Juno, die von der Roman- und Drehbuchautorin Diablo Cody entwickelt wurde, ist eine einzigartige Figur, die wenig mit Leinwandkollegen aus anderen Coming-of-Age-Filmen gemeinsam hat. Sie ist direkt, witzig, charmant und selbstbewusst. Egal, ob sie ihrer Freundin Leah intime Details ihrer Entjungferung anvertraut oder ihren Eltern von ihrer Schwangerschaft erzählt – Juno zieht mit Scharfzüngigkeit und (manchmal brutaler) Ehrlichkeit stets die Aufmerksamkeit auf sich.
Auf der Suche nach dem Stoff für ein Drehbuch sah sich Diablo Cody zeitgenössische Teenie-Filme an und fand dort eine Lücke, für junge Mädchen mit großer Persönlichkeit. „Ich hockte in meinem Haus in Minnesota und überlegte, welche Geschichte noch nicht erzählt worden ist“, erklärt Cody. „Vieles von dem, was ich sah, waren müde aufgewärmte Stories.“
Während des Schreibens versetzte sie sich zurück in ihre eigene Jugend. „Es war ganz einfach“, beschreibt Cody die Arbeit an den Figuren und den Details der Story. „Es war wie atmen. Ich legte Juno quasi als eine Art Fortsetzung meiner eigenen Person an.“
Sie erinnerte sich an Gespräche und Situationen, die sie selbst miterlebt hatte. Eine der Stärken des Films sind die offenen, komischen Dialoge zwischen Juno und ihren Freundinnen über Sex, die sich teilweise aus der Erinnerung Codys speisen. „Meine Freundinnen und ich waren wie Juno und Leah. Wir haben dauernd über Sex geredet. Es gibt eine Szene, in der Leah über Sex mit ihrem Freund erzählt und dass sie oben war, weil sie so leichter zum Orgasmus kommen konnte. Dieses Gespräch fand wirklich statt, als eine Freundin und ich gerade 16 waren. Manche Leute mag das schockieren, aber es ist ziemlich realistisch.“
Aber es gibt weitere interessante Aspekte an Juno außer der Tatsache, dass ihr der erste Sex eine Schwangerschaft beschert. Für die talentierte Hauptdarstellerin Ellen Page ist Juno ein untypischer Teenager. „Juno ist zunächst mal eine hervorragend geschriebene Jugendliche, das gibt es nicht sonderlich oft. Sie ist aufrichtig, originell, ganz ohne Klischees – wunderbar für eine Schauspielerin. Meine Aufgabe war es, eine Verbindung zu ihr herzustellen und ihre Sprechweise, ihre Dialoge – und ihre Beziehungen – authentisch wirken zu lassen. Je mehr man den Leuten vertraut, mit denen man zusammenarbeitet, umso einfacher ist so etwas. Ich konnte einfach in die Rolle eintauchen.“