Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:28 Uhr
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  • Kung Fu Panda

    Action, Abenteuer, Komödie, Animation | USA 2008
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      • | Produktion: Jack Black als Panda

      • Wenn es um Spielfilme geht – mit lebenden Darstellern oder animierten Figuren -, gibt es kaum Zweifel hinsichtlich Jack Blacks Talent. Er ist ein begabter Schauspieler mit einem großen Herzen, und er ist witzig – umwerfend witzig. Kinohits wie „Große Haie – Kleine Fische“, „School of Rock“, „Nacho Libre“ und „Liebe braucht keine Ferien“ sind der Beweis, dass seine komödiantischen und darstellerischen Fähigkeiten in einer breiten Palette von Projekten entfaltet werden können.

        Nach seinem Einsatz als Lenny, der Hai, in DreamWorks „Große Haie – Kleine Fische“, hatte Black in DWA-Chef Jeffrey Katzenberg einen großen Fan seiner Stimme gefunden. Black erzählt: „Ich hatte bei der Arbeit an „Große Haie – Kleine Fische“ großen Spaß. Eines Tages kam Jeffrey zu mir und meinte: ‚Hey, lass uns noch einen machen.’ Für Lenny hatte ich mir eine Rollenstimme zugelegt, ein linkischen, New Yorker Typen à la Woody Allen. Also dachte ich, dass ich mir wieder eine neue Rollenstimme würde einfallen lassen müssen. Aber Jeffrey meinte: ‚Dieses Mal bist du das Hauptgericht, der Film heißt „KUNG FU PANDA“.’. Sie wollten also mich… sie wollten meine eigene Stimme hören. Da dachte ich: Klar, ich kann mich schon selbst sprechen. Das war so, als wäre ich direkt ins Tonstudio geplumpst.“

        Zu der Rolle, die Black sprechen sollte, meint Stevenson: „Ein Kung-Fu-Meister zu sein ist der Gipfel an Errungenschaften, die man sich vorstellen kann – und da steht Po ganz unten am Fuße des Berges. Er ist das genaue Gegenteil dieser Idealvorstellung. Obwohl er Kung Fu liebt, arbeitet er ja als eine Art Kellner in einem Nudelimbiss.“

        Black erklärt: „Pos Vater ist Nudelkoch und liebt Nudeln. Po selbst aber findet das alles ziemlich lasch, er will in seinem Leben aufregendere Dinge erleben – also fantasiert er sich ein Dasein als Kung-Fu-Meister zusammen. Er vergöttert diese großen Kampfkünstler wie Rockidole; in seiner Vorstellung sind sie alle lebende Legenden. Allerdings schämt er sich, seinem Vater von seinen Träumen zu erzählen - denn Po weiß, wie viel es seinem Vater bedeutet, dass der Sohn eines Tages das Geschäft übernimmt. Also bewahrt sich Po sein kleines Geheimnis. Außerdem geniert sich Po etwas, denn er glaubt nicht wirklich, aus dem Holz eines echten Kung-Fu-Meisters geschnitzt zu sein. Deshalb will er auch nicht, dass irgendjemand von seinem geheimen Wunsch erfährt, denn er befürchtet verspottet zu werden.“

        Für Osborne flossen Blacks innewohnende Tugenden unmittelbar auf die Leinwand in die Figur des Pandabären: „Jack ist von Natur aus liebenswert und gutmütig; genau diese Qualitäten wollten wir auch Po mitgeben, der ein sanftes, gutherziges und unschuldiges Wesen hat, außerdem lustig, ansprechend und charmant ist. Es ist schwer, sich jemanden vorzustellen, der so sehr Po ist wie Jack.“

        Stevenson fügt hinzu: „Jack hat viel von sich selbst zur Figur von Po beigetragen; das hat uns dabei geholfen, nicht nur eine glaubwürdige Umwelt, sondern einen wirklich realen Charakter zu erschaffen, eine lebensnahe und verletzliche Figur. Das alles haben wir Jack und seiner inspirierten Darstellung zu verdanken.“

        Die Stimme eines Pandas zu sprechen, der verrückt nach Kung Fu ist, schien Black gar nicht so abwegig: „Kung Fu hat mich schon immer fasziniert. Die anmutigen Bewegungen eines Könners dieser Kunst sind beeindruckend anzusehen. Als mich Jeffrey Katzenberg also fragte, ob ich daran interessiert wäre, für „KUNG FU PANDA“ den Po zu sprechen, war das ein sehr verlockendes Angebot. Als Kind hatte ich Karate- und Judo-Unterricht. Das hat Spaß gemacht und war gut für meine Muskeln. Bei einem Judo-Wettkampf habe ich sogar einmal einen Pokal gewonnen… allerdings muss ich zugeben, dass ich die Mitbewerber um gut 20 Pfund übertraf. Aber obwohl ich nie Kung-Fu-Stunden genommen habe – ich kenne das nur aus dem Fernsehen und dem Kino -, schien es mir, als sei dies die spirituellste Form der Kampfkunst. Und Po erinnert mich an mich selbst als Kind: er ist ein naiver, dicklicher Träumer auf der Suche nach seiner Bestimmung. Es gibt so viele wunderbare Figuren in diesem Film, besonders der kleine, mausgleiche Kung-Fu-Meister und Lehrer Shifu, der von meinem Helden Dustin Hoffman gesprochen wird. Außerdem gibt es den Furcht erregendsten Schurken seit Darth Vader, nämlich Tai Lung, gespielt von Ian McShane. Ich war begeistert.“

        Nach den erfolgreichen Testaufnahmen, die schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt gemacht wurden, beteiligte sich Black auch an der Ausgestaltung des Charakters von Po. Osborne erinnert sich, dass schon die erste gemeinsame Sitzung erstaunliche Erkenntnisse brachte: „Während unseres ersten Treffens improvisierte Jack viel und fügte, ganz im Einklang mit dem Geist der betreffenden Szene, einiges hinzu, woran wir bereits gearbeitet hatten. Er verlieh dem Ganzen diese Seelentiefe und realistische Qualität. Diese Aufnahmen haben wir gleich zu animieren begonnen. Sofort war uns klar, dass wir eine sehr ansprechende und liebenswerte Figur hatten, einen ganz besonderen Charakter. Das Design des Films ist wunderbar, und Jack trägt mit der Stimme der Hauptfigur ungeheuer viel dazu bei. Die Animation tut ein Übriges, indem sie seine Einstellung und Energie in visuelle Bahnen lenkt.“

        Durch die Besetzung von Jack Black ging für die Drehbuchautoren ein Traum in Erfüllung, aber sie waren auch angespannt. Jonathan Aibel erklärt: „Wir hatten uns Po einfallen lassen, und dann wurde Jack Black besetzt – also entwickelte sich die Figur immer noch weiter. Wir saßen nicht einfach herum und dachten uns Witze aus, sondern überprüften noch einmal unsere bisherige Arbeit an der Figur und beobachteten dann, was nach den Aufnahmen mit Jack damit geschah. Dann fragten wir uns: Was haben wir jetzt wieder über Po gelernt?“

        Glenn Berger meint: „Wir überarbeiteten den Text und änderten manche Dialoge, basierend auf einem neuen Aspekt der Figur, der sich herausgestellt hatte. Und der arme Jack musste die Szene dann zum 900sten Mal einsprechen, allerdings mit den subtilen Veränderungen bezüglich der Dinge, die wir mittlerweile über Po in Erfahrung gebracht hatten. Deshalb befanden wir uns stets in der Phase der Figurenentwicklung, denn die Figuren wuchsen mit den Darstellungen der Schauspieler.“

        Über die Arbeit mit zwei Regisseuren meint Black: „Mark ist der kunstsinnige der beiden… er hat Kunst studiert und ist sehr versiert in… kunstsinnigen Dingen eben. Und John ist großartig wenn es darum geht, mir dabei zu helfen mich auf die emotionalen Aspekte der Geschichte zu konzentrieren. Er hat schon verrückte Anwandlungen bei der Visualisierung des Verhaltens der Tiere, ihrer Stimmen und dieser Figuren. Außerdem hat er viel Erfahrung. Beide verfügen über eine große Intelligenz und ein großes Herz, und zusammen bilden sie ein großartiges Gespann.“

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