FILMDETAILS | The Hills Have Eyes: Hügel der blutigen Augen
The Hills Have Eyes: Hügel der blutigen Augen
Horror
| USA 2006
WERBUNG
| Am Fuss der Hügel
Wes Cravens Kultklassiker THE HILLS HAVE EYES ("Hügel der blutigen Augen", 1977) hatte einen großen Einfluss auf das moderne Horrorkino und dabei eindrucksvoll demonstriert, wie man auch ohne kostspielige Spezialeffekte Nerven zerfetzende Spannung erzeugen kann.
Die Originalstory: Eine typisch amerikanische Durchschnittsfamilie fährt in den Urlaub nach Kalifornien, bleibt jedoch mit ihrem Wohnwagen in der Wüste liegen. Dort hausen, hinter Hügeln versteckt, kannibalische Wegelagerer, die nun Jagd auf die Familie machen. Ein verzweifelter Kampf auf Leben und Tod entbrennt.
Jetzt haben die jungen Filmemacher Alexandre Aja und Gregory Levasseur eine zeitgemäße Neuinterpretation des Gruselschockers inszeniert und konnten dabei auf die tatkräftige Unterstützung langjähriger Mitarbeiter von Wes Craven sowie der Produzenten Marianne Maddalena und Peter Locke zurück greifen.
Das französische Duo Aja / Levasseur hatte sich mit dem auf Festivals gefeierten Film HAUTE TENSION ("High Tension", 2003), in dem zwei Frauen dem Blutrausch eines psychopathischen Killers ausgeliefert sind, für diese Arbeit empfohlen. Sie jonglieren geschickt mit den Regeln des Genres, die Brutalität wird clever an den Anfang des Films gestellt, sodass der Zuschauer in jeder Sekunde mit dem Schlimmsten rechnen muss.
Wo andere Horror-Spezialisten mit der Überhöhung von Gewalt arbeiten, setzen Aja und Levasseur auf unbarmherzigen Realismus, visuell verstärkt durch harte Schnitte und einen grellen, eisigen Look. Die Intensität ihrer Arbeit ist denn auch Grundvoraussetzung, um einen Klassiker wie THE HILLS HAVE EYES ("Hügel der blutigen Augen", 1977) fit zu machen fürs 21. Jahrhundert - und damit für eine neue Generation von furchtlosen Kinogängern.
Alles beginnt mit dem Versuch einer Familienaussöhnung. Anlass hierfür ist der Hochzeitstag von Big Bob Carter (Ted Levine), einem pensionierten Polizisten aus Cleveland, und dessen schwatzhafter Ehefrau Ethel (Kathleen Quinlan). Bob lädt die übrigen Familienmitglieder auf einen gemeinsamen Wohnwagentrip nach Kalifornien ein, doch so richtig begeistert ist niemand. Die älteste Tochter Lynn (Vinessa Shaw) sorgt sich um die Sicherheit ihres Babys, während Ehemann und Technikfreak Doug (Aaron Standford) wegen möglicher Reibereien mit seinem raubeinigen Schwiegervater Bauchschmerzen hat. Auch Teenagertochter Brenda (Emilie de Ravin) ist genervt von der Idee, mit der Familie rumzuhängen statt mit ihrer Clique. Bruder Bobby (Dan Byrd) indes ist bemüht, für gute Stimmung zu sorgen - mit Hilfe der beiden Schäferhunde Beauty und Beast. Nach einigem hin und her bricht die streitbare Sippschaft Richtung Westen auf.
Big Bob nimmt eine Abkürzung, die den Familientross geradewegs in die Wüste führt. Natur pur, von weiteren Lebewesen weit und breit keine Spur. Oder vielleicht doch? Eine plötzliche Reifenpanne zwingt die Carters zum Anhalten. Kein Handyempfang, nur Sand und endlose Hügel - die ohnehin schon gereizte Stimmung ist nun endgültig am Tiefpunkt angelangt. Doch der anfängliche Frust schlägt unvermittelt in Angst um, als die harmlosen Urlauber von einer Gruppe grässlich entstellter Kreaturen angegriffen werden. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Minenarbeiterfamilie, die allesamt durch Atomtests in der Wüste radioaktiv verseucht wurden. Menschen, die zu blutrünstigen Monstern mutiert sind. Die Chancen, das Horrorszenario lebend zu überstehen, sind denkbar schlecht. Jetzt heißt es für die Carters: zusammenrücken und der Bedrohung trotzen.