Um kaum eine andere Pferderasse ranken sich so viele Legenden und Mythen wie um die edlen arabischen Vollblutpferde. Schon vor Jahrhunderten wurden sie im Orient gezüchtet, verehrt und galten als Symbol für Macht und Wohlstand.
Eine alte Beduinenweisheit besagt: „Die bösen Geister betreten niemals ein Zelt, in dem ein asiles Pferd steht.“ Ein Asil-Araber ist ein Pferd, dessen Abstammung ausschließlich auf die Beduinenzucht der arabischen Halbinsel zurückgeht, und bei dem zu keiner Zeit nichtarabische Pferde eingekreuzt worden sind. Das Wort „asil“ bedeutet auf arabisch „rein, echt, edel, unverfälscht.“
Angeblich begann die Geschichte der Beduinen und ihrer Pferde bereits vor 4500 Jahren, doch bis heute bleiben die Ursprünge umstritten. Einer Legende nach soll der Prophet Mohammed die ersten fünf Zuchtstuten selbst ausgesucht haben. Fakt jedoch ist, dass die Tiere, die die Beduinen züchteten, extremen klimatischen und geografischen Belastungen gewachsen waren, ausdauernd, schnell und klug waren. Dabei sind die Pferde im Vergleich zu anderen Rassen klein, ihr maximales Stockmaß liegt bei 1, 58 m.
Fachjournalist, Autor und Pferdekenner Dr. Bertold Schirg (Asil Club e.V) spricht den Liebhabern des Asilarabers aus dem Herzen: Das reinblütige Araberpferd ist ein Wunder der Schöpfung. Kein anderes Tier vermag den Menschen gleich stark zu beeindrucken durch Leistungskraft, bezaubernde Anmut, Schönheit und Wesensart. Die schwebende Eleganz dieser Pferde, ihre oft unnahbare Beseeltheit, ihre Selbständigkeit und Empfindsamkeit bieten dem fühlenden Reiter die höchste Erfüllung, und für jeden Laien sind sie ein Glücksstrahl der Schönheit in der lieblosen modernen Welt.