Die BAFTA-preisgekrönte Stylistin Frances Hannon zeichnete für Frisuren und Makeup verantwortlich. Die verstrichene Zeit und die Verwandlung, die Wes durchmacht, mussten auf der Leinwand sichtbar werden – denn aus dem Büroangestellten wir ein scharfer Killer. Hannon meint: „Zu meinen größten Herausforderungen gehörte die Frage, wie man Wesley in seiner Entwicklung von A bis Z begleiten konnte, während die Veränderungen subtil und glaubwürdig bleiben. Nicht nur sein Aussehen verändert sich, sondern auch sein Innenleben wird anders, und das wollten wir auch sichtbar machen.“
Diese Wandlung vollzog sich jedoch nicht ohne Schmerzen… im wahrsten Sinne des Wortes. Im Laufe seiner Trainingsphase wird Wes mehrmals verprügelt; Hannon weiß, wie man die Folgen davon auf der Leinwand präsentiert, nachdem sie bereits an etlichen Thrillern und Actionfilmen mitgewirkt hat, darunter „The Da Vinci Code - Sakrileg“ und „Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens“. Doch wie üblich mussten diese Entscheidungen zunächst noch abgesegnet werden; Hannon erläutert: „Ich musste die Dinge mit dem Regisseur besprechen und klären, wo zum Beispiel ein Treffer im Gesicht landen würde, womit geschlagen wurde und wie lange die Wunde sichtbar bleiben sollte. Ich kann einem Schauspieler ja kein dickes blaues Auge verpassen, wenn er am nächsten Tag wieder normal aussehen soll; stattdessen würde ich dann einen kleinen Schnitt anbringen, der tatsächlich abheilen könnte. Bekmambetov wusste ganz genau, was, wo und wann er etwas haben wollte, obwohl wir manche Ideen auch erst im Laufe der Dreharbeiten ausgearbeitet haben.“
Kostümdesignerin Varya Avdyushko hatte zuvor bereits an „Night Watch“ und „Day Watch“ mit Bekmambetov zusammengearbeitet und ist bereits an sein stets sprudelndes Ideen-Quell gewöhnt: „Bekmambetov hat ständig neue Einfälle, manchmal auch noch zwei Stunden oder noch knapper vor Beginn des Drehs zu einer Szene. Da ich aber schon mit ihm zusammengearbeitet habe, bin ich mit dieser Vorgehensweise vertraut. Seine einzigartigen Einfälle versiegen niemals.“
Nach Erhalt des Drehbuchs hat Avdyushko die Figuren einzeln analysiert, um ein besseres Verständnis für sie zu entwickeln. So erschuf sie für die Charaktere unterschiedliche Stile und Verhaltensweisen, von denen sie hofft, dass man sie auf der Leinwand nachvollziehen kann: „Wir haben versucht, jeder Figur etwas Eigenes zu geben, besonders den Mitgliedern der Bruderschaft. Der Butcher zum Beispiel ist ein brutaler Bandit und trägt knallgelbe Turnschuhe, die er mit Zellophan umwickelt, damit sie keine Blutspritzer abbekommen. Der Gunsmith braucht keinerlei üppige Ausstattung, er ist sehr sauber und präzise und hat nur das bei sich, was er wirklich braucht. Der Exterminator hat viel mit Ratten zu tun, also hängen an seinem Gürtel verschiedene Behälter und Werkzeuge, die er für den Transport seiner Ratten benötigt.“
Die Kostümdesignerin arbeitete auch eng mit Produktionsdesigner John Myhre zusammen: „Er zeigte mir die Farben, Texturen und Symbole, die er in seinen Sets einsetzen wollte, und daran haben wir uns für die Garderobe orientiert.“
Das kreative Thema von Alt und Neu spiegelt sich auch in der Kleidung der Figuren. Avdyushko meint: „Für die Garderobe haben wir Elemente aus Mexiko und der heutigen USA benutzt, bei einigen kleinen Details – wie Knöpfe zum Beispiel – aber auch auf Antiquitäten zurückgegriffen. Die Kleidung ist ein wichtiger Bestandteil der Figuren und zeigt, wer sie sind und wie sie leben.“