Action,
Komödie
| Frankreich / Großbritannien 2007
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| Der Drehort in Wells
Auch wenn die Dreharbeiten von „Hot Fuzz - Zwei Abgewichste Profis” in London begannen, folgte der Großteil der Aufnahmen aufs Land und brachte die Filmcrew an einen wunderschönen, stillen Ort im Südwesten Englands, Wrights Heimatstadt Wells. Regisseur Wright behauptet, dass das nicht von Anfang an seine Absicht war. „Vielleicht unterbewusst”, gibt er vorsichtig zu. „Wells ist eine Stadt und das erfundene Sandford ist ein Dorf, also haben wir dafür gesorgt, dass Wells sehr viel kleiner aussieht. Aber es war gut für uns, dort zu drehen.”
Mit seiner alten Kathedrale, seinem regelmäßigen Markt und Kopfsteinpflasterstraßen war Wells als Drehort die perfekte Wahl für das friedliche (wenn auch viel kleinere) Sandford. Doch selbst als Wright Wells auf seine Wunschliste setzte, dachte er nicht wirklich, dass es realisierbar wäre, in seiner Heimatstadt zu drehen. „Ich dachte, dass es zu teuer wäre – Wells ist eine Touristenattraktion mit einer Kathedrale und zwei Markttagen in der Woche. Ich habe mir das ziemlich schwierig vorgestellt”, so Wright. „Wir haben dann 2005 nach Drehorten in Devon, Dorset, Cornwall, Wiltshire und Gloucestershire gesucht. Wir hatten eine engere Auswahl und ironischerweise war Wells am entgegenkommendsten von allen Orten auf dieser Liste.”
Während der Dreharbeiten musste das Team – viele alte Bekannte, die seit „Spaced” dabei sind - regelmäßig den Stadtplatz und die umliegenden Straßen sperren, um große Szenen zu drehen: von einer zentralen Kirchenfeier mit hunderten Statisten bis zu den Actionsequenzen mit reihenweise Schießereien. Dazu sorge der anhaltende Regen („der wahre Grund, warum in England keine Actionfilme gedreht werden”, so Wright) auch noch dafür, dass sich die Dreharbeiten um einige Tage verlängerten. Die Bewohner von Wells nahmen das allerdings ziemlich gelassen, der örtliche Amateur-Theaterverein half in letzter Minute bei einem akuten Besetzungsproblem und die Anwohner ließen sich nichtmal durch inszenierte Schießereien oder dem Anblick von Peggs Ritt über den Stadtplatz aus der Fassung bringen.
Wright verbrachte einige Zeit damit, alte Freunde, ehemalige Lehrer und seine Eltern zu begrüßen. „Am ersten Tag hatten wir einen Nachtdreh mitten im Stadtzentrum. Um 23 Uhr waren noch Zuschauer da”, erinnert er sich. „Aber um Mitternacht war alles leer um uns herum. Es waren nicht nur keine Menschen mehr da, sondern auch keine Autos. Es war ziemlich seltsam, wieder in meiner Heimatstadt zu sein, die sich gleichzeitig wie ein gigantischer Drehort anfühlte, weil niemand mehr da war.”