Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:25 Uhr
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    Action, Science Fiction, Horror | Deutschland / Frankreich / Großbritannien 2007
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      • | Horror bei Tageslicht - die Produktion

      • „Wir wollten diese unglaublichen Dünenlandschaften und ein Las Vegas,
        das fast ganz unter Sand begraben ist.“
        Paul W. S. Anderson

        Um die enormen Einfälle zu RESIDENT EVIL: EXTINCTION auch entsprechend umsetzen zu können, schlug die Produktion ihr Lager im Süden von Mexicali, Mexiko, auf. Die schier unendlichen Dünenberge der unbewohnten Wüste erschienen genau richtig für den taghellen Horror des Films, den viele Szenen verströmen sollten. „Wir wollten es draußen in der Wüste spielen lassen. Wir wollten diese unglaublichen Dünenlandschaften und ein Las Vegas, das fast ganz unter Sand begraben ist“, erzählt Anderson.

        Der gefeierte Produktionsdesigner Eugenio Caballero, der für seine Arbeit an „Pan’s Labyrinth“ einen Oscar® erhielt, sollte eine Reihe verwitterter, von Sonne und Sand gezeichneter Umgebungen schaffen, die im Gegensatz zu den sterilen, technischen Arbeitsbereichen der Umbrella Laboratorien stehen sollten.
        „Es war für mich absolut neu, einen Zombiefilm zu drehen, der fast ausschließlich bei Tageslicht spielt“, sagt Caballero. „Es ist eine tolle Gelegenheit für den Ausstatter. Da kann man nämlich endlich einmal mit den ganzen Stoffen und Farben spielen, die man sonst in dieser Art Film gar nicht genau erkennen kann.“

        Die Temperaturen in Mexicali betrugen tagsüber schnell einmal gute 55 Grad Celsius. Deswegen wies Caballero die Crew an, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Nicht nur das Team selbst sollte sich vor der extremen Hitze oder dem starken Wind schützen. Auch die Setaufbauten und Kulissen mussten geschützt werden. Jedes Crew-Mitglied hatte eine Notfallausrüstung gegen Dehydrierung und Hitze dabei, gearbeitet wurde nur in den ganz frühen Morgenstunden und ab dem späten Nachmittag, um die heißesten Stunden des Tages zu umgehen. „In Mexicali gab es wirklich gigantische Drehorte und wir konnten viel von dieser monumentalen, beeindruckenden Landschaft in unsere Optik einbauen“, erinnert er sich. „Aber die Arbeit in dieser Hitze, unter dieser Sonne, war wirklich unglaublich. Außerdem waren für manche Bauten, die direkt im Wind standen, auch noch gigantische Gerüstkonstruktionen nötig, damit sie überhaupt stehen blieben.“


        „Die Crew hat so wahnsinnig viel geleistet, das hat einen wirklich mitgerissen.“ Milla Jovovich

        Eines der aufregendsten Sets für die Produktion stand in Algodoroz und war das postapokalyptische Las Vegas, das sich die Wüste schon zurückgeholt hat. „Ein Stück der Freiheitsstatue schaut noch aus dem Sand und ein paar verlassene Casinos inmitten der Wüste sind zu erkennen. „Eugenio hat da wirklich ganz großartige Arbeit geleistet“, lobt Anderson begeistert. „Wir haben einen Teil der Rialto Brücke nachgebaut, dann noch ein Stück Eiffelturm und ein paar Außenanlagen der Casinos, all die legendären Bilder des Strip, den der Sand inzwischen schon fast verschlungen hat.“
        „Einen Ort wie Las Vegas zerstört und halb im Sand verschwunden zu sehen, hatte durchaus etwas Dramatisches“, bemerkt Milla Jovovich. „Die Crew hat so wahnsinnig viel geleistet, das hat einen wirklich mitgerissen.“ Zusätzlich zu den Bauten wurden Effekte am Computer erarbeitet. Außerdem wurde eine 25 x 12 Meter lange Miniatur des postapokalyptischen Las Vegas Strip in den New Deal Studios in Los Angeles angefertigt.

        In einer anderen Szene sieht man ein Motel mitten in der Wüste. „Das haben wir alles extra aufgebaut, um dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, wie diese riesigen Sanddünen immer näher an das Gebäude heranrücken“, sagt Caballero.
        Den dritten wichtigen Drehort bildete die Wetterstation, die ständig von den Untoten belagert wird. Caballero errichtete die Bauten inmitten eines ausgetrockneten Sees namens La Pinatata. „Die Landschaft dort sah sehr geheimnisvoll aus, beinahe wie auf dem Mond.“

        In den Churubusco Studios in Mexico City fand die Produktion schließlich die idealen Bedingungen um die Unterwelt von Umbrella entstehen zu lassen. Der von Caballero entworfene Komplex unter der Erde ist wesentlich größer und vielschichtiger als der bienenstockartige ‚Hive’ aus RESIDENT EVIL. Bei der Gestaltung der Labors orientierte sich Caballero an den ersten beiden Filmen. Zusammen mit den Filmemachern versuchte er aber, eine neuartige Ästhetik in das bereits bekannte Design des Untergrunds zu integrieren, um auch dadurch die Fortschritte der Corporation deutlich zu machen. „Wir entschieden uns beispielsweise für unbehandelte Wände, es sollte aussehen wie in einem Bunker“, beschreibt er. „Die Umbrella-Leute schotten sich hier von dem ab, was draußen vor der Bunker-Tür passiert. Gleichzeitig spielten wir in der Architektur mit einer Menge glänzender Oberflächen, mit Glas, Aluminium und auch indirekter Beleuchtung. Die Grundidee war, diese Räume nach High Tech aussehen zu lassen, seelenlos.“ Mit den Filmemachern gemeinsam versteckte Caballero ein paar „Ostereier“ für die Fans des Videospiels im Design des Labors. „Anstelle der üblichen Behälter mit irgendwelchen Flüssigkeiten haben wir die Labors zum Beispiel mit roten oder grünen Pflanzen ausgestattet“, erklärt Caballero.

        Ein großer Spaß war auch das Entwerfen der Fahrzeuge des Überlebenden-Konvois, die zusammen eine Art Festung auf Rädern bilden sollten. „Es war sehr lustig, die einzelnen Autos zu gestalten“, erinnert sich Caballero. „Es ist eine Sache sie zu zeichnen. Aber sie dann auch noch zu bauen, hat uns allen echt viel Freude gemacht.“
        Die Grundüberlegung war natürlich, was benötigt der Konvoi eigentlich? Wasser, Schutz vor dem Wetter, Verteidigung gegen die Untoten usw. „Mit den extrem rostigen, verstaubten Materialien außen und der High Tech-Ausstattung im Inneren der Autos wollten wir den Eindruck vermitteln, dass diese Fahrzeuge zwar alle Teil dieser Welt sind, aber aus ganz unterschiedlichen Einsatz/Funktionsbereichen zusammengewürfelt sind.“ In Anlehnung an das Drehbuch entwarf Caballero die Designs für den Transport Koordinator. „Er hat einen tollen Job gemacht. Die Autos sahen aus wie die, die ich entworfen hatte. Ich hatte also schnell ein tolles Team, das an den Autos arbeitete. Es war ein bisschen wie in einem riesigen Kaufhaus voller Spielzeug.“


        „Es ist einer der heißesten Plätze auf Erden.“
        Ali Larter

        Während der Dreharbeiten bekamen dann auch Cast und Crew eine Ahnung davon, unter welch extremen Bedingungen das Aufbau-Team zuvor die Sets errichten musste. „Seitdem empfinden wir größten Respekt für die mexikanischen Filmteams, die dort regelmäßig arbeiten. Wir waren eine international zusammen gewürfelte Crew, die sich auf Grund der widrigen äußeren Bedingungen dann schnell näher kam und immer besser miteinander verstand“, erzählt Produzent Jeremy Bolt. Nach den überstandenen Strapazen des Drehtages gab es dann Poolpartys und Grillfeste für alle.
        Im Film sieht man Leute, die eine besondere Beziehung zueinander haben, die sich lieben und sich gegenseitig helfen, weil die äußeren Umstände sie zusammenschweißen“, beschreibt Jovovich das Phänomen. „Wir alle, Cast und Crew, haben während der Dreharbeiten diese Form der Zuneigung am eigenen Leib erfahren.“
        „Es ist einer der heißesten Plätze auf Erden“, sagt Ali Larter. „Und die Beteiligten gaben alle 110 Prozent. Ich glaube, das hat mir auch bei meiner Rolle enorm geholfen. Man muss nicht mehr so tun als ob. Man fühlt es einfach.“ „Ich war gespannt wie die Chemie am Set passen würde, aber alle waren ein Team und haben die Sache vorangetrieben“, sagt Mulcahy. „Ich hatte einen großartigen Cast und eine wunderbare Crew, die sich den Hintern abgearbeitet hat. Sobald wir am Set waren, ging es auch schon los.“


        „Weißt du was? Milla kann von einer Minute zur anderen von der Schauspielerin zur Stuntfrau werden.“
        Rick Forsayeth

        In einem Film mit knallharter, möglichst realistischer Ästhetik und Non-Stop-Action war die Herausforderung für Stunt Koordinator Rick Forsayeth vor allem, Stunts zu finden, die einerseits das Sci-Fi-Ambiente des Films unterstreichen, andererseits aber auch plausibel und realistisch erscheinen. „Es gab jede Menge Explosionen. Es krachte und knallte überall und die Kugeln flogen durch Köpfe und die Köpfe fielen zur Seite. Rick war einfach großartig. Er ist Schauspieler und Stuntman, und wir haben ihn für drei völlig unterschiedliche Charaktere im Film eingesetzt.“
        Forsayeth und sein Assistent David Harcourt haben sich einige Szenen ausgedacht, die besonders die übermenschlichen Fähigkeiten von Alice und einiger Super-Untoter, mit denen sie zu kämpfen hat, unterstreichen sollten. „Es war für beide ein Genuss, mit einer so Stunt-erfahrenen Schauspielerin wie Jovovich arbeiten zu dürfen. Das Überraschendste für uns alle war, wie wahnsinnig schnell sie bestimmte Dinge verstanden und angenommen hat“, erinnert sich Forsayeth. „Es war wirklich genial, mit Rick zu arbeiten“, sagt auch Jovovich. „Er hat mir die Gelegenheit gegeben, ein paar richtig tolle, absolut glaubwürdige Stunts zu drehen. Man kann sich richtig vorstellen, dass das tatsächlich so passiert.“
        „Rick sagte zu mir: ‚Weißt du was? Milla kann von einer Minute zur anderen von der Schauspielerin zur Stuntfrau werden’“, fügt Anderson hinzu. „Er liebte es sehr, mit ihr zu drehen. Die Arbeit war für ihn so angenehm wie sonst nur mit ausgebildeten Stuntleuten, und das sieht man den entstandenen Szenen auch an. Sie wirken sehr überzeugend. Wenn man nur Stuntdoubles einsetzen muss, ist man als Regisseur und Kameramann gezwungen, ständig zwischen den Nahaufnahmen mit dem echten Darsteller und den Totalen mit dem Double zu wechseln, und jeder sieht den Unterschied. Auch in Szenen, in denen es gar nicht nötig gewesen wäre, selbst zu spielen, sieht man ziemlich oft die echte Milla, weil sie darauf bestand, selbst zu spielen.“
        In RESIDENT EVIL: EXTINCTION schwingt Alice ein Paar extrem scharfe Messer, so genannte Kukris, die ein besonderes Training verlangten. Kukris, die aus Nepal stammen, sind uralte, außergewöhnliche Klingen, die sowohl im Kampf wie auch als Werkzeug verwendet werden. „Dies sind echte Waffen, die um die Jahrhundertwende von den nepalesischen Gurkhas gegen die Briten benutzt wurden“, schwärmt Milla Jovovich, „aber sie benutzten nur eine und ich trage zwei. Das ist sehr cool, weil sie so groß sind und ziemlich übel aussehen. Ich hatte früher schon Waffentraining, es war also nicht so schwer für mich die Handhabung der Messer zu lernen.“


        „Es gibt zwei Arten von Zombies in diesem Film, die Untoten der Wüste
        und die Super-Untoten.“
        Patrick Tatopoulos

        Eine der größten Herausforderungen für den Special Make Up Effects Designer Patrick Tatopoulos – gefeierter Veteran einer ellenlangen Reihe von Großproduktionen wie „I, Robot“, „Independence Day“ und „Pitch Black“ – war das Aussehen der Untoten in der Wüste. Damit diese alle gleich aussähen, legten Tatopoulos und sein Team ein Album mit Polaroids von den einzelnen Kreaturen an, auf das sich auch die Filmemacher immer wieder beziehen konnten. „Bruce Spaulding Fuller und Richard Redlefsen, meine zwei Chef-Maskenbildner am Set, hatten täglich mit Hunderten von Wüsten-Zombies zu tun, und wir haben wirklich jede bekannte Technik angewandt“, erklärt Tatopoulos. „Man entwickelt normalerweise etwa ein halbes Dutzend unterschiedliche Gesichter, Oberkörper und andere Körperteile. Mit diesen Versatzstücken kann man dann wie beim Patchwork immer neue Kombinationen erstellen und damit spielen. Das erlaubte dem Regisseur, auch am Set noch kreativ zu sein und neue Untote auszuprobieren.“

        In der Arbeit mit Mulcahy und Anderson war es für Tatopoulos wichtig, ein Aussehen der Kreaturen zu erreichen, das sich mit der Optik der ersten beiden Filme deckt, gleichzeitig aber auch aufregend neu erscheint. „Es gibt zwei Arten von Zombies in diesem Film“, erklärt er. „Die Untoten der Wüste und die Super-Untoten. Die Untoten in der Wüste sehen vertrocknet aus, sie erinnern an Mumien. Die Super-Untoten dagegen sind extrem kräftig und sehr schnell. Sie bilden die neue Generation, die – wenn man so möchte – höher gestellten Kreaturen. Es war ein großer Spaß, diese Zweiklassengesellschaft der Zombies herzustellen.“
        Um die Wüsten-Zombies mit den passenden Bewegungen auftreten zu lassen, arbeitete Tatopoulos mit einer Crew von Stuntleuten, Tänzern und Schauspielern zusammen.
        „Wir mussten diesen ausgemergelten Look erschaffen. Du fängst also mit dem dünnsten Schauspieler an und betonst seine Knochenstruktur, dann sieht es so aus als wäre die Haut an die Knochen geklebt“, erklärt Tatopoulos. In manchen Szenen wurde nur eine Handvoll Zombies benötigt. In anderen Szenen, wie der riesigen Massenszene rund um die Wetterstation, brauchte man 300 Mann. „Die Leute schwitzen, und nach ein paar Stunden Dreh hatte der Schweiß den Kleber an den Körpern einfach aufgelöst“, erzählt Tatopoulos. „Wir mussten sie ständig überprüfen, damit wir sichergehen konnten, dass der Regisseur bekommt, was er wollte.“

        „Zusätzlich zu den 300 Zombies haben wir noch Tausende am Computer geschaffen, so dass es wirklich überwältigend aussieht“, sagt Jacobs. Mit derselben Technik entstanden auch die mörderischen, mutierten Krähen. Am Set gab es vier echte, trainierte Tiere und eine Menge mechanischer, die von einem Team von Puppenspielern bewegt wurden. „Das sind die, die man in den Close-Ups sieht“, erklärt Tatopoulos. „Die Tausenden Krähen im Hintergrund sind dann später vom Computer ergänzt worden.“
        Einige der schrecklichsten, Furcht erregendsten und sich am nachhaltigsten ins Gedächtnis brennenden Feinde gegen die Alice und ihre Begleiter in der RESIDENT EVIL-Trilogie kämpfen müssen, sind die in jedem Film präsenten Zombie-Hunde. Für RESIDENT EVIL: EXTINCTION sind die Filmemacher von den bisher eingesetzten Dobermann Pinschern abgekommen. Diesmal sind es die sehr gut erziehbaren und äußerst gelehrigen Belgischen Schäferhunde. „Es ist eine ganz andere Rasse diesmal“, erklärt Jacobs. „Belgische Schäferhunde sind tolle, aggressive Tiere, die sehr rasch trainiert werden können. Sie sitzen da wie die süßesten Hündchen, denen man jemals begegnet ist. Aber einmal mit den Fingern geschnippt, und schon geht es richtig zur Sache.“
        Tatopoulos hat spezielle Verkleidungen entwickelt, die den Hunden das notwendigen „untote“ Aussehen verleihen, ohne die Tiere jedoch in ihrer natürlichen Bewegung und Balance einzuschränken. „Wir hatten Anzüge aus Leggins und Bruststücken“, beschreibt er. „Und wir haben den Hunden schon einen Monat vor Beginn der Dreharbeiten diese Sachen angezogen, damit sie sich daran gewöhnen konnten. Für die Gesichter haben wir noch ein wenig zusätzliches Make Up verwendet, aber nichts davon hat ihre Bewegungen beeinträchtigt.“

        Die größte Herausforderung, was die spektakulären Effekte angeht, dürfte aber der Tyrant gewesen sein. Tyrant ist der letzte Gegner (oder „Boss“, in der Spiele-Sprache), dem Alice sich im Zweikampf stellen muss. Während seines Auftritts verändert der Tyrant ständig seine Gestalt. Dieses ehrgeizige Vorhaben erforderte eine enge Zusammenarbeit zwischen Mulcahy, Tatopoulos, Jacobs und den Schauspielern und Stuntleuten, die diese Kreatur zum Leben erwecken sollten. „Er ist eine übersteigerte, verrückte Version des Super-Untoten“, erklärt Tatopoulos. „Das Konzept sah vor, dass diese Kreatur aus dem Inneren der Person heraus entsteht und plötzlich mit Wucht herausbricht. Jedes Mal wenn man dieses Wesen sieht, würde sich ein anderer Teil seines Körpers vergrößern und verändern. Wunden würden sich öffnen und Tentakel herauswachsen und sich dann wieder auflösen.“ Zu diesem Zweck erfand Tatopoulos einen Anzug für die Kreatur, an den man verschiedene Teile zusätzlich anbringen konnte und ebenso wieder entfernen, während sich der Tyrant verändert. „Wenn sie herausbrechen, haben wir viel mit Computereffekten gearbeitet. Wenn sie dann physischer werden, sind es echte Kostümteile. Es handelt sich also um ein perfektes Zusammenspiel von real und virtuell“, erklärt er.


        „Er ist der untypischste Regisseur, mit dem ich jemals gearbeitet habe.“
        Iain Glen

        Während des gesamten, überaus aufwändigen Produktionsprozesses erwies sich Regisseur Russell Mulcahy als ein liebenswerter, begeisterter Chef. „Er ist unglaublich kreativ. Wir mussten immer verschiedene Alternativen bereithalten um das zu liefern, was er sich für die Szenen vorstellte“, sagt Tatopoulos. „Russell hatte eine sehr exakte Vorstellung davon, wie dieser Film aussehen sollte“, sagt Jovovich. „Er hat es geschafft diese unheimliche, gruselige Stimmung tatsächlich am helllichten Tag zu erzeugen. Es passiert so viel in jeder Einstellung. Er war wie ein Kugelblitz, der mit seinem Feuer, seiner Leidenschaft und seinem Enthusiasmus alle anderen mitgerissen hat. Es hat total viel Spaß gemacht mit ihm.“
        „Er ist der untypischste Regisseur, mit dem ich jemals gearbeitet habe“, ergänzt Iain Glen. „Er hat einen sagenhaften Blick und eine ganz wunderbare Energie. Er und Paul besitzen sehr unterschiedliche Stärken und Herangehensweisen, aber in der Kombination sind sie einfach brillant.“
        Er selbst ist der Meinung, bekennt Mulcahy, dass sein Film die Versprechen einlöst, die sich aus den ersten zwei Produktionen ergeben hatten. „Der Film ist voller Schrecken und Action. Er ist sehr schnell, und es gibt viele Neuerungen. Ich denke, das macht ihn ziemlich einzigartig. Es ist einfach ein toller Wurf.“
        Für Anderson ist es mehr als zufrieden stellend, endlich den letzten Teil der Trilogie vollendet zu haben. „Ich bin sehr glücklich darüber, wie meine Einfälle für RESIDENT EVIL: EXTINCTION hier verwirklicht wurden. „In sechs Jahren haben wir drei Filme gedreht, und es ist herrlich, diese gigantische Vision endlich auf der Leinwand sehen zu dürfen. Es gibt verschiedene Landschaften, durch die sich die Figuren bewegen – von der engen klaustrophobischen Atmosphäre des kammerspielartigen Horrors bis hin zum riesigen, weiten Filmset in der Wüste. Das war für mich als Filmemacher ungeheuer aufregend, und als Fan von Zombie-Filmen sowieso.“

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