FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
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| Produktion: Schwertkämpfe und Martial Arts
Es wäre kein „Mumie“-Film ohne die ausgefeilten Kampfsequenzen. Jede Szene unter Mitwirkung des Martial Arts-Meisters Jet Li setzt bereits Maßstäbe; dazu kommen im Film die Krav Maga-Einlagen von Brendan Fraser, die Schwertkunst von Michelle Yeoh, das Kung Fu von Isabella Leong, die der asiatischen Kampfkunst nachempfundenen Bewegungen von Luke Ford und die Kombinationsschläge von Maria Bello – und man hat ein wahres Bankett für Fans des Genres.
Über die beeindruckenden Fähigkeiten des Regisseurs hinsichtlich der Inszenierung von packenden Kampfszenen sagt Jet Li: „Rob versteht sehr genau, welches Timing und schnelle Tempo für eine Kampfszene wichtig ist, und das setzt er mit interessanten Einstellungen um.“
Zu den Schlüsselszenen des Films gehört ein Set in der unterirdischen Kammer, ein Tempel, in dem der Kaiser versucht, seine Terrakotta-Armee aufmarschieren zu lassen. Die Decke des Tempels besteht aus den Knochen der besiegten Feinde; die Kammer ist erfüllt von flirrenden Flammen, während der Kaiser seine schwarze Magie heraufbeschwört.
In dieser Szene stellt sich Rick O’Connell dem Kaiser in den Weg, indem er ihm ein Messer in den Rücken wirft. Der Kaiser ist jedoch nicht beeinträchtigt, zieht sich das Messer aus dem Fleisch und greift O’Connell an – mit der ganzen Wut, die sich über 2000 Jahre in ihm angestaut hat. O’Connell stürzt ihm entgegen, und ein unglaublicher Kampf Mann gegen Mumie entbrennt.
Cohen hatte die Idee, dass sich Rick O’Connell in den Jahren, seit wir ihn zuletzt gesehen haben, die Kampfkunst des Krav Maga mit ihren typischen kurzen, scharfen Bewegungen angeeignet haben sollte. „Es ist eine Art der Selbstverteidigung, die während des Zweiten Weltkrieges von tschechischen Juden entwickelt wurde“, erklärt Fraser. „Sie begannen, sich mit auf Instinkt basierenden Bewegungen zu verteidigen. Grundsätzlich geht es darum, selbst auf das Problem zuzugehen, statt sich angreifen zu lassen. Es stärkt das Selbstbewusstsein und man muss gar nicht erst betonen, dass es auch ein toller Sport ist.“
„Brendan ist ein toller Action-Darsteller“, sagt Vic Armstrong. „Er hat wirklich viel Sport gemacht und ist vollkommen durchtrainiert. Er liebt Action und weiß, worin er gut ist, und darauf haben wir all seine Kampfszenen abgestimmt.“
Kampfkoordinator Mike Lambert, der mit Michelle Yeoh bereits an ihrer Durchbruchrolle in „Tomorrow Never Dies“ zusammengearbeitet hatte, war hauptsächlich dafür verantwortlich, die Schauspieler zu trainieren und die Kampfszenen zu choreographieren, gemeinsam mit Stunt-Koordinator Mark Southworth. Lambert, der etliche Jahre lang in Hongkong lebte, kannte viele Darsteller bereits aus Projekten, die sie dort gemeinsam durchführten.
Eine der Szenen, von denen die chinesische Presse besonders fasziniert war, fand mit dem Schwertkampf zwischen Jet Li und seiner langjährigen Freundin Michelle Yeoh statt. Schauplatz ist die wunderschöne Einöde der Tian Mo-Wüste; es ist das erste Mal, dass Li und Yeoh sich in einem Film gegenseitig bekämpfen. „Das ist lustig“, meint Yeoh. „Wenn man auf unsere Tagespläne guckte, stand da: Der Kampf, auf den ganz Asien gewartet hat!“
Zu den Kampfszenen und den Trainern erklärt Yeoh: „Jets Kampfkoordinator De De Ku – liebevoll Master De genannt – ist ein langjähriger Mitarbeiter. Er ist so brillant… wir stehen nur da und er überzieht uns mit seiner Magie. Jet und ich verstehen uns. Wir schlagen im gleichen Takt und geben einfach unser Bestes.“
Jet Li stimmt zu: „Wenn man einen guten Darsteller findet, gegen den man kämpfen kann, dann ist das wie ein guter Gegner beim Tennis. Man muss auf der gleichen Stufe stehen, um gut spielen zu können. Ich habe die Arbeit mit Michelle sehr genossen und hoffe, in Zukunft noch mehr davon machen zu können.“
Auch andere Schauspieler bekamen ihre Portion Action ab. Maria Bello erfüllte sich als Evy ihren Kindheitstraum: ein Schwertkampf – eine Hommage an die klassischen Piratenfilme.
„Marias Figur ist viel komplexer“, erklärt Lambert. „Sie beherrscht mehr Martial Arts, hat sich aber auch Ricks Kampfstil angeeignet. Alex ist schon etwas stylischer, zeigt aber auch etwas von der ungehobelten Vorgehensweise seines Vaters.“
Luke Ford bereitete sich vor Beginn der Dreharbeiten drei Monate lang vor. Das war auch notwendig, denn er muss etlichen Fallen ausweichen, um den neuesten Schrecken des Planeten zum Leben zu erwecken… „Ich habe fünf Tage pro Woche mit Kampftraining zugebracht“, berichtet der Schauspieler. „Angefangen habe ich mit Cardio, Gewichten und Stretching, dann kam das eigentliche Kampftraining: etwas Martial Arts, aber auch viel Fechten, Boxen und Treten. Es war ziemlich anstrengend.“
Auch Fords Sparring-Partnerin Leong verbrachte viel Zeit im Training. Lambert fügt hinzu: „Bei jeder möglichen Gelegenheit kam Isabella zum Trainieren und Stretchen. Sie hat viele Stunden investiert und dabei Lust auf mehr bekommen.“
Armstrong ist dafür bekannt, seine Action-Sequenzen auf die Spitze zu treiben, und übertraf sich bei dieser Produktion noch selbst: „Es läuft nonstop“, meint der Stunt-Choreographie-Meister. „Das ist ein Film, in dem ich mich wirklich austoben kann, denn er bietet alles: groß angelegte Action, interessante Verfolgungsjagden, Kämpfe und Martial Arts.“
Während der Schlüsselszene – der Verfolgungsjagd in Shanghai, bei der die Kaiser-Mumie eine Vierspänner-Kutsche lenkt – rast der Sarkophag durch die Straßen, während Lin und Alex sich verzweifelt daran klammern. Verfolgt wird das Gespann von den übrigen O’Connells in einem mit Feuerwerkskörpern beladenen Laster.
„Das ist etwa so wie „Stagecoach“ mit „Ben Hur“ gemischt“, lacht Armstrong. „Die zwei jungen Hauptdarsteller kämpfen mit Yang, der vorne auf der Kutsche mit dem Kaiser fährt. Es war eine große und sehr komplizierte Sequenz. Jede Nacht brauchten wir eine 500-köpfige Menschenmenge, und das über zwei Wochen lang.“
Der Film verlangte außerdem nach etlichen Reitszenen, die in Tian Mo gedreht wurden. Viele der Ritte wurden von den Schauspielern selbst absolviert, die notwendigen Stunts übernahmen chinesische Stunt-Reiter. Michelle Yeoh reitet mit Russell Wong, der mit seiner Gruppe von zwölf Kriegern Action-Szenen hat, und Jet Li reitet zu Pferd in die Schlacht.
Nachdem Armstrong und die Crew die Schlüsselszenen beendet hatten, zogen sie in das Hengdian World Studio, um die abschließenden Actionszenen zu drehen. Armstrong meint: „Bei jeder Fortsetzung muss die Messlatte etwas höher angesetzt werden; hier waren die vorangegangenen Filme sehr gut, also standen wir vor einer echten Herausforderung. Es ist sehr interessant, Rob bei der Arbeit zu beobachten, wenn es um die Geschwindigkeit und Länge der jeweiligen Einstellungen geht, die er sich vorgenommen hat.“
Cohen erfreute sich ebenfalls an der Zusammenarbeit, besonders an Armstrongs Fähigkeit, anspruchsvolle Projekte unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen zu verwirklichen: „Vic hat schon alles gemacht, von Bond-Filmen bis hin zu „Indiana Jones“ und vieles mehr“, freut sich der Regisseur. „Er kann deine Idee aufnehmen, darauf aufbauen und sie zum Leben erwecken - und alles absolut sicher ablaufen lassen.“