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  • Ein gutes Jahr

    Drama | USA 2006
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      • | Produktionsnotizen - 2

      • Scott erdachte auch den Titel für das Buch und den Film. „Ein Winzer hat kein einfaches Leben. Aber wenn er alles richtig macht und ein bisschen Glück hat, kann er auf ein gutes Jahr zurückblicken“, sagt der Filmemacher. „Genau so würde sich ein französischer Winzer ausdrücken: ‚Das war ein gutes Jahr!‘“
        Scott engagierte den gebürtigen New Yorker Marc Klein (SERENDIPITY „Weil es dich gibt“, 2001), um Mayles Roman für die Leinwand zu adaptieren. Der Autor gibt zu, bei Vertragsabschluss nicht die geringste Ahnung von Wein und der Provence gehabt zu haben. Scott schickte Klein auf Entdeckungsreise nach Südfrankreich, um zu recherchieren und ein Gefühl für die Gegend zu bekommen. Der Drehbuchautor bereiste die Provence im Jahr 2004, traf sich mit Peter Mayle und verbrachte fast ein Jahr dort, in dem er die Region
        und die Weine ausführlich studierte. Die Arbeit konfrontierte Klein mit vielen Herausforderungen. „Peters Romane lesen sich wie Reiseberichte“, erklärt der Drehbuchautor. „Sie stecken voller Atmosphäre, es sind Bücher, die man am liebsten im Urlaub liest und von denen man sich an ferne Orte tragen lässt. Wir mussten zusätzliche narrative Strukturen einarbeiten. Gleichzeitig wollten wir dem Kinozuschauer das gleiche Erlebnis ermöglichen, das er beim Lesen des Romans gehabt hätte.“
        „Peters Buch ist sehr vergnüglich“, ergänzt Scott. „Es lebt vom provenzalischen Lebensstil. Für den Film wollte ich die Geschichte ein wenig ausbauen und vor allem die Figur der Hauptperson Max aufwerten, denn der hat etwas über das Leben zu lernen. Die Philosophie, die Onkel Henry dem jungen Max vermitteln wollte, reichte dafür allein nicht aus.“
        Eine wesentliche Veränderung im Drehbuch erfuhr die Figur Onkel Henry, auf die im Roman lediglich Bezug genommen wird. Nachdem sie mit dem Gedanken gespielt hatten, aus Henry eine Geisterfigur zu machen, entschlossen sich Scott und Klein, ihn in Rückblenden
        darzustellen. „Das gab uns die Möglichkeit, den jungen Max beim Erwachsenwerden zu zeigen, was sich für die weitere Entwicklung der Geschichte allemal ausgezahlt hat“, meint Scott.

        Russell Crowe ist überzeugt, dass diese Rückblenden eines der Hauptthemen des Films visualisieren: „Solange man einen Menschen in seinem Herzen bewahrt, ist er unsterblich. Ich finde, das ist eine wundervolle Metapher. Als Ridley und ich an ‘Gladiator’ arbeiteten, hieß die Metapher ‚Tod‘. Bei EIN GUTES JAHR diskutierten wir die Themen unter dem Aspekt der Reinkarnation – nicht notwendigerweise von den Toten zu den Lebenden, sondern mit Figuren wie dem ‚lebenden Toten‘ Max, dem erst die Erlebnisse in der Provence so etwas wie neue Lebensgeister einhauchen. Jede der Figuren in dieser Geschichte erlebt eine Situation, die sein oder ihr Leben zum besseren verändert.“
        Schauspielerlegende Albert Finney, der die Rolle Onkel Henrys verkörpert, meint: „Max erinnert sich an seinen Onkel, mit dem er diese Sommerferien-Erlebnisse als Kind hatte. Er erinnert sich gerne daran, was nahe legt, dass er die Zeiten mit Henry genossen hat. Der kleine Max fühlte sich wohl mit Onkel Henry. Die Philosophie, die Henry dem Jungen vermittelt, bezieht sich in erster Linie auf Wein, aber sie hat auch damit zu tun, das Leben jeden Tag zu genießen.
        Ich denke, er hat einen sehr guten Einfluss auf den Jungen.“ Max ist keineswegs die einzige Figur, die eine deutliche Veränderung erfährt. Crowe fährt fort: „Mit jeder Figur geschieht etwas in der Geschichte, das sein oder ihr Leben verändert, verbessert oder revitalisiert. Ich habe selbst ähnliches erlebt, als ich geheiratet habe und wir ein Baby bekamen. Es ist also möglich, eingefahrene Wege zu verlassen und Dinge zu verändern. Darauf, auf Max’ Leben, bezieht sich auch der Titel. Er kommt in die Provence, lässt sich ein auf die Erinnerungen an seinen Onkel und das, was der ihm beigebracht hat – und das öffnet ihm sein Herz. Und verändert sein Leben.“
        „Ich denke, die Zuschauer werden sich an ihre eigene Kindheit erinnern, wenn sie diesen Film sehen", meint der 14jährige Freddie Highmore, der den jungen Max spielt. "Der Film lässt dich zurückblicken auf Dinge, die dir selbst passiert sind. Damals wusste der junge Max noch nicht, wie wichtig die Lektionen waren, die Onkel Henry ihm gab. Aber als er älter ist und diesen Ort seiner Kindheit wieder besucht, versteht er, wie sehr sie sein Erwachsenwerden beeinflusst haben."

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