In Ridley Scotts neuem Film EIN GUTES JAHR arbeitet Oscar®-Gewinner Russell Crowe zum zweiten Mal mit dem erfolgreichen „Gladiator“-Regisseur zusammen. Der Londoner Investment-Experte Max Skinner (Russell Crowe) zieht in die Provence, um ein kleines Weingut zu verkaufen, das er von seinem verstorbenen Onkel Henry (Albert Finney) geerbt hat. Max lässt sich zunächst nur widerstrebend auf die Leichtigkeit der provenzalischen Lebensart ein, die ihm schließlich eine ganz neue Perspektive eröffnet: Er lernt die Kunst, das Leben und die Liebe zu genießen...
EIN GUTES JAHR basiert auf Peter Mayles gleichnamigem Roman-Bestseller (dt.: Ein guter Jahrgang, 2004), dessen Grundzüge der Autor gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Regisseur und Produzent Ridley Scott erdachte. Das Drehbuch schrieb Marc Klein. In der Rolle des Onkel Henry, der seinem jungen Neffen neben dem Weinberg eine gehörige Portion Lebensweisheit vererbt, brilliert Albert Finney. Marion Cotillard, die man aus UN LONG DIMANCHE DE FIANCAILLES („Mathilde – Eine große Liebe“, 2004) kennt, spielt eine Café-Besitzerin, die schnell Max’ Aufmerksamkeit erregt und Abbie Cornish, die unter anderem in SOMERSAULT (2004) zu sehen war, spielt Max’ lange verschollen geglaubte Cousine. Weitere Hauptrollen spielen Tom Hollander PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MAN’S CHEST („Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2“, 2006) und Freddie Highmore FINDING NEVERLAND („Wenn Träume fliegen lernen“, 2004) als der junge Max.
Selbstbewusst und großspurig, eigensinnig und gutaussehend ist Max Skinner, der erfolgreiche Londoner Wertpapier-Broker. Als Finanz-Hai in den Stromschnellen der Bankenwelt an der Themse, liebt Max den harten Konkurrenzkampf um die Eroberung des Europäischen Marktes. Seine letzte Transaktion brachte gerade – sehr zum Verdruss seiner Rivalen – einen nicht zu verachtenden 7-stelligen Profit ein. Max’ Triumph steht denn auch in absolutem Einklang mit seiner Philosophie, nach der Gewinnen zwar nicht alles ist, aber
letztlich doch das einzige, das wirklich zählt!
Völlig unerwartet ereilt Max die traurige Nachricht vom Tod seines alten Onkel Henry. Als engster lebender Verwandter, erbt Max dessen Besitz, zu dem das provenzalische Weingut La Siroque gehört, auf dem Henry seit dreißig Jahren Weinbau betrieben hatte. Max besucht das Schloss, in dem er mit seinem exzentrischen Onkel, zu dem der Kontakt vor Jahren abgebrochen war, die Sommer seiner Kindheit verbracht hatte. Während Max sich in Frankreich um die juristische Abwicklung seiner Erbschaft kümmert, wird er in London von seinem Job suspendiert, nachdem seine Firma seine fragwürdigen Wertpapier-Geschäfte unter die Lupe genommen hat.
Die unklare berufliche Perspektive macht es ihm leichter, sich auf das Leben in der Provence einzulassen. Er freundet sich mit Francis Duflot an, dem langjährigen Weinhändler des Schlosses, der seit mehr als drei Jahrzehnten für die Qualität des Weines bürgt und den Max noch von den Besuchen seiner Kindheit kennt. Ludivine, Duflots temperamentvolle Frau und die Haushälterin des Gutes, heißt den jungen Engländer überschwänglich und herzlich willkommen.
Max ist sich nicht sicher, dass das Leben in Südfrankreich das richtige für ihn ist. Er telefoniert mit seinem besten Freund, dem Londoner Immobilienmakler Charlie Willis, um herauszufinden, was für einen Marktwert ein kleines Weingut wie La Siroque im Falle eines Verkaufes haben könnte. Charlie meint, dass kleine Güter mit einem guten Produkt mehrere Millionen Dollar erbringen können, da gut entwickelte Weine in kleinen Stückzahlen der Hit in gut geführten Weinläden seien. Diese Aussicht gibt Max ausreichend Sicherheit für den Fall, dass er seinen Job verlieren sollte.
Während Max in Erinnerungen an vergangene Sommer mit seinem Onkel schwelgt, dessen Weisheit und Philosophie ihm letztlich halfen, die steile Karriereleiter in London zu erklimmen, beklagt er gleichzeitig seine unsichere Zukunft. Besonders, als eine unvorher-
gesehene Komplikation in Person der selbstbewussten jungen Kalifornierin Christie Roberts auf dem Gut auftaucht und behauptet, die uneheliche Tochter des verstorbenen Onkels zu sein. Sollte die Offenbarung der hübschen, ausgerechnet aus dem Napa Valley stammenden Mittzwanzigerin der Wahrheit entsprechen, würde Christie zu Max’ Cousine und – nach französischem Recht – zur legitimen Erbin von La Siroque.
Um den Wahrheitsgehalt ihrer Geschichte zu überprüfen, fragt Max Christie über ihre Vergangenheit aus und streitet mit ihr über Wert und Schicksal des Weinbergs, dessen angeblicher Fusel problemlos mit ordinärstem Essig konkurrieren könne. Max, der bisher nur
La Siroques gewöhnungsbedürftigen Landwein verkostet hat, findet
in Onkel Henrys Keller einige andere Flaschen, die den Namen Le Coin Perdu („Die vergessene Ecke“) auf dem Etikett tragen. Dieser legendäre vin de garage erzielt auf dem Schwarzmarkt seit Jahren astronomische Preise. Das zumindest behauptet Fanny Chenal, die bezaubernde Besitzerin des lokalen Cafés, in die sich Max auf Anhieb verliebt hat.
Woher stammt dieser Wein und warum besteht Duflot darauf, in La Siroque zu bleiben, egal, welches Schicksal dem Weingut droht? Und was ist mit den außergewöhnlichen Weinen, die Christie auf dem Anwesen findet und von denen der barsche Weinhändler behauptet, es handele sich lediglich um ein experimentelles Naturprodukt, das ein international renommierter Fachmann längst als wertlos klassifiziert habe?
In Max’ tauchen längst verloren geglaubte Gefühle und Erinnerungen wieder auf und lassen ihn Onkel Henrys Lebensphilosophie und die Qualität des Lebens in der Provence endlich verstehen, denn „Nirgendwo sonst auf der Welt kann man so sehr damit beschäftigt sein, so wenig zu tun und es so sehr genießen!“
Der gebürtige Engländer Peter Mayle gab eine erfolgreiche Karriere in der Werbebranche auf, um sich selbst als Bestseller-Autor und Romancier neu zu erfinden. Seit mehr als 15 Jahren schreibt er über das angenehme Leben im Süden Frankreichs. Kritiker feiern seine Romane und Sachbücher nicht zuletzt wegen Mayles Vorliebe, „den verlockendsten Ort diesseits des Paradieses“ als Schauplatz seiner Geschichten zu wählen. Von Mayles erstem Roman „Mein Jahr in der Provence“ wurden seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1991 mehr als fünf Millionen Exemplare in 28 Sprachen verkauft.
Bei einer Flasche provenzalischen Weins kamen Mayle (der seit langem seinen Wohnsitz in der Provence hat) und Filmemacher Ridley Scott (der seit 15 Jahren dort ein Urlaubsdomizil und einen Weinberg sein eigen nennt) auf die Idee zu Mayles 2004 veröffentlichten Roman
EIN GUTES JAHR. „Ridley arbeitete im Werbefilm-Business und ich arbeitete für eine Werbeagentur in London“, resümiert Mayle ihrer beider Geschichte und Freundschaft, die in der Werbe-Welt der 1970er Jahre in London begann. „Er war so ziemlich der Beste, den es gab, also engagierten wir seine Firma, um Spots zu drehen, wenn wir sie uns leisten konnten. Wir arbeiteten immer wieder in London zusammen, und dann ging er weg und drehte Filme, und ich ging weg und schrieb Bücher.“
Fast drei Jahrzehnte später hatten Mayle und Scott ein denkwürdiges Mittagessen. „Ridley hatte einen Zeitungsausschnitt über neue Bordeaux-Weine dabei, sogenannte Garagen-Weine, die astronomische Preise erzielten, ohne eine anerkannte Lage oder Herkunfts-
bezeichnung aufzuweisen. Trotzdem waren die Leute bereit, ein Vermögen dafür hinzublättern“, erinnert sich Mayle. „Ich hatte diese Notiz im Wirtschaftsteil der Times gefunden, über eine Kellerei, die Garagen-Wein für 30.000 britische Pfund pro Kiste verkaufte“, erinnert sich Scott an den Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1996, den er noch heute in London aufbewahrt. „Ich suchte nach einem Grund, um zurück nach Frankreich zu gehen und einen Film zu drehen. Die Idee zu dieser Geschichte schien die perfekte Chance zu sein.“
„Ich erzählte Peter Mayle von der Idee und er sagte: ‚Daraus könnte ein guter Roman werden‘“, erinnert sich Scott. „Und ich sagte zu ihm: ‚Du schreibst den Roman und ich kaufe dann die Filmrechte‘. Er schrieb das Buch und es wurde ein großer Erfolg.“ Mayle arbeitete 2003 neun Monate an seinem Laptop und recherchierte die Geschichte in den berühmten Weinbaugebieten Provence und Bordeaux. In Le Pin, in der Region Pomerol, wird ein Wein angebaut, den viele für den besten Merlot auf dem Planeten halten. Scott
drehte zu dieser Zeit in Marokko und Spanien sein Helden-Epos KINGDOM OF HEAVEN („Königreich der Himmel“, 2005). Einen Monat nachdem Mayle sein Manuskript abgegeben hatte, wurde ein Vertrag über die Filmrechte unterzeichnet und Mayle und Scott konnten mit der Arbeit beginnen.