FILMDETAILS | Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
Abenteuer,
Familie,
Fantasy
| USA 2008
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| Interview mit Isis Mussenden (Kostüm)
F: Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie wieder nach Narnia zurückgekehrt sind?
IM: Es war toll, wieder ein Teil der Crew zu sein. Eine Rückkehr ist immer einfacher, weil wir uns alle kennen und wissen, wer für was zuständig ist. Aber es war auch spannend, da wir alles dransetzten, den ersten Film zu übertreffen. Zwischen den Ereignissen in "Der König von Narnia" und "Prinz Kaspian von Narnia" ist so viel Zeit vergangen, dass wir die Gelegenheit hatten, eine ganz neue Welt zu erschaffen. In "Prinz Kaspian von Narnia" herrscht König Miraz mit den Telmarern, die im ersten Teil nicht vorkommen. Aus diesem Grund bestand unsere erste Aufgabe darin, zu entscheiden, wie wir die Telmarer kleiden, damit sie ganz anders aussehen und sofort zu erkennen sind.
F: Wodurch haben Sie sich inspirieren lassen?
IM: Wir sind durch Europa gereist und haben alle Kostümläden in Spanien, Italien und London abgeklappert, um zu sehen, was es so gab. Aber alles, was wir gesehen haben, sah dem sehr ähnlich, was man bereits aus anderen Kinofilmen kennt. Zum Schluss sind wir in ein Textilmuseum in Florenz gegangen und haben dort ein Buch entdeckt, das genau das enthielt, was wir haben wollten: Kostüme, die teilweise mediterran, teilweise piratenmäßig, teilweise mittelalterlich und dazu ziemlich gemein aussahen. Als wir das sahen, wussten wir: Ja, genau, so sehen unsere Telmarer aus. Es hat einfach gepasst.
F: Wie sah es mit den Kostümen für die Cast-Mitglieder aus, die schon beim letzten Film dabei waren? Gab es deswegen Probleme für Sie?
IM: Das größte Problem war, dass die Kinder alle noch im Wachstum sind. Wir mussten also entweder in der Lage sein, die Kostüme zu ändern oder entsprechend größere Größen bereithalten. Bei einem Film mit so viel Action brauchen wir auch Kostüme für die vielen Doubles und die Stuntmen und Ersatzkostüme, falls ein Kostüm mit Schlamm oder Blut bedeckt wird. Ben Barnes, der Prinz Kaspian spielt, trug mindestens 15 Shirts, als er aus der Burg von König Miraz flüchtete.
F: "Der König von Narnia" war schon ein epischer Film, aber "Prinz Kaspian von Narnia" scheint noch gewaltiger zu werden. Was bedeutet das für die Requisite?
IM: Viel Arbeit! Wir waren ca. 70-80 Personen und haben fast alle Kleidungsstücke selbst geschneidert. Beispielsweise fertigten wir alles, was die Telmarer im Film tragen, komplett selbst an. Die Requisite war rund um die Uhr beschäftigt und wir haben in 12-, 15- und manchmal 17-stündigen Schichten gearbeitet. Allein für die Telmarer haben wir Kostüme für 200 Soldaten, 40 Ritter, 35 Stuntmen, 30 königliche Bewacher, 12 Generäle und natürlich für König Miraz selbst, der im Laufe des Films mehrere verschiedene Kostüme trägt, hergestellt.
F: Einige der Kostüme sehen extrem unbequem aus. Beklagen sich die Schauspieler manchmal?
IM: Das ist eine gute Frage, denn wir mussten bei der Herstellung der Kostüme darauf achten, dass die Kostüme nicht zu warm und nicht zu schwer wurden. Besonders weil wir
mitten im Sommer unter freiem Himmel drehten. Alles musste so angefertigt sein, dass
man jemanden schnell in 3 bis 4 Minuten aus einem Kostüm herauskriegen kann, damit
sich die Person abkühlen konnte. Auf der anderen Seite muss man das richtige Mittelmaß
finden, denn zur Aufgabe eines Kostümdesigners gehört es, den Schauspielern zu helfen,
sich wie die Person im Film zu fühlen und nicht nur so auszusehen. Wenn man es zu
leicht macht und das Korsett nicht eng genug schnürt oder die Rüstung nicht schwer
genug macht, gehen die Schauspieler so durch die Gegend, als ob sie Jeans und T-Shirts
tragen, und das wäre dann nicht so gut. Es würde im Film einfach nicht echt aussehen.