In „WANTED“ dreht sich praktisch alles um Wesley; anfangs ist er von einem Comic-„Helden“ allerdings meilenweit entfernt. Er ist unglücklich, ein Fußabtreter für die ganze Welt, der täglich im Hamsterrädchen läuft bis sein erbärmlicher Arbeitstag endlich vorbei ist… Nicht gerade das Holz, aus dem ein groß gewachsener, von Steroiden aufgeblasener und mit markanten Gesichtszügen ausgestatteter klassischer Hauptdarsteller geschnitzt ist. Und dennoch vollzieht sich in Wesley eine beeindruckende Metamorphose – aus bemitleidenswert wird mächtig, als er sein Erbe antritt und seiner inneren Stärke gestattet, das ehemalige Weichei zu übertrumpfen.
Bekmambetov erklärt: „Wir beobachten, wie Wesley heranreift – er entdeckt seine Fähigkeiten und seine Intelligenz. Anfangs ist er ein schwächliches Kerlchen, der von allen nur als Loser gesehen wird. Das liegt daran, dass er nicht an sich glaubt und nicht weiß, was in seinen Genen steckt. Denn er ist anders. Er ist einzigartig. Als er das entdeckt, wächst er über sich hinaus. Er wird ein Mann, ein Killer. Und dann beginnt er zu erkennen, dass es in seiner Welt Lügen gibt. Also muss er wählen – entweder er glaubt wieder an das, was man ihm erzählt, und schluckt die falschen Wahrheiten, oder er geht seinen eigenen Weg und findet zur echten Wahrheit.“
Der junge schottische Schauspieler James McAvoy brauchte eine Weile, bis er sich für die Rolle des Wesley entscheiden konnte: „Ich bin nicht daran gewöhnt, jemanden wie mich in einer solchen Rolle zu sehen. Als Filmfan habe ich allerdings doch schon ziemlich die Nase voll davon, immer nur die typischen 1,90 großen Alpha-Männchen in solchen Rollen geboten zu bekommen. Ich freue mich natürlich, dass jemand wie ich für diese Rolle besetzt wurde – nicht unbedingt wegen des Beitrages, den ich als Schauspieler leisten kann, sondern vielmehr weil ich bestimmt nicht die typische Besetzung bin.“
Bekmambetov sagt: „Mir war bewusst, dass James eine ungewöhnliche Wahl für die Rolle des Wesley ist, aber ich wollte dafür einen echten Schauspieler. Wir brauchten einen Darsteller, mit dem sich die Zuschauer identifizieren können, der wie ein Durchschnittstyp aussieht. Wes verändert sich sehr stark, sowohl innerlich als auch äußerlich. Und James beherrscht diese Veränderungen – wir nehmen ihm die Verwandlung ab. Ich wollte dafür jemanden, der auch Humor mitbringt, denn meiner Meinung nach ist es unmöglich, ohne Humor eine glaubwürdige Fantasy-Welt zu erschaffen. James ist skeptisch und ironisch – und wenn er glaubt, dann glauben die Zuschauer es auch.“
Platt meint: „Es war fundamental, in dieser Rolle einen Schauspieler zu besetzen, der für das Publikum zugänglich ist. Jemand, der in einer überzeichneten Welt existieren kann, aber dennoch mit emotionaler Wahrhaftigkeit kommuniziert, damit seine Realität zu unserer Realität wird. James geht sehr intelligent an seine Rolle heran, von seinen Gesten bis hin zu seinem Verhalten und der Action. Er will immer genau wissen, was Wesley da tut und warum er es tut, ansonsten ist es für ihn als Schauspieler nicht nachvollziehbar. Die Wandlung von Wesley zu beobachten, so wie James sie mit seiner Kreativität und schauspielerischen Fähigkeiten darstellt, ist eine packende, mitreißende Erfahrung.“
Bekmambetov erinnert sich: „Anfangs suchten wir nach Mitteln, um die Wandlung, die sich in Wesley vollzieht, sichtbar zu machen - zum Beispiel durch das Haarstyling oder die Garderobe. Dann machten wir in London vor Beginn der Dreharbeiten einen Kameratest, und plötzlich vollzog James die Verwandlung ganz allein, ohne Zuhilfenahme von Kostüm oder Makeup. Er verwandelte sich direkt vor unseren Augen: erst war er dieser blöde Junge, dann schlagartig eine ganz andere Person, fast wie Superman. Es war unglaublich! Da haben wir verstanden, dass wir gar nichts zusätzlich unternehmen mussten – James konnte das schauspielerisch meistern.“
Der junge schottische Schauspieler interessierte sich nicht nur wegen der Figur und deren Entwicklung für diese Rolle, sondern auch aufgrund der Welt, die der russische Regisseur entstehen lassen wollte: „Mir gefallen Action-Filme, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen – ich mag es, wenn sie Spaß bringen“, sagt McAvoy. „Ab und zu war ich ziemlich schockiert von den Dingen, die Bekmambetov mich zu tun bat, doch insgesamt kamen seine Anweisungen dem Film zugute. Er denkt wirklich anders als die meisten anderen Regisseure. Ich glaube, er ist ein verrücktes, bösartiges Genie, und sein Werk ist unglaublich cool und merkwürdig. Sogar bei großen, emotional aufgeladenen und aufrichtigen Szenen untergräbt er alles mit seiner eigenartigen Sichtweise… auf die ich sehr gut reagiere.“
Comic-Autor Millar fand besonders Wes’ Übertritt aus dem Büroalltag eines Losers in die aufregende Welt der Untergrundkiller hochinteressant: „Das Konzept eines jungen, tollpatschigen Büroangestellten, der diese Verwandlung durchmacht, um zum ultimativen Killer mit Superkräften zu werden, schien mir interessanter zu sein als die ausladende Superschurken-Story. Ich habe mich schon immer für Geheimbünde interessiert. Mir gefällt auch die Idee einer riesigen Verschwörung von Bösewichtern, die die Fäden ziehen, und die Bruderschaft war meine Version davon. Morgan Freeman dabei zuzuschauen, wie er als Anführer der Geheimorganisation dieses Konzept für die Leinwand umsetzt, war wirklich aufregend.“
Wie jeder starke Verband wird die Bruderschaft vereint und am Leben gehalten durch ihre Mission: das Gleichgewicht der Welt aufrechtzuerhalten, indem man diejenigen eliminiert, die von den Verstrickungen des Schicksals dazu bestimmt sind, eben dieses Gleichgewicht zu stören und Böses zu tun. Und diese Fäden des Schicksals sind hier nicht nur eine Metapher… denn die Bruderschaft ist tatsächlich eine alte Weberzunft, in deren Hauptsitz der riesige Webstuhl steht, der das Schicksal der Zielpersonen in Stoff hineinwebt. Die Makel auf dem gewobenen Stoff werden in einen binären Code umgesetzt, aus dem die Namen der Todgeweihten entschlüsselt werden. Wenn also jemand wortwörtlich „an der Reihe“ ist, wird die Bruderschaft entsandt, um für die Exekution des Betreffenden zu sorgen. Die Mitglieder der Bruderschaft sehen sich selbst als Werkzeuge des Schicksals.
Bekmambetov erklärt: „In vielen Mythologien – in Griechenland, Iran, China, Frankreich und Russland – ranken sich um das Weben mythische Kontexte. Weben und die Zukunft zu entschlüsseln sind in unserem Film ein und dasselbe Geschäft. Es geht um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse… also zwischen Chaos und einer organisierten Welt.“
Genau wie die Bruderschaft bei der Anwerbung von Wesley waren auch die Filmemacher äußerst wählerisch, als es daran ging, die vielseitigen und talentierten Darsteller zu engagieren, aus denen sich der Geheimbund zusammensetzen sollte. Die unterschiedlichen Figuren sind ein bunt gemischter Haufen, in dem jeder Einzelne über ganz besondere Merkmale und Persönlichkeit verfügt, alle aber die Tatsache gemeinsam haben, dass sie absolut todbringende Killer sind.
Der Anführer der Bruderschaft ist auch derjenige, der den Willen des Webstuhls auslegt: Sloan. Nachdem er bereits zwei Mal Gott gespielt hat, war es nicht schwer, sich Oscar-Preisträger Morgan Freeman als Kopf des alten Geheimbundes vorzustellen.
Freeman sagt: „Ich habe schon in vielen, vielen Filmen mitgespielt, deshalb halte ich stets Ausschau nach etwas Neuem, das ich ausprobieren möchte. Denn als Schauspieler möchte man sich ja nicht bis zum Überdruss wiederholen. Als ich das Drehbuch zu „WANTED“ las, fand ich das Konzept sehr anziehend, und Timur ist ein sehr interessanter Regisseur. Diese Elemente plus die übrigen Schauspieler – und die Tatsache, dass ich nicht allzu viele Actionfilme gedreht habe – ergaben ein Ganzes, an dem ich unbedingt teilnehmen wollte.“
Produzent Platt sagt: „Morgan ist als Mensch wie als Schauspieler so integer, so charakterstark, dass ich einfach alles glauben würde, was er mir erzählt. Jemanden wie ihn hätte man gerne zum Vater, und das ist in unserer Story für Wesley sehr wichtig. Morgan strahlt eine innere Stärke und Kraft aus, ohne dass er sich darum bemühen müsste. Für seine Rolle wollten wir jemanden besetzen, der die Mythologie der Bruderschaft in einer Weise vermitteln kann, dass auch die Zuschauer diese Voraussetzungen akzeptieren.“
„Persönlich ist Morgan Freeman sehr bodenständig und ehrenhaft“, sagt Bekmambetov. „Wir wollen einfach glauben, was er sagt. Er ist ein Geschäftsmann und leitet die Bruderschaft; er kann Wesley für sich gewinnen, genau wie uns auch. Das war für die Rolle des Sloan ausschlaggebend.“
Freeman berichtet: „Wirklich beeindruckt haben mich der Tiefgang und die Details, die Timur beitrug. Es gibt eine ganze Geschichte zur Bruderschaft, ein richtiges Handbuch, in dem die Philosophie, der Codex, ihr Erbe als Weber, ihre Waffen, Fähigkeiten und Hierarchien beschrieben werden – alles Dinge, die dem Zuschauer nicht unbedingt bewusst werden, die aber für die Schauspieler und den Stab großartiges Handwerkszeug sind. Das benutzen wir als Richtlinie für die Ausgestaltung unserer Rollen und der gesamten Umgebung. So etwas ist ein echter Luxus, den man nicht immer genießen kann, wenn man für eine Rolle zusagt. Timur ist ein unglaublich kreativer Geist.“
Die rechte Hand des Anführers der Bruderschaft ist eine Frau: Fox. Es gibt nur wenige Schauspielerinnen, die über die nötige Stärke und Fähigkeiten verfügen, um eine der weltbesten Killerinnen darzustellen und gleichzeitig dieser Figur emotionale Kraft, eine Haltung der inneren Stärke und tiefe Hingabe an die Bruderschaft, deren Codex und Lebensstil zu verleihen – denn ihre Mission lautet, Leben auszulöschen. Aus Sicht der Filmemacher kam für diese Rolle nur eine Schauspielerin in Frage: Angelina Jolie.
Platt sinniert: „Fox ist eine unglaublich kraftvolle, entschlossene, willensstarke Frau, die in ihrem Leben große Hürden überwinden musste, um zu dieser großartigen Killerin zu werden. Sie wird Wes’ Mentorin, trainiert ihn und hilft ihm, mit den Schwierigkeiten umzugehen: er muss seine Wandlung akzeptieren und verstehen, was mit ihm geschieht. Sie steht ihm auch zur Seite, als es darum geht, den körperlichen Aspekt seiner Wandlung und seiner neuen Tätigkeit zu begreifen. Angelina war für diese Rolle die Traumbesetzung.“
Produzent Lemley meint: „Fox ist stoisch. Sie ist eine Soldatin, die sich einer guten Sache verschreiben will; in der Bruderschaft hat sie ihren Lebenszweck gefunden. Die Bruderschaft hat ihren Charakter und ihr Dasein bestimmt; Fox ist zu einer hochkarätigen Killerin geworden, die ihren Job sehr ernst nimmt. Und sie kann hart austeilen.“
Angelina Jolie nimmt ihren Job als Schauspielerin ebenfalls sehr ernst: „Fox glaubt an den Codex“, erläutert sie. „Mir gefällt die Tatsache, dass sie auf gewisse Weise ziemlich einfach gestrickt ist. Sie glaubt daran, dass man die Aufträge erledigen muss, und zeigt keine großen Gefühlsregungen. Wir sollten diesen Film aber nicht allzu ernst nehmen – die Story soll ja Spaß machen, obwohl die Vorstellung, eine Person zu ermorden, um Tausende zu retten, ziemlich interessant ist.“
Als Schauspielerin, die sich ihren jeweiligen Rollen vollständig hingibt, wusste Angelina Jolie besonders die Tatsache zu schätzen, dass sie Input zum Look ihrer Rolle bekam: „Fox hat binäre Codes auf ihrem Arm, Teile des entschlüsselten Stoffes aus dem Webstuhl des Schicksals. Sie hat auch die Worte „Know Your Rights“ (Kenne deine Rechte) auf verschiedenen Sprachen sowie „Toil and Tears“ (Schweiß und Tränen) eintätowiert, was aus einer Rede von Churchill entnommen ist. Solche Dinge wird das Publikum nicht unbedingt bemerken, aber Fox mit all diesen Tattoos auszustatten bedeutet, dass sie nach einem ganz bestimmten Ehrencodex lebt.“
Der Regisseur sagt: „Wir hatten großes Glück und waren überglücklich, Angelina engagieren zu können. Sie ist so solide, und eine Nonkonformistin. Außerdem ist sie eine Perfektionistin und will in allem, was sie tut, immer die Beste sein. Sie hat Tiefgang und Talent, ist bodenständig und konzentriert. Sie weiß in jeder Sekunde ganz genau, was sie in der jeweiligen Szene tun will. Sie hat einen ausgeprägten eigenen Blickwinkel, und den muss man verstehen. Wir haben mit ihr am Dialog gearbeitet, und sie hat wirklich dazu beigetragen, ihn eindringlicher zu machen. Bei unserem ersten Treffen haben wir über ihre Rolle gesprochen; von da an war sie stets darum bemüht, alles genau darauf abzustellen, was wir besprochen hatten. Sie ist eine sehr zielstrebige Schauspielerin.“
Auf dem Papier mag das Thema von „WANTED“ zwar düster und beängstigend klingen, doch Bekmambetov verlieh dem Film seine eigene Dosis an trockenem und abseitigem Humor. Jolie meint: „Mir gefällt es, dass sich dieser Film nicht allzu ernst nimmt… Er ist etwas abgedreht und arbeitet mit dem gewissen Augenzwinkern. Er gibt nicht vor, übermäßig cool zu sein; man fühlt gewisse außergewöhnliche, eher europäisch beeinflusste, funky Elemente. Timur ist ein sehr zielstrebiger, tiefsinniger Kerl, und es ist sehr cool ihn mitten in einem großen Hollywood-Film dabei zu beobachten, wie er etwas Ungewöhnliches dazu beiträgt.“
Bekmambetov betont umgehend: „Ich habe keinen schwarzen Humor. Das Leben ist eben düster – und der Humor spielt sich innerhalb dieses düsteren Kontextes ab. Wenn sich das Panorama trübt, greifen die Menschen auf den Humor zurück, um zu überleben. Um bei Verstand zu bleiben. Inmitten all dieser Gewalt hilft der Humor den Figuren – und den Zuschauern –, das alles durchzustehen.“
Ein echter Veterane (und eines der eher ungewöhnlichen Mitglieder außer Dienst der Bruderschaft) ist Pekwarsky, ein Experte für die Munition, die aus dem beeindruckenden, maßgeschneiderten Arsenal der Killer abgefeuert wird. Ihre Schusswaffen brauchen nämlich weitaus mehr Nahrung, als ein durchschnittlicher Laden zu bieten hat. Pekwarskys Kugeln sind kleine Kunstwerke, versehen mit ausgefeilten Gravierungen und ominösen Botschaften (wie „Goodbye“). Diese Kunstwerke sind tödlich, können Kurven fliegen oder die Kugel eines Gegners stoppen, indem sie daran abprallen und so den erwarteten Treffer umlenken.
Der renommierte britische Schauspieler Terence Stamp spielt Pekwarsky; Stamp steht hier nicht zum ersten Mal in der Verfilmung eines Comics vor der Kamera: seine Darstellung des Furcht erregenden General Zod in „Superman“ (1978) und dessen Fortsetzung (1980) ist unvergesslich. Auch sein Film „Modesty Blaise“ basierte auf einem Comic-Strip. So mag die Comic-Vorlage für den Schauspieler vielleicht eine Rolle gespielt haben, aber manchmal tut auch Mundpropaganda ein Übriges.
Stamp erinnert sich: „Ich saß gerade mit Morgan Freeman beim Dinner, und er erzählte mir davon, dass er gerade mit diesem großartigen russischen Regisseur zusammenarbeitete. Ich weiß nicht, ob man mich schon für die Rolle in Betracht zog, oder ob Morgan da mitmischte, aber nachdem ich das Drehbuch bekommen und gelesen hatte, wollte ich einfach mit von der Partie sein. Und Morgan hatte Recht was Timur angeht: er ist ein sehr kreativer Regisseur. Er gibt uns Freiraum, um an der Figur zu arbeiten. Wenn es an die Regieanweisungen geht, legt er großen Wert auf die Strukturen und Emotionen; man muss sich als Schauspieler also schon ins Zeug legen.“
Pekwarsky ist nicht das einzige Mitglied der Bruderschaft, das mehr zu bieten hat als man zunächst ahnt – genau wie der eiskalte Cross, dessen ursprüngliche Aufgabe bei der Bruderschaft es war, die Auftragsmorde auszuführen, die Sloan aus dem Webstuhl des Schicksals entziffert. Cross verrät die Bruderschaft, greift Fox und Wesley an – nur Minuten nach ihrem ersten Treffen – und entpuppt sich somit als Zielperson, die es mit den Mitteln der Bruderschaft, der er selbst einst angehörte, zu vernichten gilt. Nach Wesleys Aufnahme in die Bruderschaft bekommt er also den Auftrag, Cross zu eliminieren.
Thomas Kretschmann ist die Idealbesetzung für die Rolle des Cross; er sagte bei dem Filmprojekt zu noch bevor er das Drehbuch gelesen hatte. Der Schauspieler meint: „Cross wird als der beste lebende Killer der Welt bezeichnet. Da ich Deutscher bin, sieht man mich doch sowieso immer als den Schurken, oder? Genau das ist das Wesen des Biests. Cross muss stets cool, präzise und selbstsicher wirken; schauspielerisch gesehen gibt es keinerlei Drama in meiner Darstellung. Wir werden dazu ausgebildet, unsere Darstellung schlicht zu halten; ich versuche immer alles mit so wenig Worten wie möglich deutlich zu machen. Und in diesem Film spreche ich sowieso kaum ein Wort – schlichter geht es also kaum.“
Der mit dem Grammy Award und Platin-Alben preisgekrönte Musiker Common widmet sich seit kurzem auch der Schauspielerei; 2007 war er in zwei Actionfilmen mit geballter Feuerkraft zu sehen: „American Gangster“ und „Smokin’ Aces“. So wurde aus ihm wohl die logische Wahl für die Rolle des Gunsmith. Doch genau wie Kretschmann war auch er mehr als bereit, sofort mit an Bord zu kommen. Common sagt: „Da ich aus dem Musikgeschäft komme, war es für mich schon überwältigend, eine Rolle in einem Spielfilm an der Seite von James und Morgan und Angelina zu bekommen. Als ich ihre Namen hörte, wollte ich unbedingt dabei sein. An der Seite dieser Menschen, dieser wundervollen Schauspieler sein zu dürfen, sie einfach beobachten und von ihnen lernen zu können - das war eine großartige Erfahrung.“
Zu seiner Rolle sagt Common: „Der Gunsmith ist ein Waffenmeister, besonders was Schusswaffen angeht. Er weiß einfach alles, was man über Waffen wissen kann: wie man sie erschafft, zusammensetzt, welche Schusstechniken ins Spiel kommen… Dennoch hat er ein gutes Herz, ist unglaublich ausgeglichen und konzentriert.“