FILMDETAILS | Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden
Alien Autopsy - Das All zu Gast bei Freunden
Science Fiction,
Komödie
| Großbritannien 2006
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| Über die Produktion
„Begonnen hat alles mit einem Anruf von Michael [Kuhn]“, erklärt Autor Will Davies. „Ich hatte gerade eine Überarbeitung des Drehbuchs zu ,Johnny English‘ (Johnny English) abgeschlossen, als Michael immer wieder anrief und mir von einer außergewöhnlichen Story vorschwärmte. Er wusste aber nicht so recht, ob man daraus einen Film machen konnte. Also lud er mich ein, die beiden Typen kennen zu lernen und ihre Geschichte anzuhören.“
„Ich arbeitete damals an mehreren Projekten und verschob das Treffen immer wieder“, erklärt Davies. „Doch endlich klappte es, und als ich in Michaels Büro eintraf, fand ich nur ihn selbst vor. Offenbar weigerten sich die beiden Typen, mich zu treffen, bevor ich eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschrieben hatte.“
Resigniert unterzeichnete Davies die Vereinbarung, und zwei Minuten später betraten Ray Santilli und Gary Shoefield das Büro. „Da kamen zwei unglaubliche Exzentriker die Treppe hinauf. Der Größere sagte: ,Ich heiße Ray Santilli und das hier ist Gary Shoefield. Sie haben noch nie von uns gehört, oder?‘ Ich bejahte. Daraufhin forderte er mich auf, auf Michaels Laptop seinen Namen zu googeln. Ich tippte also Rays Namen ein – und erhielt über fünf Millionen Treffer. Ich drehte mich zu Ray um – er grinste und sagte: ,Jetzt wollen Sie unsere Story ganz gewiss hören.‘“
Zwei Stunden lang erzählten Ray und Gary, und Davies hörte ihnen immer fassungsloser zu: „Die Story war einfach fantastisch! Die meisten Geschichten haben entweder einen starken Einstieg, ein starkes Ende oder eine starke Mitte – aber diese konnte mit allen dreien aufwarten. Dass sie komplett den Tatsachen entsprach, die beiden das Geheimnis aber immer gehütet hatten, war wirklich wunderbar.“
Davies übernahm den Drehbuchauftrag und begann die Geschichte der beiden zu strukturieren. Ray und Gary hatten so schnörkellos erzählt, dass Davies zunächst abwägen musste, wie viel davon im Drehbuch verwendbar war. Er entschied sich für ein höchst ungewöhnliches Verfahren und schrieb die Story so auf, wie er sie gehört hatte, ja er nahm sogar sich selbst in das Skript mit auf und stellte sich als Dokumentarfilmer Morgan Banner dar, der eher widerwillig bereit ist, Ray und Gary zu treffen und sich ihre Story anzuhören. „Es ist zwar nicht ganz genauso passiert, aber doch sehr ähnlich. Wir ersetzten den Autor (mich) durch einen Dokumentarfilmer à la Bill Broomfield und nannten ihn Morgan Banner.“
Verschwörungstheorien haben in den USA nach wie vor Konjunktur, und seit dem Bericht vom Absturz in Roswell haben sich die Aliens zu einem Riesengeschäft entwickelt. Es lag also nahe, den Film in Amerika zu drehen, doch Kuhn legte größten Wert darauf, die Story auf authentisch britische Art zu erzählen. Denn die Hauptfiguren sind nun mal aus London, und wie sie mit der Extremsituation umgehen, in die sie geraten, wirkt sehr britisch. „Herz und Seele dieses Films sind typisch englisch geprägt, und ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, den Film in Großbritannien mit sehr fähigen britischen Mitarbeitern zu drehen“, sagt Davies abschließend.