Johannes ist neu am Lehrstuhl. Man bittet ihn, über einen algerischen Kollegen - einen vermeintlichen Schläfer - Berichte zu liefern. Er lehnt ab, aber der Samen des Zweifels ist gesät. Eine fragile Freundschaft entwickelt sich, die von Arbeits- und Liebeskonkurrenz überschattet schließlich in den Verrat führt.
| Kurzinhalt - 1
Kurz bevor Johannes Merveldt beim renommierten Professor Behringer seine Doktorandenstelle am Münchner Institut für Virologie antritt, wird er von einer Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes angesprochen. Frau Wasser bittet ihn, Informationen über einen Kollegen zu liefern. Es handelt sich um Farid Madani, einen jungen, aus Algerien stammenden Wissenschaftler, der sich mit einem anderen Ansatz dem gleichen Forschungsvorhaben wie Johannes widmet. Obwohl Johannes dieses Anliegen entsetzt von sich weist, beginnt sich sein Blick auf den Kollegen zu verändern. Bald bewegt sich die Freundschaft, die zwischen Johannes und Farid entsteht, auf einem schmalen Grat zwischen Zuneigung und Misstrauen. Zwar sind sich beide sympathisch und beschließen, mit ihrer beruflichen Konkurrenzsituation freundschaftlich umzugehen, aber Johannes glaubt immer wieder Hinweise auf dubiose Aktivitäten Farids zu erkennen. Als sich Beate, eine junge Kellnerin, in Farid verliebt, spitzt sich die Rivalität zwischen Farid und Johannes zu, denn auch Johannes interessiert sich für Beate. Privates und Berufliches, moralische und politische Verantwortung beginnen sich untrennbar zu vermischen. Johannes lässt sich letztlich doch auf die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz ein.