Die 1970 geborene Anna Gavalda wuchs in der Champagne auf, studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Lehrerin, bis sie 1999 durch die Veröffentlichung ihrer Erzählungen „Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet” zum Star der französischen Literaturszene avancierte. Im Jahr 2000 bekam sie für dieses Buch den Grand Prix RTL-Lire. Die Trennung von ihrem Mann verarbeitete sie 2002 in ihrem – wiederum überaus erfolgreichen – Roman „Ich habe sie geliebt”. Heute lebt Anna Gavalda mit ihren zwei Kindern als freie Schriftstellerin in Melun bei Paris. Für ihr ebenfalls 2002 in Frankreich veröffentlichtes erstes Jugendbuch erhielt sie eine Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis. 2004 folgte die Publikation von ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN, ihrem zweiten Roman, der sogleich die Bestsellerlisten eroberte.
Doch nicht nur in Frankreich, auch in Deutschland feiert Anna Gavalda mit ihrem jüngsten Roman Riesenerfolge. "Dieser Roman ist ein bisschen wie "Die fabelhafte Welt der Amélie" - nur noch schöner." lobte die Zeitschrift Brigitte anlässlich dem Erscheinen der Erstauflage im Frühjahr 2005. Seitdem gingen über 600.000 Exemplare bundesweit über die Ladentheke. Und der Kaufstrom reisst nicht ab: ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN hält sich seit Monaten hartnäckig auf den vorderen Plätzen der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Anna Gavalda trifft mit jedem ihrer Bücher den Nerv der Zeit; sie schreibt von durchschnittlichen Menschen in alltäglichen Situationen und Konflikten – und das auf eine so unprätentiöse, lakonische und humorvolle Art, dass man gar nicht anders kann, als sich glänzend und leichtfüßig unterhalten zu fühlen. Sie charakterisiert ihre lebensnahen Figuren mehr über Gesten und Handlungen als über langatmige Beschreibungen, liebt scharfe Schnitte und schreibt durchweg authentische, flotte Dialoge – es war also nur eine Frage der Zeit, bis ihr Roman zur Vorlage für einen Film wurde. An der Umsetzung mitwirken wollte Anna Gavalda jedoch nicht, und ihre Begründung dafür ist entwaffnend: „Für mich ist es so, dass ich den Film bereits ´gesehen´ habe, sagte sie in einem Interview, „und dass er mir, so wie er ist, sehr gut gefällt. Ich muss ihn nicht auf der Leinwand sehen, ich habe ihn bereits in meiner Fantasie gesehen – in Technicolor und Dolby Stereo.”