Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:50 Uhr
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  • Wanted

    Thriller, Action | USA 2008
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      • | Produktion: Dreharbeiten in Prag

      • Obwohl der Film in Chicago spielt, wählte man Prag als Schauplatz der Hauptdreharbeiten. Dabei spielten verschiedene Gründe eine Rolle. Da zu jener Zeit viele weitere Dreharbeiten in Chicago stattfanden, waren die zur Verfügung stehenden Drehorte knapp. Um das wieder auszugleichen, hätte man unerhörte Mengen an Sets erbauen müssen, um die Innenaufnahmen abzudrehen, was finanziell einfach keinen Sinn ergab.

        Platt meint: „Es war zwar schon eine ziemliche Herausforderung, einen Film wie „WANTED“ in Prag zu drehen – und dort Teilansichten von Chicago entstehen zu lassen -, aber es war einfach die beste Wahl. Es stand ausreichend Raum zur Verfügung, und die Nähe zu Moskau – wo wir unsere Effekte machen ließen – war ein Pluspunkt. Wir haben gleichzeitig in Prag gedreht und die Spezialeffekte dazu in Moskau vollendet; wir haben gedreht, geschnitten und das Material dann nach Russland weitergeleitet.“

        Bekmambetov hatte zuvor schon zwei Jahre lang in Prag gearbeitet, bevor er für die Dreharbeiten zu „WANTED“ dorthin zurückkehrte; deshalb war er gut vertraut mit den zur Verfügung stehenden Drehorten, was ein weiterer Vorteil war. Der Look der in Chicago spielenden Innen- und Außenaufnahmen sollte „postindustriell“ sein, eine Mischung aus Stahlträgern, Nieten, grundsätzlich solider Architektur und Backsteinmauern; das alles sollte von Myhre und seinem Team von talentierten Kunsthandwerkern zu einem homogenen Ganzen zusammengefügt werden.

        Locations Supervisor Michael Sharp sagt: „Wir brauchten einen Raum mit einer Deckenhöhe von mindestens drei Stockwerken, um den Webstuhl unterzubringen, aber wir mussten auch so viele Innenaufnahmen wie möglich in genau diesen Räumlichkeiten abdrehen können. Also wählten wir eine alte Zuckerfabrik, die 1914 erbaut wurde und 1956 die Produktion eingestellt hat. Das Gebäude hat eine ziemlich neutrale Architektur und konnte die unterschiedlichen Phasen des Films gut spiegeln; außerdem bot sich uns dort viel Tiefe und die geeignete Umgebung, um fünf verschiede Schauplätze anzusiedeln, darunter auch das wunderbare Webstuhl-Set. Der Boden der gesamten Fabrik wurde aufgearbeitet und verstärkt, damit wir die zweieinhalb Tonnen schwere Ausrüstung dort einsetzen konnten – ohne dabei den wunderbaren Ausblick vom Dach der Fabrik zu verfremden.“

        Teilansichten der Stadt Chicago in einer alten Zuckerfabrik der Belle Époque darzustellen, das stellte Myhre doch vor etliche Herausforderungen: „Wir haben etwas umgestellt und manche Szene der Geschichte nach Innen verlegt, damit wir clever und wirtschaftlich vorgehen konnten, wenn wir dann in Chicago selbst drehten. Bekmambetov wollte dem Film eine spürbare amerikanische Textur geben, und dennoch auch europäische Elemente mit einfließen lassen – das war durch die Drehs in Prag gewährleistet. So konnten wir ein Hybrid entstehen lassen und das jeweils Beste aus beiden Welten nutzen, indem wir Altes und Neues mischen; dieses Thema zieht sich ja wie ein roter Faden durch den Film.“

        Da Bekmambetov die Dreharbeiten und die Spezialeffekte zeitnah verwirklichen wollte, war es für die Produktionsdesigner und die Effektspezialisten umso wichtiger, sich kontinuierlich auszutauschen. Visual Effects Produzent Jon Farhat erklärt: „Wir haben uns wirklich die Begabung und die Ressourcen von John Myhre zu Nutze gemacht; seine Designvorgaben sollten den Look unserer visuellen Effekte, die Entstehung der Bruderschaft, des Klosters und sämtlicher Innenräume bestimmen.“

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