„Billy Bob ist ein Weltklasse-Schauspieler und die Gelegenheit, mit ihm zu arbeiten, war sicher der aufregendste Aspekt, diesen Film zu realisieren“, fügt Phillips hinzu. „Scot und ich schrieben die Rolle des Dr. P nur für ihn. Und falls er sie abgelehnt hätte, hätten wir nicht gewusst, ob wir den Film überhaupt gemacht hätten.“ Co-Autor Scot Armstrong fügt hinzu: „Ich glaube, es steckt ein Körnchen Wahrheit in dieser Redensart ‘Nettsein zahlt sich nicht aus’. Im Berufsleben und bei den Mädchen scheint es doch so zu sein, dass die Rüpel immer einen Schritt voraus sind – besonders in New York. Wir fanden es gut, Heder in diese Situation zu bringen. Der netteste Typ auf der Welt wird dazu gezwungen, sich neu zu erfinden und vom absoluten Alpha-Mann Billy Bob zu lernen.“
Jacinda Barrett glänzt in der Rolle der Aufbau-Studentin Amanda, Rogers Nachbarin. Barrett hat ihr Publikum bereits in BRIDGET JONES: THE EDGE OF REASON („Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“, 2004) verzaubert. „Ich bekam dieses Buch und es war lustig, federleicht und witzig. Ich habe mich schlapp gelacht. Ich wusste bereits, dass Todd ein großer Comedy-Regisseur ist, und ich mochte Jon in NAPOLEON DYNAMITE und Billy Bob aus so vielen seiner Filme. Das konnte nur eine tolle Gelegenheit sein, um mit Spaß und Freiheit an der Sache zu arbeiten und einmal etwas zu tun, was wirklich anders ist.“
Die Aufgabe, Dr. Ps fachkundigen Assistenten zu spielen, übernahm der Oscar® nominierte Michael Clarke Duncan. „Lesher ist mein Assistent und mein Feldwebel“, erklärt Hauptdarsteller Billy Bob Thornton. „Und Michael ist einer der nettesten Menschen, die ich je im Leben getroffen habe. Er hat zwar meist eher ernste Rollen gespielt, aber ich finde ihn wirklich komisch. Ich habe mich gefreut, dass er hier mal etwas Komisches gespielt hat.“
Bei der Besetzung von Rogers Klassenkameraden haben sich die Produzenten und der Regisseur alten Bekannten zugewandt. Horatio Sanz, langjährig bei „Saturday Night Live“ aktiv, spielt „Diego“ und war bereits in Phillips Komödie ROAD TRIP („Road Trip“, 2000) zu sehen. Wie viele andere der Besetzungsliste war auch Sanz Teil der „Upright Citizens Brigade“ (UCB), eines aus New York stammenden Komödien-Ensembles, das auch in Los Angeles auftritt. Die Rolle des „Walsh“ wurde ausdrücklich für das UCB-Mitglied Matt Walsh geschrieben, der bereits, ebenfalls als „Walsh“, in OLD SCHOOL und als Kriminalfotograf in ROAD TRIP auftrat. Weitere Kollegen des Ensembles vervollständigten Dr. Ps Kurs. Co-Autor Scot Armstrong, der selbst jeden Samstag in der UCB-Vorstellung auftritt, war hocherfreut, dass er viele seiner Kollegen in Phillips’ SCHOOL unterbringen durfte. „Ich gab den Produzenten eine Liste von UCB-Teammitgliedern, darunter Jon Glaser, Paul Scheer, Aziz Ansari, Matt Walsh, Horatio Sanz und Andrew Daly. Sie alle kommen vom Theater, arbeiten unglaublich hart, sind hoch begabt und haben eine große Fangemeinde in New York. In der UCB wagen nur die besten Komiker ihren Karriereeinstieg.“
Dass die Kursteilnehmer im Film Schauspieler waren, die routinierte Co-Darsteller und zugleich Freunde sind, schuf in der Tat eine angenehme Familienatmosphäre, die sich auch auf die Leinwand überträgt. Horatio Sanz, der mehrmals quer durch die Staaten reisen musste, um auch seinen Verpflichtungen bei „Saturday Night Live“ gerecht zu werden, sagt dazu: „Es war ein großer Spaß, mit Matt Walsh, Paul Scheer und Jon Glaser zu arbeiten. Ich kenne sie seit einer Ewigkeit und bin mit ihnen bei ‚Second City’ und ‚Improv Olympic’ in Chicago aufgetreten. Es hat vor und hinter der Kamera Spaß gemacht.“
„Es hatte ein bisschen was von einer Schulklasse“, gibt auch Walsh zu. „Ich kenne wahrscheinlich sieben oder acht der Leute aus dem Kurs durch unsere Comedy-Arbeit bei der ‚Upright Citizens Brigade’. Horatio und ich haben bei ‚Second City’ und der ‚Upright Citizens Brigade’ zusammengearbeitet. Er ist ziemlich cool und wir haben viel herumgealbert. Und Todd hat uns darin noch bestärkt.“
„Ich spiele einen Restaurantmanager und trete daher auch mit der Mentalität eines Franchise-Nehmers auf“, beschreibt Walsh seine Rolle. „Irgendwie habe ich das Geld zusammengekratzt, vermutlich sogar von meinen Eltern gestohlen, um in den Kurs zu kommen. Ich lebe immer noch im Keller meiner Eltern, aber der Besuch dieser Schule ist meine Chance, endlich auf eigen Füßen zu stehen und ein Mann zu werden.“
Paul Scheer, fester Bestandteil der VH-1-Erfolgsserie „The Best Week Ever“ und zugleich Liebling der UCB-Fans, verspürte eine große Zuneigung sowohl zu seinem Filmcharakter „Little Pete“ als auch zu dessen Garderobe: „Meine Figur ist eine männliche Krankenschwester, die Seide liebt. Ich habe mehr Seide am Drehort getragen, als ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Das war wirklich schön.“
„Ich denke, die Kursteilnehmer sehen für Außenstehende aus wie eine Truppe von ausgemusterten Taxifahrern“, sagt Scheer über seine Mitschüler. „Wir sind einfach Leute, mit denen niemand reden würde - die Typen, die allein bei Tisch sitzen, viel Suppe essen und sich unzählige Male Kaffee nachgießen lassen.“
„Die Unterrichtsszenen waren schwierig umzusetzen“, fügt Autor Scot Armstrong hinzu, „da Todd und ich wohl keine echten Respektspersonen sind. Zum Beispiel habe ich es nie mit Angelina Jolie getrieben, aber Billy Bob schon. So habe ich immer befürchtet, dass Billy Bob über seine Unterrichtsszenen im Script geht und sagt: ‘So geht das nicht, Leute. … Gebt mir einen Stift.’“
Unter den weiteren Schauspielern, die ihre komödiantischen Talente in der DER DATE PROFI zur Verfügung gestellt haben, waren Todd Louiso, Sarah Silverman, David Cross, Luis Guzman und Dan Fogler.
Louiso, ein Kommilitone von Todd Phillips aus seiner Zeit an der New York University, war selbst begierig, mit dem Regisseur zusammenzuarbeiten: „Wir wollten immer schon was zusammen machen. Und dass es diesmal geklappt hat, ist einfach großartig.“
„Mir ist besonders aufgefallen, wie lustig es ist“, sagt Louiso über das Drehbuch. „Das Script hatte einen tollen Blick auf das männliche Geschlecht. Es kommen einige treffende Beobachtungen darin vor, die mich wirklich berührt haben und die nicht nur sehr lustig, sondern auch sehr klug und subtil sind.“
In Sarah Silverman fanden die Produzenten schließlich eine perfekte „Becky“, deren Sinn für bitterbösen Humor perfekt zu der Rolle der staubtrockenen und sarkastischen Mitbewohnerin passte. Silvermans JESUS IS MAGIC und ihr TV-Auftritt in „Hollywood’s Master Storytellers: The Aristocrats“ haben sie zu einer der beliebtesten Komikerinnen der USA gemacht.
„Es ist wirklich witzig. Denn ich spiele bissige Freundinnen ziemlich oft und bin eigentlich damit durch“, meint Silverman auf bekannt sarkastische Weise. „Aber dann habe ich dieses Drehbuch genau gelesen und da gab es endlich einmal eine andere Rolle: nämlich eine bissige Mitbewohnerin.“
David Cross, der Star aus „Arrested Development“ mit ähnlich trockenem Humor, erinnert sich auf welch ungewöhnliche Weise er zur Rolle des „Ian“ gekommen ist: „Ich habe an einer Verlosung teilgenommen. Ich bin ein großer Liebhaber von Süßwaren wie Milk Duds, Junior Mints, Raisinettes, Goobers und so weiter. Auf der Rückseite dieser Verpackungen ist doch immer so ein Coupon abgedruckt, mit dem man eine Rolle in einem Hollywood-Film gewinnen kann. So hab ich das gemacht. Ich hab das ausgefüllt und hatte Glück.“
Dan Fogler, der Rogers ihn quälenden Arbeitskollegen „Zack“ spielt, hat seinen Weg zur DER DATE PROFI über den Broadway gefunden. Fogler tritt dort gegenwärtig in „Putnam County Spelling Bee“ auf. Fogler: „Scot und Todd hatten sich die ‘Spelling Bee’-Show angesehen. Dann riefen sie mich an und wollten mich treffen. Und schon war ich dabei.“
Fogler freute sich, eine Rolle zu spielen, die das genaue Gegenteil seiner Nerd-Figur ist: „Mr. Barfew, meine Broadway-Rolle, ist im Grunde genommen wie Napoleon Dynamite. Dass wir beide aufeinander losgehen, macht die Sache so komisch. Und: Ich konnte seinen Kopf in die Toilette stopfen.“ Fogler hat die notwendigen Inspirationen für die Rolle schnell gefunden: „Ich orientierte mich dabei an all den Typen, die mich im Schulbus windelweich geprügelt haben. Genau so einer ist Zack.“
Guzman, als Charakter-Darsteller wohlbekannt aus BOOGIE NIGHTS („Boogie Nights“, 1997) und TRAFFIC („Traffic – Macht des Kartells“, 2000), wollte dem Ensemble für einen dreitägigen Kurzauftritt als „Sergeant Moorehead“ ebenfalls unbedingt beitreten. „Moorehead ist offizieller Berater für seine Untergebenen. Ich biete dabei Therapien für alle an, die vorbeischauen und reden wollen“, sagt Guzman. „Wie heißt es im Script so schön: So verdiene ich mir etwas dazu.“
Guzmans Mitwirkung in DER DATE PROFI machte ihn auch in der eigenen Familie zum Helden: „Als ich meinen Kindern verriet, mit wem ich arbeite, meinten diese anschließend nur: ‚Wow, Papa, super!’ Ich bin ganz hin und weg, denn Jon Heder hat einen wirklich unterhaltsamen Film gemacht. Er hat den Erfolg verdient.“
Auch der Ausführende Produzent Craig Mazin kann den Enthusiasmus des Ensembles nur teilen: „Es ist ein Vergnügen, mit Todd und Scot zu arbeiten. Wir mussten die Art von Humor liefern, die von den Zuschauern erwartet wurde. Aber wir wollten dem Film auch eine Seele geben. Es erforderte viel Energie, hier die Balance zu halten. Doch letztlich haben wir es geschafft. Die Romanze, die im Mittelpunkt des Films steht, ist genau auf den Punkt gebracht und führt dazu, dass die Komik noch besser funktioniert. Ich bin wirklich stolz darauf, wie dieser Film geworden ist.“
Jon Heder hat sich beim Dreh von DER DATE PROFI besonders amüsiert. Eine seiner Lieblingsszenen war die Paintball-Sequenz in der Wildnis. Heder dazu: „Ich fand die Idee toll, dass eine Truppe ohnehin schon verängstigter Typen am frühen Morgen per Telefon angewiesen wird, irgendwo im Nichts aufzukreuzen, ohne irgendwelche Vorbereitungen und ohne zu wissen, was sie dort eigentlich machen sollen. Dr. P weist sie an, Paintball zu spielen – aber nicht nach den bekannten Regeln in Gruppen, sondern jeder gegen jeden. Hier geht es darum, der König des Dschungels zu werden. Ich fand die Vorstellung klasse, wie diesen verängstigen kleinen Gestalten diese mächtigen Waffen in die Hand gedrückt werden und sie damit loslegen sollen. Manche von ihnen haben Angst, aber die meisten beginnen zu schießen und verrückt zu spielen. Das ist echtes Draufgängertum, das hier dargestellt wird.“
Das Ensemble stellte auch sein sportliches Können auf dem Tennisplatz unter Beweis. Einigen fiel der Sport vor laufender Kamera ganz leicht. Andere empfanden ihn als eine Art öffentliche Demütigung. Heder sagt dazu nur: „Die Tennisszene hat wirklich viel Spaß gemacht, denn ich spiele gern Tennis. Wir haben zwischen den Einstellungen viel Tennis gespielt. Doch es war nervenaufreibend, weil wir bei einigen Einstellungen wirklich Tennis spielen mussten und das nicht klappte, wenn die Kamera lief. Wir waren gut, solange wir nicht im Bild waren. Dann ging die Kamera an und es klappte nicht mehr. So mussten ein paar Einstellungen ohne Ball aufgenommen werden, damit die SFX-Experten ihn nachher am Computer hinzufügen können. Das hat das Selbstvertrauen doch ziemlich in Mitleidenschaft gezogen.“
„Ich spiele auch im wirklichen Leben an den Wochenenden Tennis“, ergänzt Barrett. „Aber als ich vor der Kamera einen Aufschlag parieren sollte, konnte ich keinen einzigen Ball zurückschlagen. Ich spürte den Druck und kriegte jedes Mal den Return nicht hin. Vermutlich ist es meine Schuld, dass man einen computeranimierten Ball benutzen musste, weil ich nicht einen einzigen Aufschlag pariert habe.“
Die Tennis-Sequenz, die in einer Mittelschule in Pasadena gedreht wurde, erfreute allerdings die dortigen Schüler, von denen viele Heder aus NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2004) und überraschenderweise auch Thornton aus der nicht gerade jugendfreien Weihnachts-Satire BAD SANTA („Bad Santa“, 2003) kannten. „Die Kinder lieben ihn“, sagt Barrett über Thornton. „Sie fangen an zu kreischen und zitieren Sprüche aus BAD SANTA. Er aber bleibt ganz ruhig und spricht mit jedem, kritzelt Autogramme und lächelt die ganze Zeit. Er ist zu jedem freundlich, was eben auch sein eigentliches Wesen ist. Ich habe niemals gespürt, dass man sich an seiner Seite eingeschüchtert fühlt. So ein Typ ist er eben genau nicht.“
Barrett hegt eine ähnliche Bewunderung für den Partner ihrer zweiten romantischen Beziehung in DER DATE PROFI: „Jon ist wie ein kleiner Bruder. Er ist einfach lustig und freundlich und genießt alles, was um ihn herum passiert. Ich denke, dass NAPOLEON sein Leben buchstäblich auf den Kopf gestellt hat. Es ist schön, dass dies einer wirklich netten Person passiert ist.“
Regisseur Todd Phillips verfolgt einen konzentrierten und handwerklichen Ansatz in seiner Regiearbeit, was dazu führte, dass er beim Drehen manchmal kleinste Änderungen in Tonfall und Rhythmus wünscht. „Todd ist in jedem Detail unglaublich konsequent“, sagt Barrett. „Er achtet streng darauf, dass der Humor wirklich rüberkommt und die Geschichte erzählt wird. Wir selbst müssen die Kontrolle abgeben und uns voll und ganz seiner Vision fügen.“
„Todd ist super“, sagt Jon Heder. „Das Beste am Filmemachen ist, dass man mit Todd arbeiten kann. Einer der wichtigsten Gründe, warum ich diesen Film gemacht habe, war, dass ich zuerst ihn kennen gelernt habe. Er war ein cooler Typ und wir haben uns gut unterhalten. Wir kamen gut miteinander aus und ich wusste: Alles klar, mit diesem Kerl kann und will ich einen Film machen!“
„Ich bin so etwas wie Todds Muse“, fügt Sarah Silverman ohne Bescheidenheit hinzu. „Jeder weiß, dass er keinen Schritt ohne mich macht. Er ist sehr zögerlich, solange er nicht ordentlich von mir gedrängt wird. Ich weiß gar nicht, was passieren würde, wenn mir etwas zustoßen würde. Ich denke lieber nicht darüber nach, da mache ich mir zu viel Sorgen um ihn. Todd ist ein braver Junge.“
Ein großer Teil des Erfolges von OLD SCHOOL („Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen“, 2003) und ROAD TRIP („Road Trip“, 2000) beruht darauf, dass in diesen Projekten die Erfahrungen und Erlebnisse von Außenseitern sensibel und genau geschildert werden. „Meiner Meinung werden die meisten Zuschauer sich in Roger selbst erkennen. Wir fühlen uns alle manchmal unglaublich unsicher und haben nicht den Mumm, uns mit einem Menschen, den wir mögen, zu verabreden. Wir versagen alle mal in wichtigen Situationen. Roger ist dabei liebenswert und lustig. Ich glaube, dass die Zuschauer etwas mit ihm und seiner Geschichte anfangen können, weil wir das alle schon einmal erlebt haben.“