Juno MacGuffs Entwicklung lässt viele Interpretationen zu. Trotz all der Hindernisse und Dilemmata, die auf ihrem Weg liegen, wird das Publikum wahrscheinlich ihrem Charme und Lebenshunger erliegen – ganz unabhängig von der persönlichen Einstellung zu Teenager-Schwangerschaften und Familie. Schließlich machen die enge Verbindung zu ihrer eigenen Familie und die Entscheidungen auf dem Weg zu sich selbst Juno zu einer unvergesslichen Figur.
Autorin Diablo Cody wünscht sich, der Film möge starke Reaktionen provozieren wegen seiner Haltung in punkto Teenager-Schwangerschaft. „Es ist ein heißes Eisen. Man kann den Film so verstehen, dass er das Leben und die Geburt feiert, und man kann ihn als Film über ein freies Mädchen sehen, das selbstsicher Entscheidungen trifft. Oder man kann ihn als verzwickte Liebesgeschichte aufnehmen, als Meditation über Reife“, sagt sie. Und fügt hinzu, dass Handlung und Figuren des Films weit über das Thema Teenager-Schwangerschaft hinausgehen. „Der Film stellt Fragen über Liebe, Freiheit, Ehe und unsere Ziele im Leben.“
Wenn sich all diese Fragen wohl auch manchem Zuschauer stellen werden, so ist Allison Janney doch sicher, dass der Film nicht um jeden Preis eine Botschaft übermitteln will. „Er will nicht politisch sein. Man sieht die Geschichte eines Mädchens, was ihr zustößt, welche Entscheidungen sie trifft“, sagt die Schauspielerin. „Der Film gibt aber kein richtiges Statement ab, was mir sehr gefällt.“
Statement oder nicht, für die Hauptdarstellerin ist Junos Reise das faszinierendste Element des Films. „Juno beschreitet einen langen, steinigen Weg“, sagt Page. „Sie besitzt eine bestimmte Vorstellung vom Erwachsensein und eine Sehnsucht danach wie alle anderen Jugendlichen auch – man hängt fest zwischen zwei Welten. Und sie kommt heil am anderen Ende heraus.“