Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:27 Uhr
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  • Kung Fu Panda

    Action, Abenteuer, Komödie, Animation | USA 2008
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      • | Produktion: Die Animation

      • Po macht sich auf zu einer Reise der Verwandlung, und seine Bemühungen werden schließlich bei den Einwohnern des Tals bekannt. Auf die gleiche Weise ist für Nicolas Marlet auch die Erschaffung von Po und der ganzen Heerschar einzigartiger Figuren eine Geschichte der Anerkennung. Der renommierte Character Designer, der bereits mit dem Annie Award ausgezeichnet wurde, ist praktisch von Anfang an bei DreamWorks dabei und arbeitete am Design der Figuren des Animationsdebüts „Der Prinz von Ägypten“ sowie bei „Der Weg nach El Dorado“, „Sindbad – Der Herr der sieben Meere“, „Madagascar“ und „Ab durch die Hecke“.

        Doch mit seiner Arbeit für „KUNG FU PANDA“ wurde Marlet eine einzigartige Ehre für seine Designs zuteil, die ultimative Anerkennung für einen Künstler seines Fachs. Normalerweise werden die Figuren unzähligen Veränderungen unterzogen, bis sie sich nahtlos in ihre jeweilige Umwelt einfügen. Doch bei Po, Shifu, Tai Lung und den Furious Five wurden Marlets anfängliche Designs unverändert beibehalten. Das, was auf der Leinwand zu sehen ist, ist genau das, was er ursprünglich gezeichnet hatte. Von Anfang bis Ende blieben diese Figuren genau so, wie sie Marlet entworfen hatte.

        Regisseur Stevenson sagt: „Nico, der Character Designer, hat Großartiges geleistet. Er hat einen sehr traditionellen Animationsstil und zeichnet mit diesen großen Kreisen, die über die gesamten Formen wieder aufgegriffen werden. Das hat perfekt funktioniert für die Bedürfnisse, die wir beim Design der Figuren hatten, und seine Schöpfungen blieben genau so, wie er sie uns anvertraut hatte.“

        Dan Wagner, Head of Character Animation, wurde damit beauftragt, den Animations-Stil für jede Figur festzulegen, wie sie sich bewegen und benehmen. Teilweise bedeutete das auch, sicherzustellen, dass sie im Einklang mit den von Marlet kreierten Figuren standen. Wagner lächelt: „Es ist eine lustige Idee, pelzige Tierchen miteinander rangeln zu lassen. Für den Anfang ließen wir also jemandem mit Kenntnissen in Zoologie kommen, den Bio-Mechanisten Stuart Sumida, der sich hervorragend damit auskennt, wie Tiere zusammengesetzt sind und wie sie sich bewegen. Er hat uns schon bei vorangegangenen Filmen geholfen. Wir nahmen ein paar Stunden Unterricht bei Stuart und analysierten jedes einzelne unserer Tiere, wie sie funktionieren und sich verhalten, außerdem ihre Knochen- und Muskelstruktur, die Verbindungsstränge und die Bewegungsabläufe.“

        Für die Mimik der Figuren konnte sich Wagner der „Lipstick Cam“ bedienen: das Material war gedreht worden, während die Schauspieler die Rollen einsprachen. Im Normalfall zog er es jedoch vor, den Ausdruck und die Manierismen der Schauspieler an die jeweilige Figur anzupassen, statt den durch den Darsteller vorgegebenen Gesichtsausdruck direkt zu übernehmen.

        Unter der Oberfläche der Kleidung und Gesichter der Figuren befindet sich das Terrain von Character TD Supervisor Nathan Loofbourrow, der sich eine Skulptur der Figur in einer neutralen, stehenden Position vornimmt und darauf dann ein Skelett, Muskeln und Haut anpasst, um so eine Marionette, das sogenannte „rig“, zu erschaffen, mit der die Animations-Fachleute dann arbeiten.

        Die Arbeit mit Tieren gehört für Loofbourrow bereits zum Alltag, aber die Besetzung von „KUNG FU PANDA“ war schon ein ganz anderes Kaliber: „Das Mantra, das wir zu Beginn der Produktion zu hören bekamen, lautete: Jede Figur muss Kung Fu können. Das hieß wiederum, die jeweilige Performance auf ganz andere Ebenen zu bringen, als wir es bisher gewohnt waren – schnelle Bewegungen, starke Kampfhaltungen, eben all die Elemente, die Fans des Genres in einem animierten Kung-Fu-Film sehen wollen. Durch diese Anforderungen mussten wir den „rigs“ eine ganz besondere Ausstattung mitgeben, um sie noch dynamischer werden und wirklich spannend und schnell agieren lassen zu können. Außerdem sollte jede Figur dabei auch noch richtig gut aussehen, und darin lag unsere größte Herausforderung.“

        Das wäre schon für die athletischen Furious Five und den kleinen Shifu eine harte Aufgabe – aber ein 260 Pfund schwerer, schlapper Panda? Loofbourrow löste das Problem, indem er Pos ausladenden Oberkörper als Puffer einsetzte, der es ermöglicht, Pos Arme und Beine einzuziehen und dann wieder auszustrecken – wenn das geschieht, bewegt sich der Bauch und setzt eine bestimmte Dynamik in Gang. Indem er mehr Volumen erschuf, verlieh Loofbourrow Po die Fähigkeit, Kung-Fu-Bewegungen auszuführen und dennoch mobil und flexibel zu bleiben.

        Loofbourrow meint: „Es war für uns alle wirklich spannend, die Tiere auf der Leinwand beim Kung Fu zu beobachten. Das war ein einzigartiges Projekt für uns. So etwas war noch nie von uns verlangt worden. Die Arbeit an so anspruchsvollen Figuren war wirklich ein Genuss. Wir waren ein kleines Team, das über eine lange Zeit hinweg zusammenarbeitete… und zu sehen, das die Arbeit jedes Einzelnen dort auf der Leinwand zu sehen ist, macht uns alle wirklich glücklich.“

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