WILLY BANK
Jerry Weintraub ist es zu verdanken, dass Al Pacino zum Team von „Ocean’s 13“ stieß und die Schlüsselrolle des Willy Bank übernahm. Weintraub berichtet: „Vor Jahren hatten wir zusammengearbeitet – seitdem sind wir befreundet. Als hervorragender Schauspieler passt er wunderbar ins Team.“
Mit Weintraub hat Pacino zuvor zwar gearbeitet, aber „Ocean’s 13“ ist sein erster Film mit Steven Soderbergh. „Die Arbeit mit Steven war eine tolle Erfahrung“, sagt er. „Er erweckt die Szenen vor meinen Augen zum Leben – eine Gabe, die nur großen Regisseuren eigen ist. Er schafft eine bestimmte Atmosphäre am Set, in der man sich als Schauspieler frei und sehr wohl fühlt.“
„Wohl jeder Filmemacher bewundert Al Pacino und würde alles tun, um mit ihm zu arbeiten. Das trifft besonders auf meine Generation zu“, sagt Soderbergh. „Für die Rolle des Willy Bank brauchten wir eine überzeugende Persönlichkeit, der man die Bedrohung für die Jungs abnimmt. Da kommen nur sehr wenige infrage.“
Pacino berichtet: „Ich diskutierte mit Steven Willy Banks Gratwanderung: Einerseits haben wir Angst vor ihm, andererseits wirkt er fast irre. Willy ist größenwahnsinnig. Seine Hotels sind sein Ein und Alles – deshalb ist er so besessen von den Five Diamond Awards. Sie sind sein Cause célèbre, seine Daseinsberechtigung, was ein wenig lächerlich wirkt, wenn man länger darüber nachdenkt. Als Danny Ocean ihn anfangs wegen Reuben anspricht, glaubt Willy seinen Gegner zu kennen – er ist überzeugt, dass Ocean ihm nicht das Wasser reichen kann. Auf seine perverse Art macht ihm dieses Duell der Willenskraft sogar Spaß – es war mir also ein besonderes Vergnügen, den Willy zu spielen.“
ABIGAIL SPONDER
Selbst ein Egozentriker wie Willy Bank weiß, dass er auf die Hilfe anderer angewiesen ist – er braucht einen Menschen an seiner Seite, dem er vertrauen kann. Die einzige Frau unter den Hauptdarstellern in „Ocean’s 13“ ist Ellen Barkin als Banks rechte Hand Abigail Sponder, die fast so ehrgeizig ist wie er.
„Abigail führt das aus, was Bank verlangt – aber eine Assistentin ist sie durchaus nicht“, versichert Barkin. „Sie ist eine mit allen Wassern gewaschene Managerin, die den Laden zusammenhält und auch das Grobe erledigt, wenn es sein muss. Las Vegas ist ihr Zuhause, sie arbeitet rund um die Uhr. Ein Privatleben kennt sie praktisch nicht – was sie letztlich so empfänglich für Lenny Pepperidges Komplimente macht, sie lässt sich leicht hereinlegen“, fügt sie hinzu, wobei sie auf ihre Verführungsszenen mit Matt Damon anspielt, der Linus Caldwell darstellt, der Lenny Pepperidge darstellt. „Sie ist es nicht gewohnt, dass man sie übervorteilt – vom Austricksen ganz zu schweigen.“
„Ich drehe gern Komödien“, fährt Barkin fort. „Vor allem mit einem so einfallsreichen, spontanen und aufnahmefähigen Kollegen wie Matt. Wir kamen am Set bestens miteinander aus.“
Ihr Spielfilmdebüt gab Barkin einst in dem von Jerry Weintraub produzierten „Diner“ (American Diner), und mit Al Pacino hat sie bereits den Thriller „Sea of Love“ (Sea of Love – Melodie des Todes) gedreht. Doch Soderbergh verrät zudem, dass sie nicht zum ersten Mal in einem „Ocean“-Film auftritt. „Ellen hat bereits eine Szene für ,Ocean’s 12‘ gedreht, die dann aber geschnitten wurde – wir waren ihr also etwas schuldig“, lacht er. „Auch jene Szene beinhaltete ein heißes Techtelmechtel mit Matt. Als wir dann überlegten, wer Ms. Sponder spielen sollte, gab es keine zwei Meinungen.“