Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:25 Uhr
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  • Resident Evil 3: Extinction

    Action, Science Fiction, Horror | Deutschland / Frankreich / Großbritannien 2007
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      • | Menschen vs. Zombies - die Story

      • „Alles ist geprägt von einer Atmosphäre der Einsamkeit und Verwüstung,
        völlig öde und leer.“
        Jeremy Bolt

        RESIDENT EVIL: EXTINCTION setzt drei Jahre nach dem Ende des zweiten Films an. „Die Geschichte spielt in der Wüste, es gibt also nur sehr wenig Gebäude, sehr wenig Menschen“, erklärt Produzent Jeremy Bolt. „Alles ist geprägt von einer Atmosphäre der Einsamkeit und Verwüstung, völlig öde und leer. Drei Jahre nach der Apokalypse ist einfach nichts mehr da, abgesehen von unserer kleinen Gruppe Überlebender und der bösen Umbrella Corporation.“
        „Der dritte Film spielt einige Zeit nach dem Ende der zivilisierten Welt“, sagt auch Anderson. „Die Menschheit wurde durch den teuflischen T-Virus ausgelöscht und nur ein winziger Mikrokosmos Menschlichkeit ist übrig geblieben. Der Prototyp der Familie der Zukunft sozusagen - eine Gruppe Überlebender, die in einem bewaffneten Konvoi unaufhaltsam durch das verwüstete Land zieht und versucht sich möglichst aus allem Ärger heraus und in möglichst großer Entfernung der Untoten zu halten.“

        „In einer Gruppe von ungefähr 30 Erwachsenen und Kindern fahren sie in zu Festungen umfunktionierten Wagen wie einem Schulbus, einem Krankenwagen, einem LKW und einem Tanklaster“, beschreibt Mulcahy. „Sie bewegen sich von einer zerstörten Stadt zur nächsten, um dort nach Essen und Wasser zu suchen und ihr Überleben weiterhin zu sichern. Aber ihre Lage wird immer verzweifelter.“

        „Wir haben Milla ganz schön viel zugemutet in diesen Filmen.“
        Paul W. S. Anderson

        Die gefeierte Schauspielerin Milla Jovovich, eine der besten weiblichen Actionstars, spielt noch einmal die Rolle der Alice. Ein Experiment der Umbrella Corporation, in dem ihre DNA mit dem T-Virus verknüpft wurde, verlieh ihr beispiellose Kraft. Seit ihrer Flucht aus dem Hive und Raccoon City dreht sich Alices Leben nur noch ums nackte Überleben – und darum, die letzten Überreste der Menschheit zu schützen. „Alle sind verzweifelt, und Alice hört über eine Radiofrequenz von den Menschen in großer Not. Trotzdem versucht sie, sich von den Leuten fern zu halten. Sie weiß, dass immer, wenn sie anderen Menschen näher kommt, diese Menschen sterben.“

        „Seit dem letzten Film hat sich Alice komplett verändert“, erklärt Jovovich. “Sie ist eine Einzelgängerin geworden. Sie versteht noch nicht, wie sie mit dieser neuen Kraft in sich umgehen soll, und ihr passieren ein paar recht sonderbare Dinge. Wenn sie einschläft und einen Alptraum hat, explodieren Sachen um sie herum. Das ist ziemlich verrückt.“

        Aus Angst ihre Mutation und genetische Verbindung zu Umbrella könnte ein Risiko für die Überlebenden darstellen, die sie eigentlich beschützen will, folgt Alice ihnen im Hintergrund, wie ein Schatten, durch die Wüste. „Sie hat niemanden, an den sie sich anlehnen kann. Sie ist sehr allein und definitiv ziemlich traurig. Andererseits hat sie aber eine Mission zu erfüllen: Diese Leute in Sicherheit zu bringen, und gleichzeitig Umbrellla zu vernichten.“ „Umbrella benutzt sie und sie weiß das“, fügt Anderson hinzu. „Sie weiß, dass Umbrella sie aufgespürt hat und durch ihre Augen sehen kann, sie also als Spion benutzen kann. Als Konsequenz hält sie sich vollkommen isoliert, fern von allem Leben. Sie weiß genau, dass sie mit dem T-Virus infiziert ist und dass diese Krankheit schuld ist an den Veränderungen in ihrem Körper. Ihre neuen Kräfte entdeckt sie bereits am Ende des zweiten Films. Aber diese Fähigkeiten sind inzwischen noch immenser und übernatürlicher geworden. Alice kann sie nicht mehr kontrollieren, und sie hat Angst vor dem, was sie anstellen könnte. Sie hält sich von den anderen fern, weil sie fürchtet, ihnen zu schaden.“

        Die Entwicklung von Jovovichs Figur Alice ist das Herzstück der drei Filme. „Wir haben Milla ganz schön viel zugemutet in diesen Filmen“, sagt Anderson, „und sie hat alles immer mit Humor genommen und ganz zuverlässig ihre Leistung gebracht. Ein Grund, warum die Actionszenen in RESIDENT EVIL so gut sind, ist ihre Intention. Du siehst in ihrem Gesicht, sie glaubt daran. Das ist für einen Film wie diesen wirklich wichtig. Der Zuschauer muss den Horror spüren, und das kann er nur, wenn es auch der Schauspieler tut. Wenn Milla Angst hat, hat das Publikum Angst. Sie gibt 110 Prozent, und das macht diese Filme so besonders.“
        Der Konvoi fungiert als Familie, angeführt von Claire Redfield, einer Figur aus dem Videospiel. „Genau genommen ist sie der General, der die Truppe kommandiert“, sagt Mulcahy.

        Die Überlebenden: Starke Actionheldinnen und coole Typen

        Im Zentrum der RESIDENT EVIL-Filme stehen starke Actionheldinnen. Claire ist da keine Ausnahme. Um diese Rolle zu verkörpern, die mit einer ganz besonderen Mischung aus Stärke und Warmherzigkeit die Gruppe von Überlebenden anführt, haben die Filmemacher Ali Larter ins Boot geholt, die zentrale Figur der Blockbuster-Reihe „Final Destination“ und eine der menschlichen Superheldinnen des TV-Hits „Heroes“. „Sie ist eine sehr ehrgeizige Schauspielerin“, sagt Anderson. „Sie spielt großartig, und sie weiß, wie man eine Waffe in der Hand hält. Die Arbeit mit ihr hat enorm Spaß gemacht.“ „Claire Redfield ist die Anführerin des Konvoi auf dem Weg durch die Wüste Nevadas“, erzählt Larter. „Sie fahren in einer Reihe von Trucks – ein Krankenwagen, ein Hummer, ein Tankwagen und ein Bus, in dem alle schlafen. Jeder versucht durchzuhalten. Sie können nirgendwo lange stoppen, sie müssen immer in Bewegung bleiben um zu überleben. Alles, was zählt, sind nur die grundlegenden Dinge, die man braucht: Essen, Benzin, Wasser und Waffen.“

        Aber Claire ist nicht nur der Boss der Truppe. Für jeden Einzelnen im Konvoi nimmt sie eine andere Rolle ein. Alle haben ihre Familien und Freunde verloren und nichts von ihrem jetzigen Dasein erinnert noch an das glückliche Leben früher. „Für die eine ist sie die Mutter, für eine andere die beste Freundin oder der gute Kumpel, auf den man sich verlassen kann“, erklärt Ali Larter ihren Part der Claire. „Wir sind am Ende der Welt und sie versucht die treibende Kraft für diese Menschen zu sein.“

        Als Alice dazu genötigt wird, in Claires Konvoi mitzufahren, tritt sie in eine Welt ein, in der Claire das Sagen hat und Alice nur Zuschauer ist. „Zu Beginn verhalten sich die Leute aufmerksamer als sonst“, sagt Anderson. „Es gibt Szenen, in denen sie Alice argwöhnisch beobachten, während sie im Camp herumläuft, und sie fragen sich, ob sie diese Teufelsfrau ist. Eine Zeile im Skript lautet: ‚Die Kinder reden von dir, als ob du Dracula bist oder so was ähnliches.’ Jeder macht erst einmal einen Schritt rückwärts, wenn Alice sich nähert.“

        Carlos Oliviera, der von Oded Fehr gespielt wird, ist schon aus dem zweiten Film bekannt. „Anfangs war Carlos ein typischer Militär“, erklärt Kulzer. „Er war Mitglied der Umbrella Corporation. Aber ab einem bestimmten Punkt hat er bemerkt, dass Umbrella längst nicht so gut und ehrenhaft ist wie er angenommen hatte. Ich glaube, er bekam ernsthafte moralische Zweifel, nachdem er erkennen musste, dass einzig und allein Umbrella für das Ende der Zivilisation verantwortlich ist.“
        „Carlos hat als Chef einer Spezialeinheit für Umbrella gearbeitet“, sagt Fehr. „Im letzten Film, als er erkannte, in was er da hineingeraten ist, hat er sich den guten Jungs angeschlossen. Er ist ein typischer Soldat, ein Einzelgänger noch dazu, und er ist vor allem sehr heftig in Alice verliebt.“

        Zu Beginn des Films sind Carlos und Alice noch getrennt voneinander. Aber ihr erneutes Zusammentreffen bringt die verborgenen Gefühle der beiden an die Oberfläche. „Sie haben eine Menge Respekt voreinander und bewundern sich gegenseitig. Das macht die Anziehung aus“, versucht Jovovich eine Erklärung. „Wenn sie sich dann endlich wieder sehen, ist es für Alice zuerst einmal eine enorme Erleichterung. Sie ist immer so stark und unabhängig. Aber Carlos ist der Einzige, der versteht, was sie durchgemacht hat. Er lässt sich von ihrer Kraft nicht einschüchtern. Sie hat niemanden außer Carlos in ihrem Leben, und es besteht eine tiefe Verbindung zwischen ihnen. Es hat großen Spaß gemacht, die Grenzen zwischen diesen zwei Charakteren auszuloten.“

        „Die RESIDENT EVIL-Filme, besonders die ersten beiden, sind sehr stark weiblich dominiert“, bemerkt Anderson. „Im zweiten Film hat Oded dann einen enormen Eindruck hinterlassen. Der dritte Film stellt ihn jetzt mehr in den Vordergrund. Ich denke, es ist das erste Mal, dass in einem RESIDENT EVIL-Film auch ein starker männlicher Charakter vorkommt. Und ich finde, dass Oded der Figur genau die richtige Kombination aus echter Stärke und kluger Besonnenheit verleiht.“
        Auch L.J., gespielt von Mike Epps, ist schon ein alter Bekannter. L.J. hat das Talent, auch die finstersten Situationen ein wenig aufzuhellen. „L.J. war anfangs als rein komische Rolle angelegt“, beschreibt Produzent Kulzer. „Jetzt haben wir ihn mehr in den Mittelpunkt gestellt und er wird zu einem wichtigen und auch vielschichtigeren Part. Die Leute im Konvoi vertrauen ihm. Er ist immer noch der Spaßmacher, aber er zeigt inzwischen deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein für die anderen im Team.“

        Für Epps ergab sich dadurch die Möglichkeit, seinem Charakter mehr Authentizität und Menschlichkeit zu verleihen, was dem Schauspieler sehr gefällt. „Der Film ist mehr als nur ein typischer Horrorfilm“, sagt Epps. „Die Figuren haben Gefühle und zeigen diese und sind deswegen viel näher am Zuschauer dran.“

        Da Anderson Epps ja schon aus dem zweiten Teil kannte, konnte er seine Rolle diesmal genauer auf ihn zuschneiden und seine Comedy-Qualitäten gezielt mit einbeziehen. „Mike Epps ist wirklich witzig“, erzählt Anderson. „Er hat beim Dreh ständig improvisiert. Keine zwei Takes mit ihm sind gleich.“

        Eine Rolle hat Anderson extra für jemand geschrieben, mit dem er bereits in seinem ersten Film „Mortal Kombat“ zusammen gearbeitet hat: Linden Ashby spielt Chase. „Linden Ashby war der Anführer in ‚Mortal Kombat’, und seitdem wollte ich gerne wieder einmal mit ihm drehen. Er ist ein Cowboy. Er lebt auf einer Farm und besitzt ein paar Pferde, deswegen habe ich ihn als einen Gegenpart zu dem sehr großstädtischen L.J. erschaffen. Und das Zusammenspiel dieser beiden konträren Charaktere war einfach perfekt. Die Figur des Chase ist ein echter Gewinn für den Film.“

        Im Konvoi gibt es noch zwei weitere wichtige Frauenfiguren – Krankenschwester Betty, die von der Sängerin und Schauspielerin Ashanti verkörpert wird, und ein 14 Jahre altes Mädchen namens K-Mart, gespielt von der bemerkenswerten Nachwuchsdarstellerin Spencer Locke. Ashanti, ein riesiger Fan dieser Art Filme, hat die Möglichkeit, in einem solchen Actionfilm mitzuspielen, begeistert wahrgenommen. „Alles in RESIDENT EVIL: EXTINCTION dreht sich ums Überleben. Unsere Gruppe haust in den Ruinen von Las Vegas. Die Verpflegung geht langsam aus und unter den Hungrigen befinden sich eine Menge Kinder. Betty hilft allen, besonders denen, die von den Untoten gebissen wurden. Sie ist absolut tough und professionell, spaziert mit ihrem Patronengürtel und dem Verbandsmaterial durch die Gegend.“

        K-Mart, sagt Locke, sorgt bei den Leuten im Konvoi für einen kleinen Hoffnungsschimmer. „K-Mart flechtet aus Kabeln kleine Armbänder, die Glück bringen sollen, und gibt so den Menschen um sich herum ein wenig Hoffnung.“
        In ihrem Kampf müssen die Überlebenden stets in Bewegung bleiben, nach Benzin und Nahrung suchen und vor den Zombies und mutierten Krähen flüchten. „Sie gehen durch öde Landschaften, vorbei an seltsamen TV-Stationen und finden dort Geschöpfe, die weder Mensch noch Zombie sind… sie sind zurückgeblieben, Furcht erregend“, erzählt Mulcahy. „Und es gibt diesen gewaltigen Angriff der Krähen, wie in Hitchcock’s „Die Vögel“ nur zehnmal so krass.“

        „Der einzige Ort, an dem alles noch seinen gewohnten Gang geht, ist der unterirdische Hive von Umbrella.“
        Russell Mulcahy

        Unter der unwirtlichen Oberfläche der Wüste liegt eine vollkommen andere Welt verborgen. „Der einzige Ort, an dem alles noch seinen gewohnten Gang geht, ist der unterirdische Hive von Umbrella. „Von außen sieht man nur eine alte, heruntergekommene Wetterstation, die von Zehntausenden von Zombies umlagert und bedrängt wird“, beschreibt Mulcahy. „Im Inneren der Umbrella Corporation, wo die Wissenschaftler leben, ist dann alles metallisch blau. Das ist der große optische Kontrast zwischen diesen beiden Welten, die da nebeneinander existieren.“
        Chef dieser zu Umbrella gehörenden Station in Nevada ist die bereits bekannte Figur des Dr. Isaacs, gespielt von Iain Glen. Dr. Isaacs ist besessen von dem Gedanken, eine ganze Reihe von Alices zu klonen. „Es liegt in seiner Verantwortung die Situation zu retten, denn der T-Virus hat die gesamte Bevölkerung vernichtet. Aber er glaubt immer noch, alles retten zu können, indem man aus Alices Blut ein Gegenmittel herstellt. Dr. Isaacs ist ein sehr arroganter Mann, und als er von seinen Vorgesetzten gestoppt wird, sucht er auf eigene Faust weiter nach Alice, die alle bereits für tot halten.“
        Während nun Alice an der Oberfläche mit den Untoten kämpft, sitzt ihr eigentlicher Feind unter der Erde im Labor. „Sie hat es hier mit einem ziemlich cleveren Gegner zu tun, der auch noch eine gewisse Macht über sie besitzt“, sagt Glen. „Er kennt sie gut, schließlich hat er sie auf eine gewisse Weise erst erschaffen. Er ist also ein ganz spezieller Feind.“

        Ständig muss Alice den wachsamen Augen der Umbrella-Satelliten ausweichen, während sie den Menschen im Konvoi beisteht. Die Route führt nach Norden, ins tiefste Alaska. Ein gefundenes Tagebuch deutet an, dass es dort möglicherweise noch einen sicheren, nicht-infizierten Ort gibt, an dem Menschen überleben können. Ohne Benzin und mitten in der Wüste, liegt ihre letzte Hoffnung in den sandbedeckten Überresten von Las Vegas. Sie brechen auf, doch als Dr. Isaacs Alice inmitten der Gruppe ausfindig macht, befinden sie sich in Umbrellas Schusslinie und müssen gegen diese neuartige Mutation der Super-Untoten um ihr Leben kämpfen.

        „Wir spielen so oft wir können mit den Vorgaben des Genres. Es macht Spaß, immer dann die Wolldecke ein wenig wegzuziehen, wenn es sich der Zuschauer darunter gerade so richtig gemütlich gemacht hat und denkt, dass alles so läuft, wie er es annimmt“, erklärt Anderson. „Ich glaube, so kann man die Leute richtig überraschen und ihnen wirklich tolle und aufregende Actionszenen bieten. Die Zuschauer werden vielleicht manchmal sogar schockiert sein, in welche Richtung sich die Story bewegt oder was mit manchen Figuren passiert - gerade mit jenen, die man schon aus den anderen Filmen kennt. Wir haben uns bemüht, viel Unerwartetes geschehen zu lassen. Ich denke dieser Film stellt so manche Vorgaben des Genres völlig auf den Kopf.“

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