Donnerstag | 31. Mai 2012 | 08:15 Uhr
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  • FILMDETAILS | Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
  • Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

    Drama, Western, Krimi | USA 2007
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      • | Wer am besten reitet und am schnellsten zieht

      • Die James-Bande bewegte sich im Sattel so natürlich wie zu Fuß – was allerdings auf einige der Darsteller nicht zutraf. Deswegen lernten sie zwei Wochen lang die hohe Kunst des Reitens. Der überzeugte „City Boy“ und Satteldebütant Sam Rockwell erklärt lachend: „Im Sattel wirkt man leicht wie ein Idiot – das darf vor der Kamera natürlich nicht passieren. Ich muss schon so aussehen, als ob ich mein Leben lang geritten wäre. Mir war nicht recht klar, worauf ich mich da einließ, aber irgendwann habe ich’s endlich kapiert: Vor allem sollte man versuchen, mit dem Hintern Kontakt zum Sattel zu halten und nicht zu sehr herumzuhopsen.“

        Rockwell war das eine Extrem, der langjährige Reiter Jeremy Renner das andere – die übrigen Darsteller lagen dazwischen, brachten unterschiedlich ausgeprägte Erfahrungen mit und absolvierten gemeinsam den Reitkurs, der immer wieder Anlass zu komischen Szenen bot. Dazu Renner: „Soweit ich weiß, hat Rockwell inzwischen ein Pferdewiehern als Klingelton auf seinem Handy.“

        Der für die Pferde zuständige John Scott hat Brad Pitt schon 1994 das Reiten beigebracht – für „Legends of the Fall“ (Legenden der Leidenschaft), der Pitt eine Nominierung für den Golden Globe einbrachte. Dazu Scott: „Brad hat sich schnell wieder eingewöhnt, obwohl er seit Ende der damaligen Dreharbeiten nicht mehr geritten ist. Offenbar bieten ihm Motorräder eher das Tempo, das ihm liegt.“

        Bereits in der dritten Generation trainiert Scotts Familie Pferde, er selbst hat auch als Rodeoreiter gearbeitet. Diesmal war er für den Kauf und die Versorgung von 80 Tieren am Set verantwortlich. Er beschreibt sie als „Sattelpferde, Pferde für Einspänner, Kutschpferde oder Zugpferde, die je nach Temperament ausgesucht werden. Die James-Bande ritt vorwiegend Vollblüter, weil sie schnell sind – die Jungs hatten es immer eilig.“
        Außerdem besorgte Scott Einspänner und Kutschen – einige davon waren Originale, teils sogar aus dem Jahr 1875, andere waren nachgebaute Modelle, wieder andere Hybridkonstruktionen, bei denen man moderne Sitze auf original erhaltenen Stahlchassis anbrachte.

        Ihre Schießausbildung absolvierten die Darsteller bei dem berühmten Hollywood-Waffenausbilder Thell Reed („Mr. & Mrs. Smith“, „Deadwood“), um sich an das Gewicht und die Handhabung ihrer historischen Colts und Gewehre zu gewöhnen. Nur Schneider bildet eine Ausnahme – er sagt augenzwinkernd: „Dick Liddil soll gar nicht besonders gut mit Waffen umgehen. Ich stellte mir vor, dass er viel schneller zum Kamm greift als zu seinem Colt – entsprechend habe ich die Schießausbildung gar nicht ernst genommen. Ich bemühte mich einfach wegzuhören.“

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