FILMDETAILS | Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers
Thriller,
Action,
Abenteuer
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Visuelle- und Spezial Effekte
Für die komplexesten Szenen in „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ brauchte man einen nahtlosen Übergang von der visuellen zur mechanischen Kunstfertigkeit. Mit einer beeindruckenden Palette von Effekten – von uralten Kreaturen über Lawinen, komplizierten Schlachten mit Massen von computergenerierten Figuren und Landschaften bis hin zu realen Effekten – hatten die Filmemacher alle Hände voll zu tun.
Die renommierte VFX-Produzentin Ginger Theisen leitete die Abteilung für Visuelle Effekte. Für die große Anzahl an benötigten Drehs – über 800 – engagierte sie zwei digitale Produktionsfirmen: Digital Domain unter der Leitung von Mark Butler und Joel Hynek sowie Rhythm & Hues unter der Leitung von Derek Spears.
Die Abteilung für Spezialeffekte stand unter der Leitung des Veteranen R. Bruce Steinheimer. Um die vielen mechanischen Effekte des Films zu erzeugen, überwachte er vier verschiedene Werkstätten in Montreal und China. Steinheimer berichtet: „Über 100 Leute arbeiteten gleichzeitig auf zwei verschiedenen Kontinenten an den Spezialeffekten, um alles rechtzeitig für die Main Unit und die Action Unit bereitzustellen.“
Steinheimer wurde damit beauftragt, die mechanischen Effekte zu erzeugen, die dann per Computer mit den digital erzeugten Kreaturen ergänzt werden sollten. Bei der Verfolgungsjagd in Shanghai musste die Kutsche zum Beispiel so fahren, als würde sie tatsächlich von echten Pferden gezogen. Steinheimer erklärt: „Wir haben vorne einen Pflug angebracht, um in die Dinge hineinkrachen zu können, denn der Terrakotta-Kaiser und die Bronze-Pferde befinden sich im digitalen Universum. Dann gerät die Kutsche außer Kontrolle, und dafür haben wir einen hydraulischen Unterbau eingesetzt, der auf Schienen fährt, um den Effekt des Drehens zu erzielen. Der Sarkophag wird herausgeschleudert, saust durch die Straßen und verursacht Chaos und Verwüstung.“
Nach den Drehs für die Kutsche, die durch die Straßen rast, wurde ein Plastikpferd eingespannt, um den Darstellern einen konkreten Anhaltspunkt zu geben: „So konnten die Schauspieler darauf reiten“, erklärt Spears. „Später haben wir das Plastikpferd durch unser computergeneriertes Bronzepferd ersetzt.“
„Sämtliche Pferde waren ursprünglich sehr schwere Bronzestatuen, die im alten China gefertigt wurden“, erklärt Animations-Regisseur Craig Talmy. „Als sie ihren toten Kaiser begruben, schmückten sie sein Grab mit wundervollen Pferdestatuen.“ Nachdem Alex O’Connell versehentlich den Fluch aufhebt, werden die Pferde „lebendig“. „Sie mussten wie echte Pferde aussehen“, fährt Talmy fort. „Dazu gehörten das Gewicht, die Struktur und die darunter liegenden Knochen und Muskeln. Gleichzeitig sind sie jedoch aus Bronze, also müssen sie sich auf eine Art bewegen, die uns an eine hohle Metallfigur mit etwa drei Zentimeter dicker Metallhaut denken lässt.“