Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:50 Uhr
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  • Wanted

    Thriller, Action | USA 2008
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      • | Produktion: Sprünge vollführen und Z&uum

      • Bekmambetov unterstreicht die Action gerne mit visuellen Effekten – er lässt nicht die gesamte Action per Computer generieren -; daher wurden die Effektspezialisten unter der Leitung von Dominic Tuohy in das Prager/Moskauer-Produktionssystem mit einbezogen. Tuohy erklärt: „Timur hat eine ganz eigene Herangehensweise an die Dinge, und das ist für einen Film wie „WANTED“ großartig. Ich weiß nicht, woher er diese Einfälle bezieht, doch ich hoffe, dass wir seine visuellen Vorstellungen dem Publikum vermitteln konnten.“

        Als ganz besonders notwendig erwies sich diese Synergie während der Produktion bei den beeindruckenden Zug-Sequenzen. Myhre erinnert sich: „Als wir anfangs das Drehbuch lasen, gab es darin eine Parcours-Sequenz (man manövriert sich durch die Stadt, als wären die architektonischen Gegebenheiten ein Hindernis-Parcours) –, aber wir dachten, wir könnten die Action irgendwie pfeffern. Als wir dann Chicago besichtigten, schaute sich Bekmambetov die Hochbahn an und kam auf die Idee, irgendetwas Besonderes auf dem Zugdach zu versuchen.“

        Also baute man etliche Dächer der Hochbahn-Züge in Originalgröße auf einem Green-Screen-Stage, damit die Schauspieler selbst die Stunts auf „echten“ Zügen machen konnten. Tuohy fügt hinzu: „Diese Sequenz spielt am Ende des Films eine große Rolle, also war es sehr wichtig, alles miteinander zu verbinden und gleichzeitig die praktischen und physischen Effekte bestmöglich zu nutzen.“

        Um der Szene noch mehr Dynamik und Tempo zu verleihen, entwarf Tuohy (in Zusammenarbeit mit dem Art Department und dem Regisseur) das Set einer Brücke, die tatsächlich über die Dächer der Zug-Sets bewegt werden konnte, während der Zug selbst fest verankert blieb. „Wir haben die Brücke mit computergesteuerten Seilzügen bewegt, so dass wir genau wussten, wo sie sich gerade befand und mit welcher Geschwindigkeit sie fuhr“, erklärt Tuohy. „So konnten die Künstler darauf vertrauen, ihre eigenen Stunts absolvieren zu können – drei Meter über dem Boden -, denn bei jedem Take gab es den gleichen, sich stets wiederholenden Rhythmus.“

        Bekmambetov vereinfacht: „Der Zug war zu groß, um bewegt zu werden, also haben wir stattdessen die Brücke bewegt!“

        Zusätzlich zu den Hochbahn-Zug-Sequenzen verlangte das Drehbuch nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd durch einen „Pendolino“ (ein Hochgeschwindigkeitszug, der sich in den Kurven auf den Schienen zur Seite neigt, genau wie ein Motorrad). Der Höhepunkt dieser Sequenz ist ein Zugwaggon, der in die Tiefe einer Schlucht stürzt.

        Um dies zu ermöglichen, errichtete man den Pendolino-Waggon auf einem hydraulischen Unterbau, der das Set nicht nur um 360 Grad drehen, sondern den Waggon auch um 32 Grad seitlich kippen konnte… alles innerhalb von wenigen Sekunden. Während der Dreharbeiten wurde der Waggon wirklich fast so schnell herumgewirbelt, wie er bei einem realen Sturz in die Tiefe geschleudert wäre. Tuohy sagt: „In dieser Sequenz entgleist der Zug, und von da an setzten wir unseren Waggon ein, der sich dreht und kippt, um den Aufprall zu simulieren. Wir konnten die Stunt-Crew darin richtig sehen, wie sie herumgeschleudert wurden, genau wie unsere Schauspieler, die in jeder Szene selbst vor der Kamera standen. Es war für alle ganz schön hart, machte die Szene aber weitaus interessanter, da echte Menschen hinter den Sitzen eingeklemmt und hin- und her geworfen werden. Die Schauspieler sagten, es sei wie in einem Wäschetrockner gewesen, die Ärmsten!“

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