Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:22 Uhr
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  • Terminator: Die Erlösung

    Action, Science Fiction | USA 2009
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      • | Produktion: Die Welt wird erschaffen

      • Eine weitere große Herausforderung für die Filmemacher von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war es, das Amerika des Jahres 2018 zum Leben zu erwecken – ein Land mit sonnenverstrahlten Flächen, skelettierten Städten sowie menschlichen und metallenen Bewohnern. Von der Suche nach idealen Schauplätzen und Drehorten über die Herstellung aller physischen Elemente bis hin zu dem Filmmaterial, das die unwirtlichen Ansichten, die sich der Regisseur vorstellte, am besten einfangen kann, arbeitete McG eng mit seinem Team zusammen. Das Ziel war es, eine einheitliche und absolut neue Vision einer postapokalyptischen Realität für diese Geschichte zu schaffen.

        Um die Bilder mit einer Nachkriegsatmosphäre anzureichern, drehten McG und sein Chefkameramann Shane Hurlbut den Film mit Hilfe einer experimentellen Version des sogenannten „Oz process“ bei der Filmbelichtung. „Wir haben altes Filmmaterial von Kodak lange in die Sonne gelegt und damit seine Beschaffenheiten geschwächt“, erläutert McG. „Danach haben wir es belichtet und dabei mehr Silber hinzugefügt als traditionell bei Farbfilmmaterial üblich. Und im anschließenden digitalen Bearbeitungsprozess haben wir das Material noch mehr manipuliert, um dem Film einen unwirtlichen Look zu verleihen – so bekommt man gleich den Eindruck, dass etwas nicht stimmt mit dieser Welt. Und das bestimmt die Stimmung den ganzen Film hindurch.“

        Die Locations spielten ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Verankerung des Films in einer beinahe spürbaren Realität. „Wir wollten eine gewaltige, verwüstete Welt zeigen“, bestätigt McG weiter. „Um das zu erreichen, benötigten wir eine riesige Bandbreite an Schauplätzen. In diesem Film fahren wir aufs Meer, klettern auf Bergspitzen, reisen in die Wüste und in den Dschungel. Außerdem wollten wir natürlich eine Welt im Kriegszustand einfangen. Die ganze Welt ist in diesen Konflikt eingebunden, und schon bei der Eröffnung wollten wir dies mit einer gewaltigen kinetischen Erfahrung klarstellen.“

        Das Team erreichte all das an einem einzigen Drehort – es wählte Albuquerque in New Mexico aus, wo den Filmemachern weitläufige Wüstenflächen und Berglandschaften sowie die modernen Hallen der Albuquerque Studios zur Verfügung standen.

        „Wenn man einen Film über eine amerikanische Ikone dreht und der Odyssee von John Connor auf seiner Jagd nach Terminatoren folgt, muss man das vor einem amerikanischen Hintergrund tun“, erläutert Produktionsdesigner Laing. „Der Tag der Abrechnung ist eingetroffen, also brauchten wir ein verwüstetes Land. Hier war es buchstäblich so, dass wir nur die Tür der Halle öffnen mussten und in diese fantastische Wüste blickten. Und abgesehen davon, dass die Albuquerque Studios ein modernes und vielseitiges Filmstudio bieten, liegen sie inmitten einer riesigen Fläche Land, auf dem wir unsere Sets bauen konnten.“

        Weil die ehemals mächtige militärische Kraft des Widerstands eine zentrale Rolle in TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG spielt und die Filmemacher dafür Anleitung, Unterstützung und nicht zuletzt die entsprechende Hardware benötigten, wandten sie sich an das US-Verteidigungsministerium in der nahegelegenen Kirtland Air Force Base. „TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG spielt in einer Zeit nach der Air Force und nach der Armee… hier kämpft allein der Widerstand“, erklärt Produzent Jeffrey Silver. „Aber wir waren der Ansicht, wir sollten den Widerstand aufgrund der Disziplin und der Organisation der aktuellen Armee modellieren. Also sprachen wir mit Chuck Davis, dem Koordinator des Verteidigungsministeriums in Los Angeles, und seinem Verbindungsoffizier zur Filmindustrie. Er machte uns mit der Air Force bekannt und da öffnete man uns alle Türen. Sie stellten uns alle Hardware zur Verfügung, die wir brauchten, wir durften auf dem Gelände der Air Force drehen. Es war eine fantastische Zusammenarbeit, denn sie begriffen, dass in diesem Film die Zukunft dargestellt wird, und dass dort das Militär immer noch aus Männern und Frauen besteht, die uns schützen – egal, was geschehen mag.“

        Die Produktion nutzte auch Flugzeuge und Waffen, um das Material zu zeigen, bei dem es denkbar war, dass die Menschen im Kontext der Geschichte Zugang haben könnten. „Der Widerstand verfügt über Waffen und technisches Gerät, sie kämpfen nicht mit Stöcken und Steinen gegen die Maschinen“, sagt McG. „Sie haben A-10-Flugzeuge und einige andere ältere mechanische Geräte, mit denen sie zurückschlagen.“

        Ein besonderer Jet, der exzellent in die Geschichte passte, war der A-10 Thunderbolt Two – auch bekannt als Mighty Warthog, Flying Gun oder Tankbuster. Die A-10 wird von Blair Williams geflogen und ist die beste Luftunterstützung, die sich der Widerstand im Kampf gegen Skynets massive Maschinen wünschen kann. Air Force Captain Jennifer Shoeck, ihres Zeichens selbst A-10-Pilotin, war die Frau, die Moon Bloodgood für diesen Part ihrer Rolle anleitete. Sie erklärt: „Die A-10 geht tief runter bis ins Unkraut, sie wird dreckig, weil sie bei ihrer hauptsächlichen Mission tief und langsam fliegt. Sie ist ein Flugzeug für die unmittelbare Luftunterstützung, das den Bodentruppen zu Hilfe kommt.“

        Weitere Flugzeuge, die die Produktion mit Hilfe der Air Force und ihrer Piloten nutzen konnten, waren die CV-22 Osprey, die mit der Geschwindigkeit eines Starrflüglers fliegen kann, aber über Rotoren verfügt und somit wie ein Helikopter starten und landen kann, eine massive C-130 Hercules Transportmaschine und der HH-60 Pave Hawk Helikopter, ein modifizierter Blackhawk-Hubschrauber mit externem Waffenanbau.

        Weil nicht für sämtliche Sequenzen funktionstüchtige Flugzeuge benötigt wurden, baute das Produktionsteam auch Attrappen und kaufte ausgemusterte Exemplare auf, die auf Bewegungssimulatoren befestigt wurden, um die Flugdynamik der Maschinen künstlich herzustellen. Die Special-Effects-Crew unter Leitung von Special Effects Supervisor Mike Meinardus errichtete einen Tragrahmen und hängte einen Helikopter von einem Kran herab, der auf glaubwürdige Art von oben bedienbar war. McG konnte so das Flugzeug von unten filmen, wie es sich vom Boden entfernte – allerdings ohne den wirbelnden Rotor.

        Die Kirtland Air Force Base, die sich eine Start- und Landebahn mit dem kommerziellen Flughafen Albuquerque Sunport teilt, stellte der Produktion einen ungenutzten Hangar als Dreh-Halle zur Verfügung, die unter anderem zur Festung des Widerstands umgebaut wurde.

        Im Film besteht dieser Vorposten aus einer ganzen Reihe Raketensilos aus den sechziger Jahren, die durch ein großes unterirdisches Tunnelsystem miteinander verbunden sind. „Alles, was man in dem Vorposten zu sehen bekommt, haben die Kämpfer des Widerstands aufgebaut – sie erzeugen Energie, bauen ihre Nahrung an, haben ein Filtersystem für das Wasser konstruiert und ein Krankenhaus eingerichtet. Und zwar mit dem Zeug, das sie von ihren Erkundungs-Expeditionen mitgebracht und dann zusammengebastelt haben, damit sie über eine funktionierende Basis verfügen können“, sagt Laing.

        Um den Look der Widerstands-Basis zu recherchieren, besuchte Laing die Schutzbunker für Nuklearstörfälle im ungarischen Budapest und schaute sich auch andere Katastrophenschutz-Gebäude an. „Ich habe jede Menge Fotos gemacht und konnte aufgrund dessen eine Umgebung gestalten, in der der Widerstand lebt und plant“, sagt er. „Diese Männer und Frauen kämpfen nicht nur gegen Skynet. Sie kämpfen auch mit der Umgebung, in der sie leben müssen. Fast alle Rohstoffe sind so gut wie aufgebraucht, sie müssen mit dem leben, was sie haben.“

        Die Filmemacher sprachen weiterhin mit Zukunftsforschern darüber, was im Falle der Prämisse des Films mit der Flora und Fauna und mit von Menschen hergestellten Objekten geschehen würde. „Wir wollten all diese realistischen Details in unseren Film einbauen“, sagt der Kostümdesigner Michael Wilkinson. „Wir haben die Fragen gestellt: ,Was wäre übrig, wenn vor ungefähr 14 Jahren die Bomben explodiert wären und den größten Teil Nordamerikas zerstört hätten? Was würden die Menschen aufsammeln und zusammenflicken, um zu kämpfen und zu überleben?‘“

        Veraltete, aber funktionstüchtige Waffen, wiederverwendete Kleidung, elektronisches Equipment, das aus dem Schutt ausgegraben und wieder zusammengebastelt wurde, vom Feind erbeutete oder gefundene Munition – das sind die limitierten Mittel, die dem Widerstand zur Verfügung stehen. Das Design-Team suchte in ganz New Mexico – in dem lange eine sehr große militärische Präsenz herrschte – ausgiebig auf ehemaligen Militärgeländen und bei privaten Sammlern nach authentischen Stücken.

        Wilkinson erinnert sich: „McG wollte nicht, dass der Film wie ein an den Haaren herbeigezogener Fantasy-Science-Fiction-Film aussieht. Er spielt im Jahr 2018, in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft also. Also haben wir in Bezug auf Momente, die eine unglaubliche Bedeutung für die menschliche Psyche haben, sehr viel Recherchearbeit geleistet – bei Geschichten über vertriebene Menschen und apokalyptische Erzählungen.“

        Bei der Gestaltung der Garderobe für die Schlüsselcharaktere des Films arbeitete Wilkinson eng mit McG, Laing und den Darstellern selbst zusammen. Jedes Kostüm sollte bestimmte Anforderungen erfüllen – an erster Stelle sollte es authentisch sein. „Wir haben ein ganzes Arsenal an Kleidung aus verschiedenen Quellen geschaffen – Uniformen von verschiedenen Armeen aus Nordamerika, Kampf- und Polizeikleidung, technische Klamotten oder reguläre Straßenkleidung. Dabei haben wir uns überlegt, welche Kleidung die Menschen nach einem nuklearen Krieg noch tragen würden“, erläutert er. „Was hat überlebt? Was haben die Soldaten zusammengeflickt, um es als Uniform nutzen zu können? Wir haben einerseits versucht, dem Realismus und der Authentizität, die wir angestrebt haben, gerecht zu werden, und andererseits die Dinge künstlerisch überhöht, um interessante und innovative visuelle Eindrücke zu schaffen.“

        Der Anschluss an die ersten drei Filme war ein weiterer Faktor, den Wilkinson beim Design der Kostüme berücksichtigen musste. Für die Garderobe von John Connor arbeitete Wilkinson die tigergestreiften Armeehosen ein, die an die Kleidung von dem jungen Connor in Terminator 2 erinnern. Aber darüber hinaus wollte er die Silhouette von Connor sachlich halten. „Bei Christian ist weniger mehr“, gibt er zu Protokoll. „Die Intensität seiner Performance und seine dominierende Präsenz vermitteln einem, wer John Connor ist. Sein Look hat eine gewisse Neutralität, und die hilft dem Zuschauer, den echten John Connor zu erkennen.“

        Ein weiterer Wink mit dem Zaunpfahl besteht in den Sneakers von Kyle Reese – eine Anspielung auf die Schuhe, die er als Erwachsener in The Terminator trägt. Dies adaptierten die Kostümdesigner in dem gefütterten Inneren und in den Cord-Senkeln der Schuhe. „Es war ein Spaß, mit diesen fantastischen, ikonischen Figuren zu beginnen und sie in das zu stecken, was unserer eigenen Vision dieses Films entsprach“, lächelt Wilkinson.

        Das Kostüm von Marcus, dem Terminator-Hybrid aus dem 21. Jahrhundert, fertigten die Designer aus Lederstoffen an, die an die Garderobe des T-800 erinnert. „Wir hatten eine Biker-Hose aus Leder und haben sie im Grunde kaputtgemacht – wir ließen sie künstlich altern, so dass sie richtig abgewetzt war. Und dann haben wir aus zwei verschiedenen Lederjacken eine neue geschneidert“, führt Wilkinson weiter aus.

        Darüber hinaus koordinierte Wilkinson seine Arbeit mit der von den Künstlern aus dem Stan Winston Studio, damit die Kostüme und die Haut der Figur im Verlauf des Films den Blick auf das mechanische Endoskelett freigeben konnten. „Wir besprachen genau, was wir wann und in welcher Form zeigen wollten“, sagt er. „Marcus hat drei Looks in dem Film und jeder Look erforderte zehn bis zwanzig verschiedene Versionen des Kostüms in verschiedenen Stadien: sauber, zerrissen, in Fetzen, verfilzt, angekokelt, durchschossen und so weiter.“

        Auch für die Frauen in TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG gestaltete Wilkinson Kostüme mit individuell eingearbeiteten Details. Darunter waren die eigens angepasste, hautenge Fluguniform von Blair und Stars übergroßes Outfit. „McG und ich mochten die Idee, dass die Menschen allesamt anders aussehen – dank ihrer Kleidung, mit denen sie ihr Wesen ausdrücken. Damit stehen sie im kompletten Gegensatz zu den Maschinen, die alle gleich aussehen“, bemerkt er. „Wir besuchten die amerikanischen Ureinwohner in der Gegend und schauten uns an, wie sie ihre Ornamente in die Nutzkleidung eingearbeitet haben. Neben den sehr militärischen Kampf-Kostümen haben wir so noch eine Schicht sehr ausdrucksstarker, handgemachter Elemente. Star trägt zum Beispiel an ihrer Kopfbedeckung einen Polizeistern, und Blair trägt eine Handvoll Ketten, Medaillons, Federn und andere Objekte als Schmuckstücke.“

        Die Bewaffnung der Figuren erforderte ebenfalls eine Mischung aus Kreativität und praktischem Realismus. Das Design-Team stattete John Connor mit einem HK 416D-Gewehr aus, der deutschen Version des amerikanischen M4. Barnes, Connors rechte Hand, trägt ein gigantisches Grizzly 50, Blair ist mit einer handlichen Desert Eagle 50 bewaffnet.

        Bei den umfangreichen Schusswechseln, Verfolgungsjagden und Explosionen mussten die Filmemacher auf eine gewaltige Feuerkraft zugreifen, die sie so effizient und sicher wie menschenmöglich einsetzen konnten. „Wir wollten alles vor der Kamera drehen“, sagt McG. „Wir haben natürlich CGI eingesetzt, wenn es erforderlich war. Aber wir wollten die Dinge physisch bauen, wieder in die Luft jagen und die Autos zertrümmern. Es ist großartig, wenn die Druckwelle einer richtigen Explosion zusätzlich ein gewisses Maß an Realität in eine Szene bringt. Man sieht die Aufregung in den Augen der Beteiligten, man spürt, wie der Adrenalinspiegel steigt. Natürlich haben wir alles so sicher wie möglich durchgeführt, aber wir wollten dabei wirklich an die Grenzen gehen. Nur so konnten wir einen Film schaffen, der im Kern ein Kriegsfilm ist und die Realität dieses enormen Drucks widerspiegelt.“

        Fotorealismus war auch das erklärte Ziel für die Künstler, die die physischen und visuellen Effekte herstellten. Der Visual Effects Supervisor (und Second Unit Regisseur) Charles Gibson erläutert: „McG wollte echte Pyro-Effekte, Explosionen und Action in einem Eins-zu-eins-Maßstab, keine Miniaturen oder Computereffekte. Darum ist dies ein Actionfilm im wahrsten Sinne des Wortes. Also haben wir uns entschlossen, die visuellen Effekte so intelligent wie möglich einzubauen und es dabei nicht zu übertreiben. Und immer, wenn es ging, haben wir echte Effekte erzeugt.“ Gibson arbeitete für den Film mit nicht weniger als acht Firmen zusammen, darunter Industrial Light & Magic, Asylum, Kerner Studios, Whiskey Tree und Rising Sun Studios.
        Eine der potentesten Herausforderungen bei den Special-Effects war die Zerstörung einer Tankstelle im Verlauf des Kampfs zwischen Marcus, Kyle und dem Harvester: Marcus erblickt einen Tanklaster und jagt ihn unterhalb des Harvester in die Luft, um weitere Angriffe zu verhindern. Dafür wurde ein Tanklaster mit rund 950 Litern Benzin gefüllt – der Feuerball hatte einen Radius von 48 Metern und war 60 Meter hoch. Die Explosion setzt sich an der Tankstelle selbst fort, gefolgt von einer Detonation der Zapfsäulen. Dieser Effekt erforderte eine Vorbereitungszeit von zwölf Wochen und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen am Tag des Drehs.

        Die Produktion hatte dabei natürlich nur einen einzigen Versuch, diese Szene zu drehen. McG ging auf Nummer sicher und filmte die Szene aus etlichen Perspektiven mit ferngesteuerten Kameras: nah positionierten Kameras, Kameras, die in drucksicheren Gehäusen gesichert waren, von Kameramännern bediente Kameras hinter Bunkern und sogar Kameras, die mit Weitwinkelobjektiven aus Helikoptern heraus filmten.

        Spektakulärer noch als diese Szene waren allerdings der Abwurf der Napalmbomben und die Bruchlandung von Connors Helikopter im Fluss. Für diese Sequenz hob die Crew mitten in der Wüste ein über 60 Meter langes künstliches Flussbett aus, in dem ein fünf Meter tiefes Becken mit einem hydraulischen Scherenlift eingelassen war, der den Helikopter auf und ab bewegen konnte und so konstruiert war, dass der Hubschrauber ins Wasser stürzen und dort wieder hochgekurbelt werden konnte. Am Rand des „Flussbetts“ standen echte und künstliche Bäume, die mit Benzinleitungen präpariert wurden, um später ein kontrolliertes Feuer erzeugen zu können. Dahinter brannte ein Ring aus Schutzfeuern, die von einem Schwadron Feuerwehrmänner im Auge behalten wurden.

        Das „Napalm“ wurde durch eine Reihe von Explosionen über eine Länge von gut 90 Metern am Fluss entlang abgeworfen. Jede Explosion jagte über 375 Liter Benzin in die Luft und erreichte eine Höhe von Dutzenden Metern. Der Effekt dauerte nur sieben Sekunden und mutete an wie der Trommelfeuerbeschuss eines Maschinengewehrs, bei dem eine große Hitzewelle generiert wurde – „und glücklicherweise nicht mehr als das“, schmunzelt Gibson.

        „Dabei sprudelte das Adrenalin geradezu“, erinnert sich Moon Bloodgood. „Wir hatten ein paar ziemlich verrückte Stunts – wir liefen los, und auf einmal standen wir mitten in einer Staubwolke, um uns herum explodierten Dinge und ich hatte keine Ahnung, was mir gerade um die Ohren flog. Wir hatten eine solche Angst, dass wir immer wieder hysterische Lachanfälle hatten. Aber ich habe es geliebt!“

        „Meine Figur wird richtig in die Mangel genommen“, lacht Worthington. „Er wird gefesselt, geschnitten, in die Luft gejagt,  und das bedeutete, dass ich selbst gefesselt, geschnitten und in die Luft gejagt wurde. Wir haben alle Beulen und blaue Flecken davon getragen, aber hey: Wir haben TERMINATOR gedreht und nicht Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil, 2005)!“

        Hunderte von Menschen arbeiteten täglich auf dem 7,5 Quadratkilometer großen Gelände und in der Wüste um die Albuquerque Film Studios. TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war, laut Jeffrey Silver, „ein unfassbar gewaltiges Unterfangen. Dafür benötigten wir jeden denkbaren Trick aus dem Lehrbuch: Animatronics, Spezialeffekte, visuelle Effekte, Stunts… alles was man sich vorstellen kann – der Film bietet es.“

        Und McG bringt es abschließend auf den Punkt: „Es war heftig… aber wir hatten unglaublich viel Spaß.“

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