projekt und sagte für die Rolle des Drachenkaisers zu. Der Schauspieler sagt: „Sein Stil ist wie der eines Regisseurs aus Hongkong: voller Energie, abwechslungsreich und sehr schnell.“
Oscargewinnerin Rachel Weisz beschloss, die Rolle der Evy, die sie in den ersten beiden „Mumie“-Folgen gespielt hatte, nicht zu wiederholen; die langen Drehpläne und die Drehorte im Ausland wären für jeden Schauspieler, dessen Leben sich um eine junge Familie dreht, eine große Belastung. Daher machte man sich auf die Suche nach einer neuen Darstellerin.
„Nach vielen Casting-Meetings haben wir mit fünf Schauspielerinnen Screen-Test absolviert“, erinnert sich Cohen. „Diejenige, die uns umgehauen hat, war Maria Bello. Die Chemie zwischen ihr und Brendan ist sehr stark, also fiel uns die Entscheidung sehr leicht. Sie verfügt über die Schönheit und Präzision, den Humor und das innere Feuer, die sie schon in Filmen wie „The Cooler – Alles auf Liebe“ und „A History of Violence“ antrieben. Maria hatte sich bereits den englischen Akzent angeeignet und verlieh der Rolle einen frischen Wind, so dass ich noch mehr Hoffnungen in die Wiederbelebung der Franchise setzen konnte.“
Bello konnte es kaum erwarten, die Rolle der Heldin zu übernehmen, in der sie eine Seelenverwandte sieht: „Mit Evy verbindet mich die Abenteuerlust“, erzählt Bello. „Ich habe mich selbst schon immer als Zigeunerin gesehen, und ich springe oft von hohen Klippen. Schon im Grundschulalter habe ich romantische Abenteuergeschichten gelesen, ich war richtig süchtig danach. Es ging darin immer um irgendeine Frau, die sich als Mann ausgab, auf einem Schiff anheuerte, und der Kapitän verliebte sich in sie. Außerdem waren das immer großartige Fechterinnen und Kämpferinnen. Genau so eine Heldin wollte ich immer schon sein.“
„Maria zeigte soviel Stärke, als sie zum Vorsprechen kam“, erinnert sich Fraser. „Sie ist eine großartige Schauspielerin, die in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen war. Wenn man sie aber fragt, sagt sie: ‚Mein Traum ist es, in einem Film mitzuspielen, in dem ich eine Peitsche knallen lasse, eine Pistole abfeuere und auf einem Pferd herumgaloppiere.’ Jetzt haben Ricky und Evy jeweils ihre Pistolen und archäologische Gerätschaften an den Nagel gehängt, sind ziemlich bequem geworden – und sie langweilt sich. Deshalb ist sie auch Feuer und Flamme, als es wieder an die Feldforschung vor Ort geht.“
Fans der Serie wird es freuen, dass John Hannah wieder die Rolle als Evys Bruder Jonathan übernimmt, der bei den Missionen der O’Connells mindestens genauso hinderlich wie hilfreich ist. Produzent Ducsay meint: „Ich weiß noch, wie wir für den ersten Teil John auf diese Rolle ansprachen – und er sich nicht vorstellen konnte, weshalb wir gerade ihn für eine komödiantische Rolle besetzen wollten. Er findet sich selbst einfach nicht witzig – aber natürlich ist er das, und in den Filmen ist das meines Erachtens mehr als deutlich geworden.“
Jonathan sorgt im Film oft für den Comic Relief und erinnert die Zuschauer daran, wie man selbst wohl reagieren würde, wenn man von einem Untoten verfolgt wird: jeder würde Hals über Kopf davonrennen. Hannah lacht: „Jonathan sucht immer zuerst nach einem Ausweg. Genau das wäre die Herangehensweise eines Durchschnittstypen, wenn ein unsterblicher, 2000 Jahre alter Kerl hinter dir her liefe, um dir den Kopf abzuschlagen. Mein erster Instinkt wäre, davonzulaufen, nicht ihm die Stirn zu bieten und mit ihm zu kämpfen.“
Die Besetzung der Rolle von Alex, dem Sohn von Rick und Evy, war eine Herausforderung. Es sollte ein junger und aufregender Schauspieler sein, von überzeugender physischer Präsenz, der aber gleichzeitig ein Gefühl der Verletzlichkeit angesichts der Ereignisse vermittelt, die er selbst heraufbeschworen und mitverschuldet hat. Alex sollte die Kraft und Heldenhaftigkeit seines Vaters, dazu den Wagemut und die Neugierde seine Mutter mitbringen. Nach einer intensiven Suche trafen sich die Filmemacher mit dem charismatischen australischen Schauspieler Luke Ford, in dessen Darstellung eine selten anzutreffende Mischung aus Unschuld und Power zu finden ist. Er passte perfekt in die Reihe der „alter Bulle/junger Bulle“-Rivalitäten, die Cohen im Drehbuch zwischen Alex und Rick vorgesehen hatte.
Cohen erinnert sich an sein erstes Treffen mit Ford: „Ich machte Screen-Tests mit etlichen jungen Darstellern, manche davon waren in den USA schon berühmt. Als ich aufblickte, standen sie alle in einer Gruppe, blickten zu Luke und sprachen mit ihm – aber Luke dominierte offensichtlich die Runde. Damit junge Männer einen anderen jungen Mann mögen, muss der einfach cool sein, darf weder bedrohlich sein noch vor Ego strotzen – denn junge Männer wissen sehr genau, wie sie einen Schauspieler zurückdrängen, der sich selbst für allzu cool hält. Ich weiß noch, wie ich dachte: ‚Da stehen diese ganzen Stars herum und unterhalten sich mit diesem Jungen, der vollkommen natürlich und entspannt wirkt.’ Hinzu kam, dass Luke der beste Schauspieler war.“
Seinen Durchbruch bekam Luke Ford also in der Rolle eines jungen Mannes, der viele Fehler begeht, die sein Vater auch schon begangen hat – und dieser Vater zögert, dem Sohn sein Erbe anzuvertrauen. „Alex stand immer im Schatten seines Vaters“, erklärt Ford. „Rick hat in der Welt der Archäologie viel geleistet, und Alex will das auch schaffen. Als er dann den Kaiser entdeckt, sieht er darin seine Chance. Es gibt Spannungen zwischen Alex und seinen Eltern, denn sie sehen in ihm noch immer den kleinen achtjährigen Jungen. Das frustriert ihn sehr, denn er will Teil des Teams sein, das gemeinsam Abenteuer besteht, und nicht ständig bemuttert werden.“
Die aus Malaysia stammende Schauspielerin Michelle Yeoh wurde für die Rolle der alterslosen Zauberin Zi Yuan engagiert, die dafür verantwortlich ist, dass der Drachenkaiser zum Terrakotta-Gefangenen wurde, nachdem er ihr Liebesglück zerstört hatte. Yeohs Anmut und Schönheit zogen die Schauspieler und Filmemacher in ihren Bann. Fraser fasst die Bewunderung für sie zusammen: „Sie verleiht Zi Yuan große Würde – als zauberhafte, scheinbar zerbrechliche Wächterin der Quelle der ewigen Jugend. Michelle ist so huldvoll, dass man wirklich glaubt, sie sei eine in sich ruhende Schönheit, die seit tausenden von Jahren darauf wartet, den Richtigen Moment für ihre Rache zu wählen.“
Die Rolle der Zi Yuan war für die international erfolgreiche Schauspielerin, die bereits für Filme wie „Tiger and Dragon“ und „Die Geisha“ hoch gelobt wurde, auf Anhieb interessant: „Ich habe mich sehr auf diese Rolle gefreut, denn sie kann zaubern“, meint Yeoh. „In der Geschichte trifft sie die Liebe ihres Lebens, wird vom Kaiser aber verraten - denn der will Zi Yuan für sich selbst und bittet sie, ihm das Geheimnis des ewigen Lebens zu schenken. Sie verweigert es und setzt ihre Macht dazu ein, den Kaiser mit einem Fluch zu belegen. Es ist eine wunderbare Rolle.“
Für die Rolle als Lin, der Tochter von Zi Yuan und unsterblichen Wächterin des Grabmals, besetzte Cohen die junge chinesische Schauspielerin Isabella Leong. Sie freute sich darauf, in einem englischsprachigen Film mitzuwirken sowie auf die Herausforderungen der Dialoge und die Martial-Arts-Szenen, notwendig für die Rolle der Killerin, die darauf eingeschworen wurde, die Mumie des Kaisers auf Ewig unter Schloss und Riegel zu halten.
Als General Yang entschieden sich die Filmemacher für den aus Hongkong stammenden Schauspieler Chau Sang Anthony Wong, bekannt aus „The Painted Veil“ und „Infernal Affairs“. Der Darsteller hatte zuvor bereits an zwei Filmen mit Michelle Yeoh zusammengearbeitet und wurde für die Rolle der gnadenlosen rechten Hand des Drachenkaisers besetzt – ein Mann, der daran glaubt, die Menschheit müsse mit Gewalt beherrscht werden.
Abschließend wurden der irische Schauspieler Liam Cunningham als Ricks alter Freund und Piloten-Kumpel Desi „Mad Dog“ Maguire, der Brite David Calder als Forscherkollege Wilson sowie US-Schauspieler Russell Wong für die Rolle des Ming Guo engagiert, dem loyalen Diener des Kaisers und Geliebten von Zi Yuan.
Nachdem die Besetzung abgeschlossen war, wurde es Zeit, die Reisen über zwei Kontinente aufzunehmen, um die exotische Welt von „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ Gestalt annehmen zu lassen.
Zeitreisen: Zwei Kontinente über zwei Jahrtausende
Die Dreharbeiten zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ erstreckten sich über fünf Monate und fanden in Nordamerika und Asien statt. Gedreht wurde u.a. in Montreal, Kanada, sowie in Beijing und Shanghai in China, wo die Filmemacher die Schauplätze errichteten, die eine Epoche von 2.200 Jahren umspannen.